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Daumen hoch bei Facebook reicht nicht mehr

HAZ-Talk zu Social Media Daumen hoch bei Facebook reicht nicht mehr

Vor ein paar Jahren hätte ein HAZ-Talk zu Social Media vielleicht noch in einer wenig beachteten Ecke stattgefunden. Am Donnerstag diskutierten Unternehmer bei der Wirtschaftsmesse prominent auf der Hauptbühne über Produktempfehlungen auf Facebook, Kritikmanagement bei Twitter und die Frage, ob man Fotos von Weihnachtsfeiern ins Netz stellen sollte.

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„Öffentlicher Kritik muss man sich auch öffentlich stellen“: Frank Buschmann (2. v. r.) spricht bei einer HAZ-Talkrunde auf der Wirtschaftsmesse über Social Media.

Quelle: Rainer Surrey

Hannover. Zu Gast war neben Helge Leinemann von der Exposive Medien Gruppe, Claudia Rinke von Schloms Umzüge und Carsten Meiners von NotReal Medien Design auch der TV-Kommentator Frank Buschmann. Der als Buschi bekannt gewordene Sportexperte ist im Netz ein Star und plädierte am Donnerstag für eine ehrliche Außendarstellung im Internet. „Es geht nicht darum, auf Facebook-Bildern den Daumen hochzustrecken, sondern darum, Geschichten zu erzählen“, sagte Buschmann. Eine Spedition zum Beispiel könne doch mit starken Charakterköpfen unter den Angestellten werben. Bloße Produktwerbung nutzt die Möglichkeiten der sozialen Medien nicht. Und wenn Produkte schlecht sind, schadet ein Facebook-Auftritt mehr, als er hilft.

Die Runde war sich einig, dass man als Unternehmen nicht unbedingt alle Social Media-Kanäle nutzen muss, aber alle Einträge von Nutzern ernst nehmen sollte. „Die Zeiten, in denen man negative Facebook-Kommentare mit dem Hinweis auf Kontaktadressen auf der Internetpräsenz beantwortet, sind vorbei“, sagte Buschmann. Man müsse sich öffentlicher Kritik auch öffentlich stellen - dafür gab’s Applaus der Zuhörer.

Bei einem zweiten HAZ-Talk sprach HAZ-Redakteur Lars Ruzic unter anderem mit Unternehmer Martin Kind und dem Wirtschaftsdezernenten der Region, Ulf-Birger Franz über Mindestlöhne, Frauen in Führungspositionen und die aktuelle Wirtschaftslage. „Wir spüren eine optimistische Grundstimmung“, sagte Franz. „Wir sind gut vernetzt und können uns den Rücken gegenseitig stärken“, sagte Birgit Feeß, Geschäftsführerin des Netzwerks Pro Hannover Region. Solche Twitternachrichten wünscht man sich doch von der Region.

Von Jan Sedelies

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