Über das Chatmodul des sozialen Netzwerks goolive verschaffte sich ein Hacker Zugriff zu elf Nutzerkonten, veränderte Inhalte wie Fotos und Einträge und löschte anschließend die Profile. „Wir haben umgehend das Landeskriminalamt eingeschaltet“, sagte goolive-Geschäftsführer Robert Pomes am Donnerstag.
Gemeinsam mit den Experten für Internetkriminalität versuchten die Seitenbetreiber, die Wege des Hackers nachzuvollziehen, der seine IP-Adresse, eine eindeutig identifizierbare Kennung seines Internetzugangs, allerdings über einen Anonymisierungsdienst in Kalifornien verschleiert hatte. Es bestehe so gut wie keine Chance, den Hacker zu identifizieren, da der US-Dienst keine sogenannten Logdateien, also genaue Protokolle über Zugriffe, speichere.
Als Sicherheitsmaßnahme hätten die goolive-Programmierer sofort IP-Adressen gesperrt, die von diesem und ähnlichen Diensten bereitgestellt werden. Zudem hätten alle goolive-Nutzer ihr Passwort ändern müssen. „Wir werden unsere Sicherheitsmaßnahmen weiter ausbauen“, sagte Pomes. Man hoffe, in den kommenden Wochen ein TÜV-Zertifikat für überwachten Datenschutz verliehen zu bekommen. Damit wäre goolive erst das zweite deutsche soziale Netzwerk, das mit diesem Zertifikat ausgezeichnet würde.
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Kommentare
Immer möglich Ein Leser – 03.08.10
Das Zertifikat schließt nicht aus, dass die Daten weiterverkauft werden.Ich erhalte auf meine eigens für Goolive registrierte EMail seit längerem auch Werbung, weil Goolive sich wie alle anderen Netzwerke die Weitergabe an "Partner" erlaubt.
goolive Ein User – 30.07.10
goolive und TüV-Zertifikat LOL Pausenlos ist was auf dieser Seite. Gibt es doch gleich knuddels :-Dtjoa Hagga – 30.07.10
[... Unbelegte Tatsachenbehauptung von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungen ... ]StudiVZ, Facebook, Twitter & Co. heinz1 – 30.07.10
So etwas passiert bei denen bestimmt auch ständig. Aber da es dort um viel mehr Macht und Geld geht, wird auf solchen Fällen sicherlich immer schön "der Deckel drauf gehalten".Die Nutzer dieser Plattformen sollten sich nur bitte fragen, wem sie dort ihre persönlichsten Informationen frei Haus liefern und was dann damit geschieht - ganz egal ob legale oder illegale Nutzung.