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Aus der Stadt Grüne fordern böllerfreie Zonen an Silvester
Hannover Aus der Stadt Grüne fordern böllerfreie Zonen an Silvester
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00:16 15.02.2017
Schluss damit? Feuerwerk über Hannover an Neujahr 2017. Quelle: Michael Wallmüller
Hannover

Die Grünen stoßen eine Diskussion um punktuelle Feuerwerksverbote an Silvester an. Im Bezirksrat Döhren-Wülfel haben sie jetzt gefordert, ein zentrales Silvesterfeuerwerk für den Stadtbezirk einzuführen - und jedes weitere zu verbieten oder stark einzuschränken. Allerdings scheiterte die Fraktion mit ihrem Antrag. Zunächst einmal ging es den Grünen um die Wohngebiete im Stadtbezirk Döhren-Wülfel. Später, so die Idee, könne das Modell auf die gesamte Stadt übertragen werden.

Grünen-Parteichef Daniel Gardemin spricht dagegen von bestimmten Zonen in der Stadt, in denen Silvesterfeuerwerk nach gewissen Kriterien verboten werden könnte. Etwa, wenn in der Umgebung historische Bausubstanz bedroht wäre, wenn an bestimmten Stellen schon häufiger Unfälle passiert seien, oder, wenn die Bevölkerung an bestimmten Orten ganz überwiegend gegen Feuerwerk sei. Kontrollieren müsste ein solches Verbot im Zweifelsfall das Ordnungsamt.

„Es ist richtig, die Frage zu stellen, ob viele, die lieber ihre Ruhe hätte, jedes Jahr das Vergnügen von einigen hinnehmen müssen“, sagt Gardemin. Die Diskussion könne sehr gut zunächst in den einzelnen Bezirken stattfinden. In Döhren-Wülfel jedoch wurde der Grünen-Antrag mit 3:13 Stimmen abgelehnt.

Die Grünen-Fraktion hatte etliche Argumente für ihren Antrag gesammelt. Durch das millionenfache Abbrennen von Feuerwerkskörpern in der Silvesternacht werden enorme Mengen von Feinstaub produziert. Durch unsachgemäße Handhabung - und Verwendung illegaler sogenannter Polenböller - gibt es immer wieder Verletzte. Knaller und Heuler versetzen Tiere und Kleinkinder in Angst und Schrecken, die Wohnquartiere sind am Neujahrstag fürchterlich verschmutzt, und im schlimmsten Fall kann eine verirrte Rakete sogar einen Brand auslösen. „Dagegen bietet ein zentral organisiertes, von Feuerwerkskünstlern gestaltetes Feuerwerk an ausgewählten Orten eine sichere Alternative und die schöneren Effekte“, heißt es in der Antragsbegründung.

SPD und Die Linke skeptisch

„Die Stadt wird niemals ein Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern durchsetzen können“, eröffnete FDP-Bezirksratsherr Björn-Christian Seela den Reigen der Kritiker. Die Brandgefahr rund um den 31. Dezember sei gering, das habe er sich von der Feuerwehr bestätigen lassen. Zudem stelle sich die Frage, welcher Bewohner aus Mittelfeld in der Silvesternacht zu einem zentralen Feuerwerk nach Döhren fahre.

„An ein Verbot würde sich doch eh keiner halten“, vermutete SPD-Fraktionschef Jens Schade. Ganz volksnah gab sich Linken-Bezirksratsherr Manfred Milkereit: „Wir wollen den Jugendlichen doch nicht ihren Spaß nehmen.“

von Felix Harbart und Michael Zgoll

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