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Aus der Stadt Gute Noten für das Doppelabitur in Hannover
Hannover Aus der Stadt Gute Noten für das Doppelabitur in Hannover
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21:32 14.06.2011
Von Bärbel Hilbig
Hannovers Schulleiter erwarten beim Abitur mindestens so solide Ergebnisse wie in den Vorjahren. Quelle: dpa
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Hannover

Selbstverständlich sind die voraussichtlich guten Abiturresultate nicht: An den Gymnasien ging zum ersten Mal ein kompletter Jahrgang bereits nach zwölf Jahren Schulzeit in die Abiturprüfungen – gleichzeitig mit und in Konkurrenz zu den letzten Gymnasiasten, die noch 13 Jahre Zeit zum Lernen hatten.

„Die besten Abiturienten kommen bei uns gleichmäßig aus beiden Jahrgängen“, sagt Winfried Baßmann, Leiter des Kurt-Schwitters-Gymnasiums. An der Goetheschule haben die Schüler aus dem 12. Jahrgang sogar tendenziell besser abgeschnitten als der 13. Jahrgang. „Die allerbesten Schüler kommen aber aus der Gruppe der Älteren“, sagt Schulleiter Wilhelm Bredthauer. Ewald Wirth, Leiter der katholischen St.-Ursula-Schule, hat noch keine genaue Auswertung der Noten seiner 234 Abiturienten vorliegen, zeigt sich aber ausgesprochen zuversichtlich. „Ich habe einen sehr guten Eindruck. Die landesweit zentral formulierten Aufgaben waren gut machbar.“ Auch Kurt Veith, Leiter der Leibnizschule, schätzt, dass das Abitur des Doppeljahrgangs ähnlich wie in anderen normalen Jahren ausfallen wird. „Auf jeden Fall waren die Prüfungen nicht schwerer als sonst“, betont der Schulleiter. Mehr als 20 der 102 Abiturienten an der Leibnizschule werden sich über ein Einser-Zeugnis freuen dürfen. Einen Vergleich zwischen den beiden Jahrgängen hat die Schule noch nicht gezogen.

Leicht verfälscht werden die Ergebnisse dadurch, dass an manchen Gymnasien nennenswerte Gruppen von Schülern dem Abitur nach acht Jahren (G-8) auswichen, indem sie sich freiwillig ein Jahr zurückversetzen ließen. An der Humboldtschule meldeten sich 111 G-9-Schüler zum Abitur an, aber nur 56 G-8-Schüler. Auch Baßmann beobachtete das Phänomen am Kurt-Schwitters-Gymnasium. Aus dem 13. Jahrgang gingen 60 Schüler in die Prüfungen, aus dem 12. Jahrgang nur 48.

Ein anderes Phänomen wollen Schulleiter nicht bestätigen: Unter Schülern kursierte nach den ersten Abiturklausuren das Gerücht, dieses Jahr werde alles besonders einfach – schließlich werde das Kultusministerium sich beim öffentlich genau beobachteten Doppelabitur keine Blöße geben wollen. Henning Lawes, Leiter der Humboldtschule, widerspricht: „Einige Schüler haben sich das eingeredet und sich damit vertan“, sagt er. Der Schwierigkeitsgrad der Abituraufgaben sei angemessen gewesen, sagt Doris Espel, Leiterin der Schillerschule. Sie führt dies darauf zurück, dass man seit der Einführung des Zentralabiturs mit landesweit einheitlichen schriftlichen Aufgaben im Jahr 2006 an Erfahrung gewonnen habe. „In den Fragen sind keine Fehler mehr aufgetaucht wie in den ersten Jahren. Und wir Lehrer wissen inzwischen, wie wir die Schüler am besten vorbereiten.“ Auch Wilhelm Bredthauer, Leiter der Goetheschule, bescheinigt dem Kultusministerium sorgfältige Arbeit – was erwartbar gewesen sei. „Ein Misslingen des Doppelabiturs hätte einfach Wellen geschlagen.“

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