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Gundlach bietet Mietern Teilhabe an Klimaprojekt an

Öko-Ausgleich Gundlach bietet Mietern Teilhabe an Klimaprojekt an

Inzwischen machen schon 100 Mieter freiwillig mit: Das Wohnungsunternehmen Gundlach bietet den Bewohnern seiner Gebäude jetzt die Teilhabe an einem Klimaprojekt an. Wer will, kann eine Abgabe für seine Wohnung zahlen, mit der in Kenia Projekte zur Minderung des Kohlendioxidausstoßes finanziert werden. 

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Mit Unterstützung von Mietern aus Hannover finanziert: Upesi-Öfen in Kenia.

Quelle: privat

Hannover. Nach Berechnungen von Gundlach-Mitarbeiter Franz-Josef Gerbens ist die durchschnittliche Wohnung in dem Unternehmen 66,5 Quadratmeter groß und verursacht durch das Heizen jährlich einen CO2-Ausstoß von 26,9 Kilogramm pro Quadratmeter. Um diesen „ökologischen Fußabdruck“ mit der Unterstützung eines Hilfsprojekts wettzumachen, zahlt der Mieter 2,39 Euro monatlich, das Unternehmen verdoppelt den Betrag.

Finanziert wird von dem Geld der Bau sogenannter Upesi-Öfen in Kenia, die in Handarbeit aus Lehm hergestellt werden. Nach Angaben der Stiftung Myclimate, mit der Gundlach zusammenarbeitet, verbraucht dieser Lehmofen nur rund die Hälfte an Feuerholz im Gegensatz zu den traditionellen Dreisteine-Feuerstellen, was einerseits den Regenwald schont und auch den Aufwand des Holzsammelns reduziert. Zudem entstehe durch bessere Verbrennung des Holzes weniger Ruß, was die Atemwege insbesondere der kochenden Frauen und Kinder schont. Eingesetzt werden die Upesi-Öfen insbesondere in der Region des Kakmega-Regenwalds, der zu den letzten ursprünglichen Wäldern Kenias gehört, zugleich aber von einer der am dichtesten besiedelten Regionen der Welt umgeben ist: Mehr als 500 Einwohner leben nach Angaben der Stiftung auf einem Quadratkilometer und betreiben Raubbau an der Natur.

85 Öfen seien dank des Beitrags der Gundlach-Mieter schon gebaut worden, sagt Gerbens, der Umweltbeauftragter des Unternehmens ist. Pro Jahr würden 170 Tonnen Holz eingespart und 295 Tonnen des giftigen Treibhausgases Kohlendioxid vermieden. Damit trage das Projekt „auf vielfältige Art vor Ort zur Verbesserung der Lebensbedingungen bei“, sagt Gerbens.

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