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Das sind Hannovers beste Um-die-Ecke-Denker

Gründerwettbewerb Das sind Hannovers beste Um-die-Ecke-Denker

99 Unternehmen haben sich 2016 beim 14. Gründerwettbewerb von Hannoverimpuls beteiligt. Am Mittwoch sind die Preisträger ausgezeichnet worden, die sich über insgesamt 100.000 Euro Fördergeld freuen dürfen. Und das sind die spannendsten Projekte der hannoverschen Gründer.

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Ausgezeichnet: Hannoverimpuls hat alle Start-up-Sieger für ein Bild auf der Bühne in der Sparkassen-Hauptverwaltung versammelt.

Quelle: Samantha Franson

Hannover. Lässt sich mit jeder Flasche Bier nachhaltig die Umwelt schonen? Kann ein Smartphone mit integriertem Blutzuckermessgerät Leben retten? Hannovers Start-up-Unternehmer haben innovative Antworten für diese und viele weitere Fragen des Alltags und der Wissenschaft. Um die Ecke zu denken ist schließlich das Geschäft der hiesigen Gründerszene. Bei der Umsetzung ihrer mitunter einmaligen Geschäftsideen hilft der Gründerwettbewerb Start-up-Impuls der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Hannoverimpuls und der Sparkasse. Gleich 99 Unternehmen beteiligten sich 2016 an der 14. Ausgabe des Wettbewerbs. Die acht Sieger der drei Kategorien und zwei Sonderpreise wurden gestern Abend bei einer von der Schauspielerin Denise M’Baye moderierten Siegerehrung in der Sparkassen-Hauptverwaltung am Raschplatz verkündet.

99 Unternehmen beteiligten sich 2016 an der 14. Ausgabe des StartUp-Wettbewerbs. Die acht Gewinner wurden nun bei der Siegerehrung in der Sparkassen-Hauptverwaltung am Raschplatz verkündet.

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„Es freut mich besonders, dass die Anzahl an Bewerbungen für den Hochschul- und Wissenschaftspreis weiter gewachsen ist“, kommentierte Hannoverimpuls-Geschäftsführer Adolf Kopp den anhaltenden Trend. Den Anstieg forschungsbasierter Unternehmen führt er unter anderem auf engere Zusammenarbeit der Wirtschaftsförderung mit der Leibniz-Universität zurück. Das gemeinsame Ziel der Starting Business genannten Initiative ist es, Studenten mit ihren Projekten den Schritt in die Selbstständigkeit zu erleichtern. „Der Wettbewerb Start-up-Impuls verbessert zusätzlich die Startchancen von Neugründungen in Stadt und Region“, sagte Kopp.

Mit Preisgeld von insgesamt 100.000 Euro ist Start-up-Impuls einer der größten regionalen Förderpreise in Deutschland. Neben den drei Hauptkategorien Ideenpreis (Dress Life), Gründungspreis (Gap-Cap) sowie Hochschul- und Wissenschaftspreis wurden auch die Sonderpreise Going Global und - erstmals - ein Digital-Business-und-Technology-Preis verliehen. Die Gewinner des mit insgesamt 35 000 Euro dotierten Going-Global-Preises erwartet eine Geschäftsreise in das Start-up-Epizentrum Silicon Valley. Dieses Jahr treten gleich drei Unternehmen die Reise an. Die Entwickler des Kundenbewertungstools Squirrel gehören zu den Glücklichen. Das Start-up von Rouven Wiegard arbeitet an einer Software, die Interneteinkäufern künftig die Suche nach relevanten Bewertungen erleichtern soll. Ihre Webseite analysiert und sortiert Kundenmeinungen einschlägiger Seiten und zeigt dem Benutzer auf dieser Basis eine strukturierte Übersicht. „Wir hoffen, nach der Auszeichnung strategische Partner zu finden, mit denen wir unser System ausprobieren können“, erklärt Wiegard, der hauptberuflich noch am Institut für Wirtschaftsinformatik Big Data analysiert.

Mit in die USA reist auch der Skateboardbauer Rouven Brauers. Der Geschäftsmann mit dem Surfer-Look hat seine Firma in einem Lindener Hinterhof gegründet. Dort erfand er ein Verbundmaterial aus Kohlefasern und Kork, das Skateboards praktisch unkaputtbar macht.

In der neuen Kategorie Digital Business und Technology gewann neben dem Ideenpreisträger Dress Life das Start-up Inno Sep. Das Team um die Diplomingenieure Hüseyin Sahin und Kerim Galal entwickelt Lösungen für die Industrie 4.0, etwa intelligente Systeme, die Voraussagen über die Lebensdauer von Bauteilen treffen und damit die Wartungskosten senken.

Seit Bestehen von Start-up-Impuls wurden mehr als 1600 Konzepte eingereicht, aus denen 800 Unternehmen hervorgegangen sind. „Der Wettbewerb ist eines von vielen wichtigen Instrumenten im Start-up-Ökosystem“, erklärt Kopp.

Von Mario Moers

Das sind die Preisträger

Weniger Retoure beim Onlinekauf

Keine Enttäuschungen mehr beim Kleiderkauf im Internet – das hat sich das Start-up Dress Life vorgenommen. Das Team aus einem Wirtschaftsingenieur, einem Mathematiker und einer Modedesignerin hat eine Software entwickelt, die Daten von Mode-Onlineshops auswertet und ermittelt, welche Kleidergröße für den Kunden am besten passt. Denn nicht immer sind die Hosen in Größe 38 bei allen Händlern gleich geschnitten. Dafür erhält Dress Life den mit 10 000 Euro dotierten Ideenpreis.

 

Das Smartphone als mobiles Labor

Mit dem Smartphone Krankheiten diagnostizieren, den Blutzuckerspiegel checken oder sogar einen Schwangerschaftstest durchführen. Das ist mit dem aufsteckbaren Analysewerkzeug der Gründer von Smartsens möglich. Für diese Idee erhält das Team von der Leibniz-Universität Hannover den Hochschul- und Wirtschaftspreis. Durch den Sensor der vier Gründer wird das Smartphone in Sekundenschnelle in ein mobiles Labor umgewandelt. 2018 wollen die Wissenschaftler ihre eigene Firma gründen.

 

Umweltfreundliche
 Kronkorken

Bier trinken und dabei Gutes tun – für diese Kombination haben die Gründer von Gap-Cap die passende Idee: rohstoffreduzierte und umweltschonende Kronkorken. Dafür werden die sechs Jungunternehmer mit dem Gründungspreis ausgezeichnet. Denn bei der Herstellung werden pro Kronkorken rund 50 Gramm weniger Material verbraucht. Das kommt gut an. Vom deutschen Biermarkt gibt es ein positives Feedback, die Zusammenarbeit mit den ersten Kronkorkenherstellern ist geplant.

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