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Aus der Stadt Gute Aussichten mit dem Skyliner
Hannover Aus der Stadt Gute Aussichten mit dem Skyliner
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00:16 05.08.2016
Die siebenjährige Laura genießt mit ihrer Mutter Anna die Aussicht vom Skyliner, der zu einer Art Wahrzeichen des Festes geworden ist. Quelle: Jan Philipp Eberstein
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Hannover

Zurück auf dem Boden strahlt die siebenjährige Laura. „Ich habe gar nicht gedacht, dass wir so hoch waren“, sagt sie und blickt mit großen Augen zu dem 81 Meter hohen Skyliner auf dem Vorplatz der HDI-Arena hoch. Nach einem Rundgang über das Maschseefest hat sie mit ihrer Mutter Anna zum Abschluss noch einen Ausflug in luftige Höhen unternommen. Etwa 30 Sekunden dauert die Fahrt bis zum höchsten Punkt. Von dort aus haben Mutter und Tochter auch bei Nieselregen und einem bewölkten Himmel eine erstaunlich weitreichende Aussicht: Entgegen ihrer Erwartungen können Anna und Laura den Deister am Horizont erkennen. Für 7 Euro (Kinder 4 Euro) sollen die Fahrgäste bei gutem Wetter bis zu 12 Kilometer in die Ferne gucken können.

Etwa fünf Minuten kreist die Kapsel und schafft dabei in gemächlichem Tempo mehrere Umdrehungen. Dabei lässt sich nicht nur ein guter Blick in die Ferne, sondern auch auf naheliegende Gebäude und Plätze erhaschen: Das Nordufer strahlt besonders am Abend in bunten Farben. Währenddessen wuseln die zahlreichen Besucher in Miniaturform zwischen den Ständen umher. Tagsüber sind das Neue Rathaus, die gläsernen Fassaden der Nord/LB, die HDI-Arena und der Schützenplatz besonders gut zu sehen. In zweiter Reihe lassen sich auch Ihme-Zentrum, das Lindener Kraftwerk mit den drei warmen Brüdern sowie die Marktkirche erkennen. „Mir haben die Lautsprecheransagen besonders gut gefallen“, sagt Mutter Anna. Eine Frauenstimme informiert während der Fahrt über die umliegenden Gebäude und den mobilen Aussichtsturm.

Kurz nach seiner Fertigstellung ging der Skyliner erstmals 2013 am Maschsee an den Start. Das 3,8 Millionen Euro teure Fahrgeschäft stand seitdem regelmäßig am Westufer - außer im vergangenen Jahr. „Da waren wir sechs Monate lang auf der Bundesgartenschau gebucht“, sagt Miteigentümer Thomas Schneider. So habe es viele Stammgäste gefreut, bei der 31. Auflage des Maschseefests wieder eine Fahrt über die Dächer der Stadt unternehmen zu können. „Wir gehen jetzt in die vierte Saison“, sagt der 30-Jährige. Für ihn ist das Maschseefest aber noch immer eine ideale Gelegenheit, den bislang weltgrößten mobilen Aussichtsturm in Szene zu setzen. „Der Neuheitseffekt ist inzwischen etwas verflogen“, sagt Schneider. Nun will er den Skyliner als feste Größe auf dem Volksfest etablieren.

Das wechselhafte Wetter während der ersten Veranstaltungswoche sei für den Betrieb eher hinderlich, erzählt der 30-Jährige. „Der Sonnabend war überragend, am Sonntag war es dafür etwas weniger.“ Manche Besucher blieben dem Aussichtsturm wegen der geringen Chance auf eine gute Aussicht fern - andere kämen wiederum besonders gerne während es regnete, um in der überdachten und geschlossenen Kapsel einkehren zu können. Nervenkitzel locke hingegen die wenigsten der Maschsee-Festgänger in den Skyliner.

Auch Laura habe keine Angst vor dem kurzen Höhenflug gehabt, sagt die Siebenjährige. „Es war sogar ihre Idee“, bestärkt Mutter Anna ihre Tochter.

Nils Oehlschläger

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