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Neue Stolpersteine in Hannover verlegt

Erinnerung an NS-Opfer Neue Stolpersteine in Hannover verlegt

Der Künstler Gunter Demnig hat in mehreren Stadtteilen insgesamt 24 neue Stolpersteine verlegt. Die Denkmale im Miniaturformat erinnern im Gehwegpflaster an Opfer des NS-Regimes.

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Stilles Erinnern: Gunter Demnig verlegt Stolpersteine in der Brandestraße.

Quelle: Benne

Hannover.  Sophie Leser war schon eine alte Dame. Die kranke Frau lebte im Alters- und Pflegeheim Wilkening in der Waldhausener Brandestraße. Am 16. Juni 1942 musste sie im Alter von 75 Jahren nach Sayn bei Koblenz umziehen, in die „Israelitische Heil- und Pflege-Anstalt für Nerven- und Gemüthskranke“. Die Nazis hatten verfügt, dass „geisteskranke Juden“ dort zentral aufgenommen werden mussten, da ein „Zusammenwohnen Deutscher mit Juden auf die Dauer nicht tragbar“ sei. Noch im selben Jahr wurde Sophie Leser nach Theresienstadt deportiert, wo sie starb.

In der Brandestraße 24 erinnert jetzt ein Stolperstein an die ermordete Seniorin, ebenso wie an die gleichfalls umgekommenen Pflegeheimbewohnerinnen Sofie Quindel und Emma Marta Binsheim. Der Künstler Gunter Demnig bettete die kleinen Denkmale im Miniaturformat dort in den Gehweg ein. Es sind die ersten von insgesamt 24 Stolpersteinen,  die Demnig an diesem Donnerstag an zwölf Orten in Hannover verlegt hat. Insgesamt gibt es in Hannover nun 384 Stolpersteine.

Stolpersteine werden über Spenden finanziert. Ein Stolperstein kostet 120 Euro. Interessenten können sich unter (0511) 16842088 melden.

Von Simon Benne

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