Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Großer Frust und blanke Wut

Der HAZ Derby-Ticker Großer Frust und blanke Wut

Am Ende bleibt die Enttäuschung: Nach der Niederlage gegen Eintracht Braunschweig haben einige Randalierer für Krawall in Hannover gesorgt. Über 1000 Fans wollten an der HDI Arena mit der Mannschaft sprechen - vereinzelt wurde mit Pyrotechnik geworfen. Der Derby-Tag zum Nachlesen im Ticker.

Voriger Artikel
Derby und Shoppen: Das ist heute wichtig
Nächster Artikel
Motorradfahrer nach Unfall verstorben

Mannschaft in Bedrängnis: Die 96-Anhänger stellen die "Roten" vor dem Stadion zur Rede - und zünden Bengalos.

Quelle: Julian Stratenschulte

+++ 20:53 Uhr: Die Lage am Stadion hat sich beruhigt. Wir verabschieden uns damit von dem Live-Ticker und wünschen einen ruhigen Start in die kommende Woche.

Erste Polizeibilanz

Bei dem Polizeieinsatz nach dem Spiel in Hannover hat die Polizei zwei Fußballanhänger festgenommen. Sie hatten Glasflaschen auf Beamte geworfen.

Verletzt wurde jedoch keiner der Polizisten. Ein Hannover-96-Fan musste jedoch behandelt werden, nachdem ihn ein Polizeihund gebissen hatte.

Abgesehen von ihm wurde nach Informationen der Einsatzleitung niemand verletzt.

+++ 20:43 Uhr: Ein paar kleine Gruppen liefern sich noch Wortgefechte mit der Polizei, sonst ist aber nicht mehr viel los an der HDI Arena. Die Mannschaft und der Trainerstab sind inzwischen verschwunden.

+++ 20:21 Uhr: Langsam löst sich der Trubel um die HDI-Arena auf. Ein harter Kern von knapp 500 Anhängern spricht weiterhin mit Teilen der Mannschaft. Unter anderen ist Jan Schlaudraff zum Gespräch an den Zaun gekommen.

+++ 20.16 Uhr: Während sich die Mannschaft mehr oder weniger unbeteiligt im Hintergrund aufhält, spricht  Sportdirektor Dirk Dufner mit den Fans. Die halten ihm vor: „Wir sind keine Schwerverbrecher!“. Nachdem Dufner sie darauf hinweist, dass sie jedoch die Sicherheit im Stadion gewährleisten müssen, kommt zurück: „Damit verderbt ihr's uns!“ Einer der Fans sagt zu Dufner: „Weißt du eigentlich, wer wir sind? Das wirst du in Zukunft zu spüren bekommen!“

Etwa 1000 Fans demonstrieren mit einem Marsch für die „Grundrechte von Fußballfans“, 96-Anhänger werden mit Bussen eskotiert und am Abend schlägt Enttäuschung in Wut um. Die Ereignisse des Derby-Tages in Bildern.

Zur Bildergalerie

+++ 20:09 Uhr: Gegen die Fans ist 96-Trainer Korkut nicht angekommen und wieder vom Zaun verschwunden. Inzwischen ist die Mannschaft am Zaun erschienen. Einsatzkräfte der Polizei versuchen, für Sicherheit zu sorgen.

+++ 19:59 Uhr: 96-Trainer Tayfun Korkut und Kapitän Lars Stindl kommen zum Zaun. „Die Mannschaft hat alles gegeben“, soll der Trainer gesagt haben, was die Stimmung unter den Fans weiter angeheizt habe. Korkut steht inzwischen auf dem Zaun und spricht über eine Megafon mit den aufgebrachten Fans.

+++ 19:49 Uhr: Als weitere Vertreter der Mannschaft zu sehen waren, flog gleich ein weiterer Böller über den Zaun. Die 96-Fans machen ihrem Ärger weiter Luft - ein Gespräch mit der Mannschaft ist so jedoch nicht möglich. Auch unser Kameramann, der ein Video von der wütenden Menge für eine Fanumfrage dreht, wird bedroht.

+++ 19:44 Uhr: Als Sportdirektor Dirk Dufner zu sehen war, zündeten die Fans weitere Bengalos und Rauchbomben. Es scheint, als wenn die Mannschaft in Kürze mit den aufgebrachten Fans sprechen würde. Die Polizei versucht deeskalierend zu wirken und springt mit Lautsprecheransagen auf die Fans ein.

+++ 19:29 Uhr: Schlagartig zieht die Menschenmenge vom Stadionvorplatz an der Nordkurve in Richtung Stadionbad, wo der Mannschaftsbus von Hannover 96 ankommen soll. Die Stimmung wird aggressiver - Gesänge wie „Kind muss weg“ und „Wir ha'm die Schnauze voll“ sind zu hören. Böller und Gläser werden über den Zaun geworfen, auch Bengalos fliegen in Richtung Stadion. Einige Anhänger versuchen, über den Zaun zu klettern. Im Innenraum zwischen Zaun und Stadion baut sich die Polizei mit Hundertschaft und Wasserwerfer auf. Hunderte Fans sind am Stadion zusammengekommen.


+++ 18:55 Uhr: Die Polizei Braunschweig gibt an, vereinzelt Personalien einiger Fußballbegeisterter aufgenommen zu haben. Ansonsten soll es friedlich geblieben sein.

+++ 18.49 Uhr: Vor der HDI Arena wartet eine Fangruppe auf die Spieler. Dort ist es still - keine Gesänge, niemand schreit. „Die wissen gar nicht, was es bedeutet, dieses Trikot zu tragen“, schimpft einer der Fans über die Mannschaft.

+++ 18.40 Uhr: Ankunft auf dem Schützenplatz: Die ersten Fans sind mit den Bussen aus Braunschweig in Hannover angekommen.

+++ 18:25 Uhr: Allmählich sammeln sich die Bullis der Polizei vor der HDI-Arena in Hannover gegenüber der Nordkurve. Sie bereiten sich auf die Ankunft der Mannschaft aus Braunschweig vor.

+++ 18:16 Uhr: Die rund 500 Personen starke Gruppe, die sich vom Biergarten am Waterloo auf den Weg in Richtung Altstadt gemacht hat, hat sich aufgeteilt. Die eine Hälfte ist nun auf dem Weg in Richtung Stadion. Es wird vermutet, dass sie dort auf die Ankunft der Spieler warten. Die andere Hälfte zieht weiterhin in Richtung Altstadt. Die Einsatzkräfte der Polizei begleiten beide Gruppen.

+++ 18:00 Uhr: Die Polizei zieht am Friederikenplatz erste Randalierer aus der Menge und führt Personenkontrollen durch. Es kommt weiter zu Wortgefechten und Attacken auf die Beamten.

+++ 17:52 Uhr: Im Bereich Waterloostraße kam es zwischen Besuchern des Biergartens am Waterloo und Polizeibeamten zu einer Auseinandersetzung. Es gab Stein- und Flaschenwürfe auf die Einsatzkräfte der Polizei. Dazu wurden Knallkörper gezündet.

+++ 17:46 Uhr: Eine Gruppe von knapp 500 Menschen macht sich vom Biergarten am Waterloo auf den Weg in Richtung Altstadt. Die Polizeibeamten am Hauptbahnhof reagieren prompt: 15 Einsatzwagen schalten ihr Blaulicht an und rasen davon.

+++ 17:41 Uhr: Im Bus 14 herrscht beinahe Stille. Nur die schlechte Leistung der „Roten“ wird diskutiert.

+++ 17:38 Uhr: Kurz darauf kippt die Stimmung an der Nordkurve: Die ersten Flaschen fliegen, Knallkörper werden gezündet, einige vermummen sich. Die Polizeibeamten setzen ihre Helme auf und versucht, die Stimmung mit Lautsprecheransagen zu beruhigen.

+++ 17:34 Uhr: Auch in der Nordkurve in Hannover ist die Stimmung gedrückt. Die 96-Fans sind enttäuscht von ihrer Mannschaft.

+++ 17:28 Uhr : Schon vor dem Abpfiff suchten viele 96-Fans das weite. Draußen auf dem Parkplatz, auf dem die Bussen bereits zur Abfahrt parkten, hatten sich Beamte ausgestellt. Ein, zwei Fans wurde direkt aus der Masse gezogen. Sie waren offenbar während des Spiel ausgefallen. Einige der Fans, die schnelle die Busse besetzen wollten, gingen Fernsehjournalisten an, stellten sich vor die Kamera und beschimpften sie: "Ihr seid Schuld, ihr müsst immer alles hochspielen. Wegen euch müssen wir Bus fahren."

+++ 17:25 Uhr: Die Fans von Hannover 96 müssen enttäuscht die Heimreise antreten. Die ersten Busse sind bereits auf dem Weg nach Hannover. Immerhin eine gute Nachricht gibt es: Abgesehen von der Pyrotechnik, die in der Braunschweiger Fankurve gezündet wurde, gab es bis jetzt offenbar keine weiteren Zwischenfälle, weder im noch außerhalb des Stadions.

Die Lage für Hannover 96 wird immer prekärer: 0:3 verliert das Team von Trainer Tayfun Korkut das Derby gegen Eintracht Braunschweig.

Zur Bildergalerie

+++ 16:05 Uhr: In der Südkurve des Stadions wird Pyrotechnik gezündet. Via Facebook bittet die Polizei Braunschweig darum, das zu unterlassen.

+++ 15.17 Uhr: Die Fans von Hannover 96 wollen den Zug um 15.20 Uhr aus Braunschweig in Richtung Bielefeld nehmen. Dieser hält gegen 16 Uhr am Hauptbahnhof in Hannover.

+++ 15:04 Uhr: Die 96-Anhänger am Bahnhof haben wohl die Nase voll. Sie wollen den nächsten Zug zurück nach Hannover nehmen und dort die zweite Hälfte des Spiels schauen. Die ersten bewegen sich bereits zurück zum Bahnhof.

+++ 15:00 Uhr: Noch eine halbe Stunde bis zum Anpfiff. Am Bahnhof wird es ungemütlicher. Ein Teil der Demonstranten versucht die Braunschweiger auf der anderen Seite der Polizeisperren zu provozieren. Dort lässt sich aber niemand darauf ein.

+++ 14:55 Uhr: Vor gut 15 Minuten sind die Spieler von Eintracht Braunschweig am Stadion angekommen. Dafür gibt es großen Beifall von den Eintracht-Fans, die sich am Eingang versammelt haben. Das Murren mancher ist groß, es gibt nur alkoholfreies Bier an den Ständen.  Genauso wie im Stadion. Doch es ist friedlich. Aber warum sollte es anders sein? Sie wollen nur ein gutes Spiel sehen. Ein Derby mit Emotionen und einen guten Ausgang für die Eintracht. Wenige Meter vom Eingang belagern die Fans eine Tankstelle. Der letzt Stopp, an dem es Bier gibt. Auch dort ist es friedlich. Viele Braunschweiger haben sich auf das kleine Grün niedergelassen.

+++ 14:42 Uhr: Ein Teil der Demonstranten will den Kundgebungsplatz wieder verlassen und zurück nach Hannover fahren. Doch der Platz ist abgesperrt, die Polizei lässt niemand durch. Die Fans müssen bleiben.

+++ 14:34 Uhr: Nicht mal mehr eine Stunde bleibt bis zum Anpfiff. Hannover 96 hat seine Startaufstellung bekannt gegeben: Zieler - Rajtoral, Marcelo, Hoffmann, Schulz - Stindl, Andreasen, Bittencourt, Huszti - Ya Konan, Rudnevs.

+++ 14:31 Uhr: Gespenstische Stille auf dem Kundgebungsplatz: Die 96-Demonstranten sind ruhig. Sie werden von ein paar Hundert Braunschweigern beobachtet, die sich das Spektakel ansehen wollen. Viel zu sehen gibt es aber nicht. Absperrungen und Polizeibullys trennen beide Gruppen.

+++ 14:26 Uhr: Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius und Hannovers Polizeipräsident Volker Kluwe haben sich ein Bild von der Lage am Bahnhof gemacht. Sie sind jetzt auf dem Weg ins Stadion.

+++ 14:22 Uhr: Ganz ruhig steigen die Fans aus dem Zug, bis auf bellende Polizeihunde und den Hubschrauber, der über dem Bahnhof kreist, ist wenig zu hören. Auch am Stadion ist die Sitaution ruhig und friedlich. Das darf so bleiben!

+++ 14:18 Uhr: Die Spieler von Hannover 96 sind in Braunschweig eingetroffen. Auch der Zug am Bahnhof ist jetzt da.

+++ 14:15 Uhr: Der Braunschweiger Bahnhof gleicht einem Sicherheitstrakt: Absperrgitter, Wasserwerfer, Polizeihunde und vermummte Beamte. In wenigen Minuten soll hier der Zug aus Hannover eintreffen.

+++ 14:12 Uhr: Übrigens: Heute geht es eigentlich um Fußball. Das Spiel beginnt um 15:30 Uhr. Wir halten euch dann an dieser Stelle natürlich auch mit einem Ticker auf dem Laufenden.

+++ 14:00 Uhr: Der Einsatzleiter der Polizei in Braunschweig hat die Demo der Hannover-Fans nach hinten geöffnet. Weil die Veranstaltung am Braunschweiger Hauptbahnhof mit Verspätung beginnt, darf sie auch später enden. Eine genaue Uhrzeit hat er nicht festgelegt. Derzeit warten die Polizisten in Braunschweig noch auf den Zug aus Hannover. Der soll in etwa einer Viertelstunde eintreffen.

+++ 13:56 Uhr: Was für ein Kontrast: Während rund um das Derby ein Polizeigroßaufgebot unterwegs ist, genießt Hannover die Sonne und den verkaufsoffenen Sonntag.

+++ 13:45 Uhr : Aus anderen Bussen hört man, dass so einige Plätze frei geblieben sind. In Bus 21 allein sind es 14.

+++ 13.33 Uhr: Der Zug, mit dem die Fan-Gruppe aus Hannover Richtung Braunschweig reisen soll, ist mit einer Verspätung von einer kappen halben Stunde abgefahren. Die mit 600 Fans und einem massiven Polizeiaufgebot besetzte Bahn sollte bereits um 12.55 Uhr den Hauptbahnhof in Hannover verlassen. Die übrigen Fans müssen auf die nächste Bahn warten. Die soll um 13:55 Uhr kommen.

+++ 13:30 Uhr: Noch zwei Stunden bis zum Anpfiff. Mittweile hat Bus 9 Braunschweig erreicht. Die Fans halten Ausschau nach dem Gelb-Blau Geschmückten. So richtig viel finden sie. "Guck, Ikea. Das sieht bei uns auch so aus". Die Sprüche Werden derber. Langsam wird es eine Auswärtsfahrt.

+++ 13:25 Uhr: Die Betonung liegt dabei auf "soll". Der Zug steht nämlich noch immer in Hannover. 100 Fans stehen noch immer am Bahnsteig. Die Demonstration am Hauptbahnhof in Braunschweig ist deshalb nach hinten verlegt worden. Neuer Beginn ist 14:45 Uhr - eine kritische Uhrzeit. Die Polizei ist auf alles gefasst.

+++ 13:20 Uhr: Am Hauptbahnhof in Braunschweig derweil gespannte Ruhe. Die Polizei wartet auf die Demonstranten, die mit dem Zug in die Stadt kommen. Die Bahn soll um 13:40 Uhr dort eintreffen.

+++ 13:15 Uhr: Über die Ereignisse im Hauptbahnhof Hannover dürften sich auch einige Besucher und Leute mit Shoppinglaune wundern: Vor einer Viertelstunde ist der Verkaufsoffene Sonntag in der Innenstadt gestartet.

+++ 13:10 Uhr: Auch am Hauptbahnhof wird es hitzig. Mehrere 96-Fans diskutieren mit dem Einsatzleiter der Polizei. Die hat den Zug für voll erklärt - es stehen aber noch etwa 100 Fans am Bahnsteig.

+++ 13:07 Uhr: Der vierte Buskonvoi ist gestartet. Ein Hubschrauber begleitet ihn. In der Braunschweiger Innenstadt sind einzelne Fangruppen unterwegs. Auch Pyrotechnik ist gezündet worden.

+++ 13:03 Uhr: Am Hauptbahnhof wird es hektisch. Hier und da wird gebrüllt, alles ist ein wenig lauter. Den 96-Fans passt es nicht, dass sie nur in kleinen Gruppen auf den Bahnsteig dürfen. Grund: Der Regionalzug ist recht klein, er hat nur vier Wagen. Einen zweiten Zug wird es nicht geben. Wer nicht mehr in den Zug passt, hat Pech gehabt.

+++ 12:58 Uhr: RE4847 – das ist der Zug, der die Demonstranten von Hannover nach Braunschweig bringen soll. Die Bahn ist eingefahren, die 96-Anhänger können nun in den Zug gelassen werden. Mittlerweile sind auch erste Fangesänge zu hören.

+++ 12:55 Uhr: Großes Thema im Bus ist die Karten-Verlosung für das Spiel. „Beschneidung der Menschenrechte“, sagen die einen, „völliger Blödsinn“, sagen die anderen. Carmen Germun kann der Fahrt mit dem Bus auch nicht viel abgewinnen. „Das hat mit einer Auswärtsfahrt nichts zu tun“, sagt die Hannoveranerin und erinnert sich an die Fahrt nach Berlin vor wenigen Wochen. Mit ihren Freunden, die allesamt Dauerkarten haben, war sie unterwegs. „Die Stimmung war klasse, nur nicht wegen des Sieges!"

+++ 12:48 Uhr: Auch der zweite Konvoi ist auf dem Weg zum Derby. So richtige Derbystimmung kommt in Bus 9 allerdings nicht auf. Kein Gesang, gar nichts. Erst kurz nach Peine geht ein Raunen durch den Bus. Die Karten werden verteilt. Endlich. Die Reaktion auf die Karten: nun, die Optik passt niemandem. Ein großes Logo der Eintracht ziert das gute Stück.

+++ 12:38 Uhr: Die Reisenden am Hautobahnhof sind sichtlich genervt von dem Massenauflauf der 96-Fans. Sie versuchen verzweifelt, mit ihren Rollkoffern durch die Menschenmenge zu ihrem Gleis zu kommen.

+++ 12:32 Uhr: Im Hauptbahnhof in Hannover ist es zur gleichen Zeit voll - am Aufgang zum Bahnsteig der Gleise 9 und 10. Von dort sollen die Demonstranten nach Braunschweig abfahren. Noch aber steht dort ein Intercity, der um 12:36 Uhr abfahren soll. Erst dann werden die 96-Anhänger auf den Bahnsteig vorgelassen.

+++ 12:30 Uhr: Der erste Bus aus Hannover ist am Stadion angekommen. Die Fans werden direkt am Gäste-Fanblock aussteigen, die Polizei achtet auf strikte Trennung beider Fangruppen.

+++ 12:27 Uhr: Braunschweigs Innenstadt ist wie ausgestorben. Die meisten Fans sind bereits am Stadion. Noch ist alles friedlich, die meisten der Beteiligten hoffen, dass das auch so bleibt. Ob sich diese Hoffnung erfüllt, wird sich gleich zeigen, wenn die ersten Busse aus Hannover eintreffen.

+++ 12:15 Uhr: In einer Viertelstunde soll der erste Bus mit 96-Fans in Braunschweig ankommen. Um 13:41 Uhr wird dann der Zug mit den Demonstranten am Bahnhof erwartet. Dort musste die Braunschweiger Polizei etwa 30 Autos umsetzen. Sie waren direkt neben dem geplanten Kundgebungsort abgestellt.

+++ 12:08 Uhr: Wegen des Derbys kann es heute auch für andere Reisende zu Behinderungen kommen. Die Bundespolizei hat eine offizielle Verfügung für die Bahnhöfe in Hannover und Braunschweig, sowie alle Zugverbindungen zwischen den beiden Städten zwischen 5 und 22 Uhr erlassen. In diesem Zeitraum ist es strikt verboten, Glasflaschen und pyrotechnische Gegenstände mit sich zu führen. Wer gegen die Auflagen verstößt, bekommt einen Platzverweis und muss 250 Euro bezahlen. Der Schritt war notwendig geworden, weil betrunkene Fußballchaoten in der Vergangenheit Glasflaschen auf Polizisten und gegnerische Fans geworfen und bei der Einfahrt der Züge in den Bahnhof Böller und bengalische Feuer gezündet hatten.

+++ 11:55 Uhr: Am Schützenplatz läuft derweil die Kontrolle der Busreisenden. Gegen 11:30 Uhr sind die ersten Busse in Richtung Braunschweig abgefahren.

+++ 11:53 Uhr: Danach zieht der Demozug weiter in Richtung Hauptbahnhof. Dort soll um 12:55 Uhr der Zug nach Braunschweig gehen. Dort - am Hauptbahnhof in Braunschweig - stellt man sich bereits auf die für 14 Uhr angemeldete Kundgebung der Fußballfans aus Hannover ein. Der Platz direkt vor dem Bahnhof wurde umfassend abgeriegelt. Die Polizei werde alles daran setzen, dass die Demonstranten nicht in die Innenstadt oder zum Stadion gelangen, sagte der Polizeisprecher Sven-Marco Claus.

+++ 11:48 Uhr: Auch Rechtsanwalt Andreas Hüttl spricht bei der Kundgebung. Er verkündet, dass die Anwälte von Hannover 96 bei der Klage von 86 96-Fans gegen die Anreise-Bestimmungen einen Befangenheitsantrag gegen die Richterin gestellt hätten – und somit eine Entscheidung noch vor dem Derby verhindert hätten. Bereits am Freitag hatte das Amtsgericht entschieden, dass zehn Inhaber von Auswärtsdauerkarten nicht zur Anreise mit den Bussen gezwungen werden können. Hüttl zeigte sich sicher, dass auch die anderen 86 Fans mit ihrer Klage Erfolg gehabt hätten. Nun stelle sich die Kostenfrage, der Anwalt sei überzeugt, dass Hannover 96 dafür aufkommen müsse. Außerdem sagte er: „Hannover 96 macht die Fans für die Kosten verantwortlich. Dabei provoziert Hannover 96 diese selbst“

+++ 11:34 Uhr: Bei der Zwischenkundgebung am Stadion werden die Verhaltensregeln für die Zugfahrt nach Braunschweig erklärt: Kein Alkohol, keine Waffen, keine Sturmhauben. Man wolle jetzt gemeinsam zum Hauptbahnhof gehen, um in den Zug nach Braunschweig zu steigen und dort von 14 bis 16 Uhr eine weitere Kundgebung am Bahnhof abzuhalten.

+++ 11:31 Uhr: Die Demo hat mittlerweile das Stadion erreicht. Hier gibt es eine Zwischenkundgebung.

+++ 11:23 Uhr: „In den Farben getrennt, in der Sache vereint. Gruss aus Hannover nach Braunschweig, für einen hoffentlich friedlichen Fussball Tag!“ - Dieser Facebook-Kommentar drückt aus, was wohl viele der Fans von Hannover 96 und Eintracht Braunschweig denken.

+++ 11:12 Uhr: Beamte der Polizei haben zahlreiche Autobahnraststätten zwischen Hannover und Braunschweig abgesichert, um privaten Begegnungen der Fangruppen aus Braunschweig und Hannover zuvorzukommen. Auch ein Hubschrauber der Polizei ist bereits im Einsatz. Braunschweiger Fans haben es sich trotzdem nicht nehmen lassen, ein Plakat auf einer Brücke über der A2 auszubreiten, auf dem sie ihre Mannschaft anfeuern.

+++ 11:09 Uhr:   Die Polizei gibt die ersten Zahlen zur Demo bekannt. Waren zuvor auf dem Opernplatz nur etwa 450 Fans zu sehen, ist der Demozug jetzt auf 1000 Personen angewachsen. Die Gruppe hat das Rathaus fast erreicht, gleich biegen die Demonstranten in die Lavesallee ab.

+++ 10:58 Uhr: Die mittlerweile 450 Demonstranten auf dem Opernplatz ziehen los. Auf Plakaten und Bannern fordern sie „Reisefreiheit“ für Fußballfans. "96 macht seine eigenen Gesetze",  "96 pfeift auf unsere Grundrechte" oder "Wo sind unsere Volksvertreter? Bei Kind in der VIP-Lounge!" ist darauf zu lesen. Die Stimmung ist friedlich und entspannt. Bislang haben sich keine Vermummten blicken lassen. Nach Ausschreitungen sieht es hier trotz des großen Polizeiaufgebots nicht aus.

+++ 10:53 Uhr: Die 2200 hannoverschen Derbykartenbesitzer werden mit rund 50 Bussen vom Schützenplatz ins etwa 70 Kilometer entfernte Braunschweiger Stadion gebracht. Sie fahren in kleinen Konvois zu je sieben Fahrzeugen. Alle Busfahrten werden von der Polizei begleitet. „Die ersten Busse verlassen Hannover gegen 11.30 Uhr, der letzte fährt  um 13.30 Uhr ab“, sagt Braunschweigs Polizeisprecher Thomas Geese.

+++ 10.51 Uhr: Die Lage am Schützenplatz ist ruhig und friedlich. Am Gilde-Tor werden Zirkusbesucher von 96-Fans getrennt und kontrolliert und letztere in die Busse verfrachtet.

+++ 10:40 Uhr: Sowohl in Hannover als auch in Braunschweig sorgt heute ein Großaufgebot der Polizei für die Sicherheit während des Derbys. Die 2600 Beamten der Landespolizei werden verstärkt durch rund 700 Kollegen der Bundespolizei.

+++ 10:30 Uhr: Auch am Schützenplatz ist die Polizei auf alles vorbereitet. Für den Fall der Fälle stehen hier Wasserwerfer bereit.

+++ 10:20 Uhr: Schon jetzt strömen die 96-Fans auf den Opernplatz. 300 bis 400 größtenteils schwarz gekleidete Demonstranten haben sich bereits versammelt. Sowohl auf dem Opernplatz als auch auf dem Schützenplatz herrscht ein massives Polizeiaufgebot.

+++ 10:10 Uhr: Von 11 Uhr an wollen sich etwa 1000 Fans am Opernplatz versammeln und mit einem Marsch über Windmühlen- und Osterstraße zur Waterloostraße und wieder zurück in die Innenstadt für die „Grundrechte von Fußballfans“ demonstrieren. Die hannoverschen Ultras laufen damit Sturm gegen die Anreise-Bestimmungen von Hannover 96. Mehr als 2000 Fans werden gezwungen sein, in rund 50 von der Polizei eskortierten Bussen nach Braunschweig zu reisen.

+++ 10:05 Uhr: Den Höhepunkt der Provokationen zwischen den Fans beider Vereine markierte ein totes Lamm, das am Freitag am Trainingsgelände von Hannover 96 aufgehängt worden war. Neben dem Kadaver des Tieres war ein Schild befestigt mit der Aufschrift: „Am Sonntag geht euch Mistviechern die Luft aus.“ Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Noch sind die Hintergründe der grausigen und geschmacklosen Tat unklar.

Drei Punkte sollten her, am Ende mussten sie sich die Punkte teilen: Hannover 96 und Eintracht Braunschweig trennten sich im November 2013 mit 0:0. Es war das erste Niedersachsen-Derby der beiden Teams in der Bundesliga seit 37 Jahren.

Zur Bildergalerie

+++ 10:00 Uhr: Guten Morgen an diesem sonnigen Sonntag. Das Wetter mag so gar nicht zu der brisanten Stimmung passen, die sich in dieser Woche vor dem Derby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig aufgestaut hat. Dennoch hoffen die Polizei und beide Sportvereine, dass das Derby friedlich bleibt.

sag/jos/jki/tm/no

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Fakten zum Niedersachsenderby
Foto: Eine Szene des letzten Derbys: Leon Andreasen spielt gegen Braunschweigs Dennis Kruppke.

Zeit für den Anpfiff: Die HAZ hat die fünf wichtigsten Fakten vor dem Derby zwischen der Eintracht Braunschweig und Hannover 96 noch einmal zusammengestellt.

mehr
Mehr Aus der Stadt

Sie wollen auch einen kleinen Beitrag leisten, um Flüchtlingen in der Region zu helfen? Dann sind Sie hier genau richtig. Das HAZ-Portal "Hannover hilft" bringt freiwillige Helfer aus der Bevölkerung und die professionellen Hilfsorganisationen zusammen – damit die Hilfe dort ankommt, wo sie benötigt wird. mehr

Anzeige
Maschseefest bei Nacht

Hell und bunt, so leuchtet das Maschseefest, wenn die Sonne hinter dem Horizont verschwunden ist.