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Eine „Lüttje Lage“ vor 500 Zuhörern

HAZ-Lesung in der Marktkirche Eine „Lüttje Lage“ vor 500 Zuhörern

500 Zuhörer wollten sich das nicht entgehen lassen: HAZ-Redakteur Simon Benne hat am Donnerstag in der Marktkirche sein Buch „Erstgeborene, Mittelkind und Nesthäkchen“ vorgestellt, das seine besten Glossen um den Alltag mit drei Kindern vereint. Sein ehemaliger Kollege Hans-Peter Wiechers stand ihm dabei munter konternd zur Seite. 

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Simon Benne in der Marktkirche.

Quelle: Hagemann

Hannover. Simon Benne bringt es schnell auf den Punkt: „Das ist ja fast wie Weihnachten hier“, begrüßt der HAZ-Redakteur die rund 500 Zuhörer in der mehr als ausverkauften Marktkirche. Eng gedrängt und gut gelaunt erwarten sie, dass der „Lüttje Lage“-Autor seine Glossen liest, die sie eigentlich doch längst aus der Zeitung kennen. Doch die kleinen Geschichten aus Bennes Familien-Mikrokosmos machen neugierig. Auf den Vater, der so stoisch seine Erziehungsversuche scheitern sieht. Und dies tapfer mit tiefschwarzer Selbstironie zu schildern weiß. Wenn denn alles für bare Münze zu nehmen ist, was in so einer Glosse steht.

HAZ-Redakteur Simon Benne hat seine Glossen über den Alltag mit Kindern in der Marktkirche vorgelesen. Bei der Vorstellung seines Buches „Erstgeborene, Mittelkind und Nesthäkchen“ (7,90 Euro) wurde er unterstützt durch Hans-Peter Wiechers, der seit vielen Jahren zu den beliebtesten “Lüttje Lagen”- Autoren der HAZ zählt.

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Was im Februar mit der ersten Lesung zur Vorstellung des Glossen-Buch „Erstgeborene, Mittelkind und Nesthäkchen“ begann, ging am Donnerstag in die dritte Runde. Für die Veranstaltung von Marktkirchengemeinde und HAZ in der Kirche hat der bibelfeste Benne angemessene Glossen herausgesucht. Und schildert, wie er „im Dönerladen“ eigentlich nur Nahrung für die Familie holen will. Die streitlustigen Kinder lässt der Katholik zu Hause – und erlebt mit Dönerladen-Chef Abdelrahman eine Art Pfingst-Wunder: eine protestantische Familie, die im Imbiss ein Tischgebet spricht, auch noch höflich und friedlich miteinander umgeht.

Bei der Lesung steht Benne Hans-Peter Wiechers zur Seite, ehemaliger HAZ-Redakteur und unermüdlicher „Lüttje-Lagen“-Autor, der seine Sottisen ebenbürtig zu kontern weiß. Aus Bennes Mund klingt das dann so, als er den „Stargast des Abends“ begrüßt: „Die Jüngeren werden Wiechers kaum noch kennen. Er hat vor vielen Jahrzehnten selbst „Lüttje-Lagen“-Bücher geschrieben, die noch antiquarisch zu haben sein sollen, zwischen Platon und Plutarch. Bitte applaudieren Sie etwas länger.“ Wiechers erwidert grummelnd: „Ich dachte schon, ich müsste den ganzen Abend da hinten sitzen.“ An diesem Abend erfüllen Wogen von Lachen und Applaus das Kirchenschiff.

Glossen-Heldinnen sind auch da

Die drei Titelheldinnen der Benne-Geschichten sitzen derweil im Publikum. Sie dürfen das „ausnahmsweise“, denn es sind ja Osterferien. Marktkirchenpastorin Hanna Kreisel-Liebermann holt sie nach vorne. Acht, elf und zwölf Jahre sind die drei Töchter inzwischen. Nach der ersten Lesung im Anzeiger-Hochhaus, wo die Mädchen „ausnahmsweise“ auch zugegen waren, kam eine alte Dame auf die Glossen-Heldinnen zu. „Seid ihr nicht die Kinder aus dem Buch? Gebt ihr mir ein Autogramm?“ Alle drei meisterten die Herausforderung souverän, wie nicht anders zu erwarten. Und unterzeichneten mit „Erstgeborene“, „Mittelkind“ und „Nesthäkchen“.

Die vierte Lesung des Gespanns Benne–Wiechers am 1. April im Verlagshaus in Bemerode ist ebenfalls ausverkauft. Eine weitere Lesung ist im Sommer geplant, der Termin steht noch nicht fest.

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