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Das sagen HAZ-Leser zu Mario Barths Opern-Schelte

RTL-Sendung Das sagen HAZ-Leser zu Mario Barths Opern-Schelte

Ist es richtig, dass Opern in Deutschland staatlich subventioniert werden? TV-Comedian Mario Barth ist die Förderung ein Dorn im Auge. In seiner RTL-Fernsehsendung "Mario Barth deckt auf" hat er sich am Mittwochabend auch die Staatsoper Hannover vorgenommen. Bei HAZ-Lesern löste Barth mit seinem Beitrag eine kontroverse Diskussion aus. 

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Quelle: HAZ-Collage

Hannover. TV-Comedian Mario Barth hat sich in seiner RTL-Sendereihe "Mario Barth deckt auf" am Mittwochabend die Staatsoper Hannover vorgenommen. In der Show zeigte der Komiker kein Verständnis für die Kulturförderung. Im besonderen war ihm die staatliche Subventionierung von Opernhäusern ein Dorn im Auge.

Die Sendung hat auf der HAZ-Facebook-Seite für kontroverse Diskussionen geführt. Viele Leser zeigten sich empört über das Kultur-Verständnis des TV-Comedians. "Sicher, Kulturförderung ist teuer, aber wertvoll. In heutiger Zeit vielleicht wertvoller als jemals zuvor", kommentierte beispielsweise Andreas Huß und erhielt für diese Aussage dutzende Gefällt-mir-Angaben. Wichtig sei, dass damit tatsächlich Menschen erreicht werden und das gelingt. "Man muss hier zwar sicher regelmäßig prüfen, dass Inszenierungen nicht zum Selbstzweck verkommen, von Verschwendung zu sprechen, ist aber Unfug."

In der Sendung argumentierte Mario Barth, dass ohnehin nur Menschen in die Oper gehen würden, die sich das ohne Probleme leisten können und die auch in der Lage wären, mehr dafür zu bezahlen. Kommt die Kulturförderung also bei den Falschen an? Facebook-Nutzerin Bine Ladyrose widersprach hier vehement. "Das Opernhaus Hannover war mein erster Kontakt zur "Kultur", als wir mit der Schule dort waren, und die Faszination, die diese Einrichtungen seitdem auf mich ausüben, ist immer noch da."

Yann Cébron schlug mit seinem Facebook-Kommentar in eine ähnliche Kerbe. Schließlich würden sich Schüler ohne Förderung wohl kaum noch Opernbesuche leisten können. "Im Übrigen wären Karten selbst für "Reiche" fast unbezahlbar ohne Subventionen", ergänzte er weiter.

Und auch Claudia von Hanxleden zeigte sich empört über die Haltung von Mario Barth zur Kultur. "Einerseits jammern die Deutschen, dass ihre Werte, Kultur und Traditionen nicht genug gewürdigt und mit Füßen getreten werden. Andererseits heulen sie dann herum, wenn man sich effektiv um die Erhaltung von Kultur bemüht."

Doch es gab auch Zuspruch für die TV-Sendung. "Er hat doch recht", schrieb etwa Stephan Sprinkmann. "Opern sind auch Unternehmen, also müssen sie auch eigenverantwortlich wirtschaften." Es gäbe genug andere kulturell förderungswürdige Dinge. Auch Laura Paul findet, dass das Geld falsch investiert sei und das Argument, dass es sich die Jugend nur durch die Subventionen leisten könne, hält sie für unsinnig. "Die Jugend interessiert sich dafür nicht mehr", schreibt sie. Man solle lieber Kultur fördern, von der alle etwas haben.

Und auch Stephanie Tatge gibt Mario Barth recht: "Wenn ich das Publikum sehe, was in die Oper geht, dann müssten 80 Prozent der Karten nicht gefördert werden!" Zudem machte sie darauf aufmerksam, nicht die Kulturförderung per se in Frage zu stellen, sondern nur ob sie auch da ankomme, wo sie nötig sei. "Dies scheint auch mir nicht der Fall zu sein."

ewo

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