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Aus der Stadt HAZ-Aktion: Ein letztes Mal auf die Waterloosäule
Hannover Aus der Stadt HAZ-Aktion: Ein letztes Mal auf die Waterloosäule
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00:21 12.09.2015
Abwechslungsreiches Programm: Zu erkunden ist zum Beispiel die Waterloosäule. Quelle: Meding
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Hannover

Von 2016 an bietet die Marketinggesellschaft nur noch kommerziell Aufstiege auf die Säule an. Weil bundesweit das Thema des diesjährigen Denkmalstags „Handwerk, Technik, Industrie“ ist, gibt es erstmals Führungen im historischen Bahnausbesserungswerk Leinhausen. Und das Historische Museum lädt zu einer ganzen Reihe Veranstaltungen ein.

Bahnausbesserungswerk: Die Bahn hat sich 2010 von dem Gelände am Rande Leinhausens getrennt. Ersteigert hat ein hannoverscher Immobilienentwickler das Areal, das mit 26 000 Quadratmetern Fläche und rund einem Dutzend Häusern fast die Dimension eines kleinen Dorfes hat. Kunstvoll gemauerte, große Magazingebäude, das zierliche Signalwerkstatthaus, große Sandsteintreppenhäuser, Lastenaufzüge und die viel Licht einlassenden Fenster geben ein beeindruckendes Bild davon, wie wichtig das Ausbesserungswerk der Bahn war, als noch Dampflokomotiven gewartet und Waggons von Hand repariert wurden. Schmuckstück ist der kleine, kugelige Wasserturm mit dem Stahltank, der inzwischen technisch restauriert ist. Bauhistoriker Sid Auffarth vom Ortskuratorium der Stiftung Denkmalschutz bietet am Sonntag zusammen mit dem Projektentwickler Führungen um 11, 13 und 15 Uhr an. Treffpunkt: Einbecker Straße 1.

Waterloosäule: HAZ und Baudenkmalstiftung bieten am Sonntag letzte ganztägige Gelegenheit, die Siegessäule kostenlos zu erklimmen. Von 10.30 bis 16 Uhr sind es Aufstiege auf das gut 46 Meter hohe Bauwerk möglich. Wie immer gibt es keine Gelegenheit zu Reservierungen. Um Warteschlangen zu vermeiden (es dürfen immer nur zehn Interessierte hoch), kann man sich ab 10 Uhr in Teilnehmerlisten zu Füßen der Säule für eine Uhrzeit eintragen und dann die Zeit bis zum Aufstieg überbrücken, indem man solange ein anderes Denkmal besucht, über den Flohmarkt bummelt oder in der Stadt einen Kaffee trinkt.

Kapelle in der Landesdenkmalpflege: Das Landesamt für Denkmalpflege befindet sich im ehemaligen St.-Vinzenz-Stift (Scharnhorststraße 1). Die dort in diesem Jahr komplett restaurierte Kapelle gilt als einer der wenigen Krankenhaus-Sakralbauten des Historismus in Hannover. Von 10 bis 16 Uhr gibt es Führungen von Rocco Curti, Professor Erwin Stadlbauer, Kerstin Klein und Bernhard Recker.

Museum August Kestner: Erstmals ist das Kestnermuseum neben dem Neuen Rathaus (Trammplatz 3) dabei - mit einem ganz besonderen Aspekt. Denn das Gebäude ist ein Denkmal im Denkmal. Unter Schutz steht die 1961 errichtete Außenfassade - aber auch das Portal des ursprünglichen Neorenaissance-Bauwerks, das trotz Kriegszerstörungen im Inneren der Nachkriegshülle steht. Von 11.30 bis 13 Uhr bietet Architekt Tev Wilhelmsen eine Führung mit Vortrag zu dieser besonderen Geschichte an. Ab 14 Uhr gibt es außerdem Einblicke in die Silberschmiede.

Historisches Museum und Beginenturm: Im Historischen Museum gibt es ein umfangreiches Programm zu Handwerk und Industrie. Die fahrtauglichen Hanomag-Wagen sind zu sehen (ab 10.30 Uhr), es gibt Führungen ins Magazin (11 und 16 Uhr) und im Beginenturm (12 und 13 Uhr, Anmeldungen unter (05 11) 16 84 39 49 empfohlen), eine Familienführung (11.30 Uhr) sowie diverse Handwerks- und Gartenbauvorführungen.

Weitere Orte: Geöffnet ist das Landesarchiv von 10 bis 18 Uhr, das 300 Jahre alte Prunkgebäude gilt als ältester Archivzweckbau Deutschlands. Führungen gibt es im Döhrener Turm (11 bis 16 Uhr), zudem sind zahlreiche Kirchen geöffnet. Von 13 bis 17 Uhr gibt es einen Infostand am KZ-Gedenkstein Limmer (Sackmannstraße/Stockhardtweg), und der Kalkringbrennofen im Willy-Spahn-Park (Mönckebergallee) kann von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden.

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