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Aus der Stadt HAZ-Leser besichtigen den Landtagsbau
Hannover Aus der Stadt HAZ-Leser besichtigen den Landtagsbau
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00:29 09.10.2015
„Herr Busemann macht das sehr launig“: Baustellenbegehung mit Präsident. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Noch stehen überall Metallstützen, auf dem Betonboden stehen Pfützen, doch vor dem geistigen Auge des Bauherrn wird die neue Gaststätte im Landtag schon lebendig. Hier sei die Bar, erklärt Landtagspräsident Bernd Busemann, da vorne gehe es zum Plenarsaal, „und draußen, da sitzen Touristen auf der Terasse und trinken Kaffee“. Tatsächlich nimmt der Landtagsbau rasant Formen an, und 14 HAZ-Leser konnten das alles genau erkunden. Im Rahmen der Aktion „Mit der HAZ Großes erleben“ bekamen sie von Landtagspräsident Busemann persönlich die Baustelle am Leineschloss erklärt.

Den Besuchern war der Streit um den Denkmalschutz des 1962 fertig gestellten Plenarsaals des Architekten Dieter Oesterlen noch in lebhafter Erinnerung. „Ich habe die Diskussion in der Zeitung verfolgt“, sagte HAZ-Leserin Sigrid Kluge. Deshalb habe sie die Chance wahrnehmen wollen, sich jetzt selber ein Bild von der Baustelle zu machen. „Ich möchte wissen, was aus dem Bau von Herrn Oesterlen wird“, sagte auch Leserin Karin Buerschaper. Ihr habe nicht jedes Gebäude des Architekten gefallen, aber er sei ohne Zweifel prägend für Hannover gewesen. Ihre Erwartung an den Umbau des Landtags: „Ich hoffe, es wird was Schönes.“

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HAZ-Leser besichtigen Baustelle am Landtag - und Landtagspräsident Bernd Busemann leitet die Führung.

Busemann räumt ein, dass er sich nicht immer sicher war, ob man diesen Spagat schaffen könnte: etwas schönes Neues zu schaffen und gleichzeitig das Andenken des Alten zu bewahren. Früh habe er dafür Oesterlens Erben Georg Bissen eingebunden. Als der Stiefsohn extra aus Tokio anreiste und zum Besuch beim Landtagspräsidenten seinen Anwalt mitnahm, habe er sich zunächst auf schwierige Verhandlungen eingestellt, erzählt Busemann. Doch dann sei man sich schnell einig gewesen: Die äußere Form des Oesterlen-Gebäudes solle bewahrt bleiben, im Inneren habe dagegen das „Parlament das Primat“, so Busemann.

Und dort im Inneren gehen die Bauarbeiten mittlerweile in Riesenschritten voran. Im Juli war Grundsteinlegung im komplett entkernten Gebäude, nun stehen schon die Wände der Leinegaststätte, außerdem liegen die Böden des 690 Quadratmeter großen Plenarsaals und des 705 Quadratmeter großen Foyers - mehr Platz als vorher. „Die Parlamentarier werden weniger, das Parlament wird größer“, scherzt Busemann, und fügt hinzu: „Aber es wird schön.“

Am 7. Dezember soll Richtfest gefeiert werden, noch vor Weihnachten soll dann das Dach fertig sein. Man liege voll im Kosten- und Zeitplan, sagt Busemann nicht ohne Stolz. Wenn alles so weiterlaufe, werde der neuen Landtagsplenarsaal im Sommer 2017 fertig sein.

„Spannend“ sei der Ausflug auf die Landtagsbaustelle gewesen, meint anschließend HAZ-Leser Lars Holderbach. Er freue sich, in zwei oder drei Jahren das fertige Gebäude sehen zu können. Und auch für den Gastgeber hat er nach der Führung ein Lob: „Herr Busemann macht das sehr launig.“

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