Am Donnerstag hat Geschäftsführer Bernd Kirsch Insolvenz für die beliebte Großgastronomie anmelden müssen, die er 2007 mit drei Partnern eröffnet hatte. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde Torsten Gutmann bestellt, der auch die Insolvenz der Herrenhäuser Brauerei abgewickelt hat. „Wir haben schon Gespräche geführt. Der Betrieb läuft weiter wie bisher, Weihnachts- und Silvesterfeiern finden statt“, sagte Kirsch am Abend. Er soll bis auf Weiteres Geschäftsführer bleiben.
Die 67 Mitarbeiter, davon 26 Festangestellte, würden weiterhin beschäftigt. Gutmann sehe eine „gute Prognose“ für die HBX, sagt Kirsch. Die Gründe für das Liquiditätsproblem liegen nach den Worten des Braumeisters, der früher im Brauhaus Ernst August gearbeitet und sich mit der eigenen Brauerei einen Lebenstraum erfüllt hat, denn auch nicht im laufenden Betrieb. Hauptursache seien die Kreditlasten, die sich aus den hohen Umbaukosten für die Immobilie ergäben. „Wir haben damals die Baukosten überschritten, das hat uns am Ende den Todesstoß versetzt.“
Hinzugekommen seien dieses Jahr hohe Verluste durch das Engagement beim Schützen- und Maschseefest, das für die HBX weniger gut verlief als erwartet. Am Aegi dagegen sei eine Umsatzsteigerung gegenüber 2010 um 17 Prozent zu verzeichnen gewesen, sagte Kirsch. Jetzt hoffe man darauf, dass der Vermieter die Pacht „anpasse“, um die Fixkosten zu senken.
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