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Grüne Bahnen werden erst später ausgemustert

Plan der Üstra Grüne Bahnen werden erst später ausgemustert

Trotz steigender Fahrgastzahlen und Umsätze rechnet die Üstra für das laufende Jahr mit einem gegenüber 2015 steigenden Defizit. Grund sind unter anderem Investitionen. Gleichzeitig wurde bekannt, dass die grünen Stadtbahnwagen voraussichtlich länger in Hannover unterwegs sein werden als geplant.

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Bleiben länger im Dienst: die grünen Stadtbahnen.

Quelle: Archiv

Hannover. Im Zahlenwerk des Wirtschaftsplans, den Üstra-Vorstandschef André Neiß dem Verkehrsausschuss der Regionsversammlung vorstellte, ist für 2016 ein Minus von knapp 33 Millionen Euro veranschlagt - rund 11 Millionen Euro mehr, als unter dem Strich im Vorjahr herausgekommen ist. "Wir haben das Fahrgastaufkommen um 3,9 Prozent gesteigert, das liegt über dem Bundesschnitt", erklärte Neiß. Auf der anderen Seite schlagen steigende Personal- und Materialkosten, vor allem aber Investitionen auf der Sollseite zu Buche. Die umstrittenen Bonuszahlungen, die der Vorstand den Mitarbeitern gewährt hat und deren Rechtmäßigkeit derzeit überprüft wird, spielen dabei keine Rolle, weil sie bereits 2015 geflossen sind. Der Aufsichtsrat hat den Wirtschaftsplan abgesegnet - mit dem Ziel, das Defizit möglichst noch unter 30 Millionen Euro zu drücken.

Neiß machte deutlich, dass bei der Üstra in den kommenden zehn Jahren das umfangreichste Investitionsprogramm seit Expo-Zeiten ansteht. Zum Paket zählen die bereits begonnene Sanierung der Unternehmenszentrale am Hohen Ufer, anstehende Sanierungen der Betriebshöfe Mittelfeld und Glocksee, der Kauf neuer Busse und als umfangreichster Anteil das Beschaffungsprogramm für den Stadtbahnwagen TW 3000.

Alte Bahnen müssen generalüberholt werden

Wie der Vorstandschef ankündigte, werden auf noch unabsehbare Zeit drei Stadtbahntypen in Hannover unterwegs sein. Weil Fahrzeuge für neue Strecken wie die nach Hemmingen notwendig sind, reicht das bisherige Beschaffungsprogramm für den TW 3000 nicht aus, um alle grünen Stadtbahnen zu ersetzen. Für 100 Exemplare zum Stückpreis von 2,4 Millionen Euro steht die Finanzierung. Den Ankauf von weiteren 46 Wagen hat der Aufsichtsrat abgesegnet. Für diese muss aber noch eine Bezuschussung beim Land beantragt werden, ohne die das Unternehmen die Investition nicht stemmen kann.

Selbst, wenn das gelingt, fehlen immer noch 24 TW 3000. Eine verlängerte Dienstzeit für die mehr als 30 Jahre alten grünen Bahnen als Alternative ist auch nicht zum Nulltarif zu haben. Sie müssten, um eine Zulassung für zehn Jahre zu erhalten, generalüberholt werden. "Das kostet pro Stück rund 750 000 Euro", erklärt Neiß. Immerhin: Weil der TW 3000 wegen Herstellungsmängeln ein Jahr später in den Fahrdienst genommen werden konnte als geplant, hat die Üstra Regresszahlungen erhalten - laut Neiß in nicht unbeträchtlicher Höhe. Die genaue Summe nannte er nicht.

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