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Weniger Baugrundstücke verkauft

Häuser und Wohnungen Weniger Baugrundstücke verkauft

Der Bedarf ist groß und eigentlich müsste viel mehr gebaut werden. Aber der Bau von Häusern in der Region kommt nur schleppend voran, wie der Bericht des Gutachterausschusses zeigt. 

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Ein richtiger Bauboom ist derzeit in und um Hannover nicht zu erkennen.

Quelle: dpa

Hannover. In der Region Hannover fehlen tausende Wohnungen, aber die Umsätze für Baugrundstücke und Eigentumwohnungen gingen im vergangenen Jahr in der Region Hannover zurück. Das geht aus den Zahlen des sogenannten Gutachterausschusses für Grundstückswerte hervor,  den das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen am Mittwoch vorgelegt hat. 

Insgesamt wurde mit dem Verkauf von Grundstücken, Häusern, Eigentumswohnungen und Gewerbeimmobilien in der Region ein Gesamtumsatz von rund 3,6 Milliarden Euro erzielt, das entspricht einem Anstieg von 7,7 Prozent im Vergleich zum Jahr 2016. 

Der Umsatz mit Baugrundstücken für Einfamilienhäuser ist im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 Prozent zurückgegangen, zeitgleich sind die Quadratmeterpreise stark gestiegen: in Hannover um fast 15 Prozent, rund um die Landeshauptstadt um 9 Prozent. Bei Grundstücken für Geschosswohnungen liegt der Umsatzrückgang sogar bei 42 Prozent. 

Im vergangenen Jahr wechselten rund 3600 Ein- und Zweifamilienhäuser und 4700 Eigentumswohnungen den Eigentümer. Damit wurden 0,6 Prozent weniger Häuser und 4,4 Prozent weniger Eigentumswohnungen verkauft als im Vorjahr. 

Ein freistehendes Einfamilienhaus kostete in Hannover im Jahr 2017 durchschnittlich 390.000 Euro, im Umland 270.000 Euro. Für Reihenhäuser und Doppelhaushälften zahlten die Käufer in Hannover durchschnittlich  320.000 Euro, 250.000 Euro in den übrigen Regionskommunen. Nach der Statistik konnten Hausverkäufer im vergangenen Jahr im Umland deutlich stärker profitieren, als in Hannover. Im Hannover stiegen die Preise für Einfamilienhäuser um 1,3, für Reihenhäusern um 0,5 Prozent. Dagegen konnte im Umland bei Einfamilienhäusern 4,8 Prozent mehr, bei Reihenhäusern sogar 5,2 Prozent mehr erzielt werden. 

Die teuersten Grundstücke für Einfamilienhäuser befinden sich in Hannover am Steuerndieb mit 550 Euro je Quadratmeter sowie in Kirchrode-Ost mit 520 Euro je Quadratmeter, Kleefeld-Philosophenviertel mit 490 Euro je Quadratmeter und Kirchrode-West, Waldheim und Waldhausen mit je 480 Euro je Quadratmeter. In den kleinen Dörfern im Norden der Region gibt es Baugrundstücke dagegen bereits für 30 Euro. 

Nach einem erheblichem Preisanstieg für landwirtschaftliche Grundstücke in den vergangenen Jahren scheint in diesem Bereich Ruhe einzukehren. Während für Ackerland in der nördlichen Region die Preise stagnieren, konnten für Ackerflächen in der südlichen Region sowie für Grünland insgesamt noch rund drei Prozent höhere Preise als im Vorjahr registriert werden. 

Der Spitzenwert von 6,20 Euro pro Quadratmeter für Ackerflächen liegt derzeit im Bereich Hemmingen/Pattensen. Nördlich des Steinhuder Meeres gibt es Ackerflächen auch schon für 2 Euro pro Quadratmeter. Wälder kosten unverändert zum Vorjahr zwischen 0,45 und 0,65 Euro pro Quadratmeter. 

Von Mathias Klein

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