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Anlaufstelle für Frauen wird zehn Jahre alt

Region Hannover Anlaufstelle für Frauen wird zehn Jahre alt

"Dass man bei BISS auf die Frauen zugeht, wenn häusliche Gewalt bei der Polizei gemeldet wurde, statt zu warten, bis sie kommen, ist der Schlüssel zum Erfolg", sagt Friederike Kämpfe, Gleichstellungsbeauftragte Hannover.

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Hannover. Häusliche Gewalt gegen Frauen nimmt zu. 4109 gemeldete Fälle habe es 2015 in der Region gegeben, sagte Petra Mundt, Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover gestern anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des BISS-Verbundes, einer zentralen Anlaufstelle für Frauen gegen häusliche Gewalt in der Region. Das seien über 200 Fälle mehr als noch vor fünf Jahren. 3585 Kinder seien mitgetroffen gewesen. Dass die Zahlen steigen, führte Mundt auch darauf zurück, dass Hilfsangebote im Laufe der Jahre bekannter geworden seien. Dennoch müsse man sich klarmachen: "Es gibt Frauen, für die ist ihr Zuhause der gefährlichste Ort der Welt." Nirgendwo sonst würden sie so oft beleidigt, bedroht, geschlagen und sogar getötet.

Um so wichtiger sei es, dass Institutionen wie der BISS-Verbund, dem die Beratungsstelle der AWO Region Hannover, die Donna Clara Beratungsstelle im Frauenzentrum Laatzen und das Ophelia Beratungszentrum Langenhagen angehören, weiter finanziell unterstützt würden, sagte Birgit Merkel, stellvertretende Vorsitzende der AWO Region: auch in heutigen Zeiten, in denen häusliche Gewalt wieder häufiger als noch zu Zeiten der Frauenbewegung in den Siebzigern als "Frauengedöns" abgetan werde. Reagiert werden müsse auch auf die subtilen Formen von sozialer Kontrolle, der betroffene Frauen oft ausgesetzt seien. Gewalt bedeute nicht nur Schläge. Manche dürften nicht berufstätig sein, hätten in der Partnerschaft keinen Zugang zum Geld, dürften sich außerhalb der Wohnung nicht frei bewegen, nicht einmal telefonieren, ohne kontrolliert zu werden.

Das Besondere an BISS sei, dass die Frauen in der Beratungsstelle von der Polizei die Kontaktdaten der Frauen vermittelt bekämen, sobald dort ein Fall von häuslicher Gewalt gemeldet geworden sei, sagte Friederike Kämpfe, Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Hannover. Dass man nicht warte, bis die Frauen in die Beratungsstellen kämen, sondern aktiv auf sie zugehe, sei ein Schlüssel, um häusliche Gewalt gegen Frauen effektiv zu bekämpfen.

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