Ursprünglich hatte die City GmbH den 4. September als Termin für das sogenannte Moonlight-Shopping vorgesehen. Wie schon im April 2009 und im Herbst 2008 sollten die Straßen in der City an diesem Abend wieder durch zahlreiche Aktionen bespielt werden, um zum nächtlichen Bummel zu locken. Nach der Insolvenz der City GmbH war der Termin aber nicht mehr beworben worden, eine gemeinsame und zentrale Vorbereitung der nun von vielen als Late-Night-Shopping bezeichneten Aktion gab es daher offenbar nicht. Daher ist auch nicht bekannt, wie viele Einzelhändler teilnehmen.
Selbst die City-Gemeinschaft, die nun einen Großteil der Aufgaben von der City GmbH übernehmen und dazu künftig offenbar auch einen eigenen Bereich für Marketing einrichten will, konnte für die Organisation so kurzfristig nicht einspringen. „In diesem Jahr mussten wir leider passen“, sagt der Vorsitzende Bernd Voorhamme. Allerdings habe sich auch niemand bei ihm nach der Aktion erkundigt oder um Unterstützung bei den Vorbereitungen gebeten, sagte Voorhamme.
Zahlreiche Händler in der ganzen Innenstadt haben sich demnach so verständigt. „Ich gehe davon aus, dass es für viele eine Selbstverständlichkeit war, an dem Datum festzuhalten. Der Termin war gesetzt“, sagte Karstadt-Geschäftsführer Peter Krause gestern. Auch Peter Regler, Geschäftsführer der Galeria Kaufhof an der Marktkirche, ist nach eigenen Worten stets davon ausgegangen, dass der Termin auch trotz der Insolvenz der City GmbH Bestand habe. Viele große Häuser hätten zudem längst mit den Arbeitnehmervertretungen über die längere Öffnungszeit verhandelt. „Es ist unklug, so eine wertvolle Aktion zu streichen“, sagte Krause. Auch die City-Gemeinschaft will an der Idee des späten Einkaufens festhalten. „Die City GmbH hat das mit großem Erfolg organisiert“, sagt Voorhamme. „Das ist eine Veranstaltung, die der Stadt viel gebracht hat.“
Die Kosten für Aktionen, wie etwa die für die vor Kaufhof an der Marktkirche aufgebaute Bühne, tragen die jeweiligen Händler nun jedoch vorerst selbst. Anders als bei verkaufsoffenen Sonntagen sei eine Genehmigung der Stadt wegen der Änderung des Ladenschlussgesetzes zudem nicht notwendig gewesen. Zuletzt hatten diese immer die City GmbH oder die City-Gemeinschaft für alle Händler zentral beantragt.
Wie beim Moonlight-Shopping gibt es auch am Freitag in den Geschäften Modenschauen, Verkostungen, Rabatte und mehr. Galeria Kaufhof an der Marktkirche etwa bietet Sekt und Cocktails, bei Karstadt dürfen die Kunden unter anderem über einen roten Teppich laufen.
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