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Aus der Stadt HAZ-Bildband zeigt „Hannover aus der Luft“
Hannover Aus der Stadt HAZ-Bildband zeigt „Hannover aus der Luft“
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19:46 25.08.2015
Hannovers Mitte mit dem Kröpcke und der gut erkennbaren Oper.
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Hannover

Die Marktkirche ist schon da. Das Opernhaus auch. Und natürlich das Neue Rathaus, das seinen Namen damals noch ganz zu Recht trägt: Zwischen dem Maschteich und dem alten Kestner-Museum liegt es da wie ein Miniaturgebäude inmitten der Landschaft einer Modelleisenbahn. Das nahe Landesmuseum trägt seine Kuppel noch wie eine Krone – später sollte diese ein Opfer des Bombenkriegs werden. Und natürlich ist die Aegidienkirche noch keine Ruine auf diesen Luftbildern, die um 1915 entstanden sind.

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Die Stadthalle vor 100 Jahren...

Damals, zur Zeit des Ersten Weltkriegs fertigte die Vahrenheider Flieger-Ersatzabteilung 5 die ersten Luftaufnahmen der Stadt an. Fast ein Jahrhundert lang blieben die Fotoschätze unbeachtet, lange schlummerten sie im Bildarchiv des Historischen Museums. Jetzt sind sie in dem HAZ-Bildband „Hannover aus der Luft“ neu zu entdecken. In dem Buch stehen ihnen aktuelle Bilder gegenüber, die der Fotograf Martin Elsen aus annähernd denselben Perspektiven aufgenommen hat wie die Militärs um 1915. Kenntnisreich und kurzweilig beschreibt dazu Ronald Clark, Direktor der Herrenhäuser Gärten, wie die Stadt sich seither entwickelt hat.

Der Wasserturm an der Vahrenwalder Straße beispielsweise lag vor einem Jahrhundert größtenteils noch auf freiem Feld – heute gruppiert sich um ihn eines der großen Gewerbegebiete. Am Emmichplatz scheint der ohrförmige Bau der Musikhochschule aus der Eilenriede herausgewachsen zu sein. Und auf dem Welfenplatz, der damals vor allem Exerzier- und Reitplatz war, sind Schule, Kindergarten und Spielplatz entstanden. So hat sich mit der äußeren Gestalt auch das soziale Gefüge der Stadt verändert.

Früher war eben nicht alles besser

An markanten Punkten wie dem vertrauten Kuppelsaal oder der Waterloosäule findet das Auge auf den alten Bildern Halt. Und dort, wo Gebäude verschwunden sind oder neu geschaffen wurden, bieten die meist unveränderten Straßenzüge oft noch Orientierung. Etwa in der Südstadt: Wie ein Gerippe waren die Straßen um den Stephansplatz 1915 bereits angelegt; einige Wohnhäuser – besonders an Straßenecken – standen ebenfalls schon. „Auf dem Stephansplatz“, schreibt Gartenexperte Clark mit Blick auf die alten Luftbilder, „dürften die Bäume schon um 1900 gepflanzt worden sein, weil die Kronen bereits gut entwickelt sind.“ 

Der Erste Weltkrieg stoppte den Ausbau der Südstadt; erst in den Zwanzigern traten dort die charakteristischen dunklen Klinkerwohnblocks im Stil des Backsteinexpressionismus neben die älteren Gebäude. Verändert hat sich auch der Große Garten: Die Ornamente in den Beeten sind vor 100 Jahren noch weit schlichter gehalten als heute. Früher war eben nicht alles besser.

Mit klugen Texten und beeindruckenden Bildern schlägt dieser Bildband so einen Bogen über ein ganzes Jahrhundert. Er bietet eine spannende Entdeckungsreise in Hannovers Vergangenheit. Doch eigentlich führt diese Reise direkt in Hannovers Gegenwart.

Buch und Vortrag

Das HAZ-Buch „Hannover aus der Luft – damals und heute“ von Ronald Clark hat 120 Seiten und kostet 16,90 Euro. Sie erhalten es im Online-Shop unter shop.haz.de (zuzüglich 2,90 Euro Versandkosten, ab einem Warenwert von 30 Euro versandkostenfrei). Telefonisch ist es unter der kostenfreien Servicerufnummer (08 00) 1 518 518 zu bestellen. Es ist auch in den HAZ-Geschäftsstellen, beispielsweise Lange Laube 10 in Hannover, zu erhalten.

Autor Ronald Clark stellt den Band in einem Vortrag am 7. September, 19.30 Uhr, im Pressehaus, August-Madsack-Straße 1, vor. Karten gibt es unter anderem an den HAZ-Geschäftsstellen, im Laporte-Kartenshop beziehungsweise online unter tickets.haz.de für 7 Euro, Abonnenten zahlen nur 5 Euro. be

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