In der Regel wurden die Kontrollen vorgenommen, nachdem die Fahrgäste ihr Ziel erreicht und das Taxi bereits verlassen hatten, betont die Polizei. Dadurch sollten die Beeinträchtigungen für die Kunden so gering wie möglich gehalten werden.
Alle neun Strafanzeigen wurden wegen sogenannten Leistungsbetruges ausgestellt. Die betroffenen Taxifahrer hatten unter anderem Fahrgäste mitgenommen, ohne den Taxameter einzuschalten, und den vereinbarten Festpreis anschließend in die eigene Tasche gesteckt. In einem anderen Fall gestand ein 52-jähriger Sozialhilfeempfänger, sich durch die Taxifahrten nebenbei 300 Euro monatlich extra zu verdienen, ohne das Geld bei den Behörden anzugeben. Ein 40-jähriger Fahrer, der am Bahnhofsvorplatz kontrolliert wurde, musste seine Schicht sofort abbrechen. Er trug Papiere bei sich, die auf unterschiedliche Personen ausgestellt worden waren. In diesem Fall muss nun auch der Taxiunternehmer mit einem Ordnungswidrigkeitsverfahren rechnen, weil er seinen Mitarbeiter unter diesen Umständen nicht hätte fahren lassen dürfen.
Schwerer Unfall in der Südstadt: Ein 58-jähriger Taxifahrer hat am Sonnabend bei einem Verkehrsunfall in Waldhausen einen Fußgänger schwer verletzt. Das Opfer überquerte gegen 22.20 Uhr trotz roter Ampel die Hildesheimer Straße in Höhe Riepestraße. Dabei wurde er von dem in Richtung Döhren fahrenden Taxi erfasst. Der Fußgänger musste anschließend mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik gebracht werden. Die Hildesheimer Straße war während der Unfallaufnahme für längere Zeit in Richtung stadtauswärts gesperrt. Es kam zu Verkehrsbehinderungen.
Kommentare
Taxikontrolle Monti, Hamburg – 23.02.10
Es gibt mehrere legale Möglichkeiten, in einem Taxi eine Fahrt ohne eingeschaltetes Taxameter durchzuführen, also kein voreiliges aufgeregtes Geschreie (z.B. Festpreisfahrt außerhalb Pflichtfahrgebiet)! Vollzeitkräfte auf 400€-Basis/HartzIV-Bezieher müssen allerdings aus dem Gewerbe entfernt werden.Anspruchsdenken Alexander K. – 14.02.10
In diesem Land leben zu viele die meinen der Staat muss alles regeln. Es gibt keinen Anspruch auf eine bestimmte Höhe von Zahlungen im Falle der Arbeitslosigkeit.Die Sozialleistungen sollen den Menschen helfen in einer Notlage über die Runden zu kommen. Inzwischen gibt es aber nicht wenige die sich mit Harzt IV "eingerichtet" haben und die mit kleinen Schwarzarbeiten besser Leben als mancher Arbeitnehmer, der 40Std. die Woche hart arbeitet. Es stimmt doch etwas in diesem Land nicht wenn schon Schüler "Ausbildungsunfähig" von der Schule kommen und dann auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung von Hartz IV Leben. Die Sozialleistungen müssen deutlich gekürzt werden und individueller berechnet werden. Das Fordern passiert viel zu wenig.
Warnung Tacher – 08.02.10
ich schätze, die plötzlichen Kontrollen der Taxifahrer sind eine Warnung der hannoverschen Gewerkschaftsmafia an die Taxifahrer, nicht das Üstra-Transportmonopol zu unterlaufen. Vielleicht habens auch die Grünen bestellt, immerhin sind Taxis auch Autos. Ein bißchen Einschüchtern der freien Wirtschaft ist jedenfalls immer gut.Schwarzarbeit Dulli – 08.02.10
da zahlt man jahrelang in die Arbeitslosenversicherung ein und hat einen Anspruch auf 1650€ monatlich im ersten Jahr und 1400€ monatlich im zweiten Jahr.Dann kam die SPD mit Hr. Schröder.
1650€ monatlich im ersten Jahr und 0 im zweiten Jahr. Natürlich bei gleichbleibenden Monatsbeträgen zur Versicherung.
Jetzt frage ich mich wer hier wen betrügt. Der Hartz IV Empfänger der eigentlich Anspruch auf mehr hätte, oder die Politiker.
@ Alle Blindfischbekämpfer – 08.02.10
Nur schön, dass sich viele schwarze Schafe über Funk gegenseitig gewarnt hatten...kontrollen irgendwer – 08.02.10
die kontrollen sind - wie die zahlen beweisen - richtig und unbedingt notwendig.normalerweise müsste das nicht sein, wenn alle taxiunternehmer verpflichtet wären, die bei ihnen beschäftigten fahrer den behörden korrekt anzugeben. jeder der eine droschke fahren will, müsste sich vierteljährlich selbständig "beim amt" melden und eine verdienstbescheinigung vorlegen. eine vernetzung zwischen finanz- ausländer- und arbeits(amt) wäre da schon sehr hilfreich. letztlich sollte man auch gleich die gewerbe- und zulassungsstellen sowie die entsprechenden krankenkassen mit ins boot holen. nur so klappt das auch. die polizuei und der zoll leisten gute arbeit. die strafen für derartige vergehen sollten zudem wesentlich "empfindlicher" sein.
Kontrollen und Schmarotzer und so JS – 08.02.10
@mikemad: Bin mir nicht sicher, aber ich glaube in dem Kommentar vor dir Ironie gelsen zu haben...?Mehr Kontrollen @ leuchtturm Mike Mad – 08.02.10
1. will nicht arbeiten und ständige Kontrolle seiner Arbeitsbemühungen widerspricht sich2. sind nicht alle Taxifahrer Sozialschmarotzer mit oder ohne Migrationshintergrund, sondern teilweise auch Einzelunternehmer so wie ich, die sauber arbeiten und um ihr Überleben kämpfen
3. werden deshalb so wenig Kontrollen durchgeführt, da die verantwortlichen Stellen wissen, daß dieses Gewerbe ohne Beschubsen garnicht laufen würde, da jeder Hans und Frans einen Fahrtenbuch-Mietwagen (Papier ist geduldig!) kaufen kann, Taxen tarifgebunden sind, nicht mit 55% aus Steuergeldern gesponsert werden, wirtschaftliche Schwankungen nicht flexibel abgefedert werden können und der Kunde letztendlich einfach nur günstig von A nach B will, sich aber keine Gedanken über die Wirtschaftlichkeit macht.
Der Staat vermeidet es z.B. aktuell, die seit 9.12.2009 gültige EU-VO 1370 in das PeBefG einzupflegen, da eine fast leere, total unwirtschaftliche, aus Steuergeldern finanzierte S-Bahn dann nicht mehr jede halbe Stunde vom Flughafen Hannover nach Hameln fahren könnte!
Mehr Kontrollen leuchtturm – 08.02.10
Endlich mal eine sinnvolle Aktion der Polizei und des Zolls. Jeder weiß doch, daß in den Taxis nur Hartz IV-Empfänger mit Mini-Anmeldung beschäftigt werden und Schwarzfahrten dort an der Tagesordnung sind. Mit den Schwarzfahrten (nicht eingeschalteter Taxameter) werden die 12-14 Std. tägliche Arbeitszeit vergütet. So kommt ein Hartz IVler auf mind. 1000 euro. Gleiches gilt im übrigen bei Kurierfahrern. Altenpfleger etc.Hier wird ein Theater um ein paar Schweizer Steuermillionen gemacht, die genauso intolerabel sind. Aber der höchste Schaden tritt durch Schwarzarbeit und Sozialversicherungsbetrug ein. Dabei reden wir noch nicht mal von Scheinselbständigen, die selbst in öffentlichen Krankenhäusern beschäftigt werden.
Es sind nicht die paar Millionäre, die den Staat überproportional schädigen. Sondern der schlaue Hartz IV-Bezieher, der sich vorsätzlich widerrechtlich noch eine gehörige Stange Geld hinzuverdient. Der faule Hartz IV Bezieher will nicht mal arbeiten. Auch nicht für Schwarzgeld. Dem hilft nur die permanente Kontrolle seiner Arbeitsbemühungen.
Deshalb noch viel mehr Kontrollen von dieser Art und Güte. Dann hat man auch mal wieder mehr Achtung vor den Polizisten, die mit solchen Aktionen ihr Image erheblich verbessern können.