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Bekannten erstochen: Haftbefehl gegen 25-Jährigen

Wegen Totschlags Bekannten erstochen: Haftbefehl gegen 25-Jährigen

Nach der Bluttat am Dienstagabend in Kleefeld ist am Mittwochnachmittag gegen einen 25-jährigen Mann Haftbefehl wegen Totschlags erlassen worden. Er soll einen 23-Jährigen in einer Grünanlage an der Helstorfer Straße erstochen haben.

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Eine Kerze erinnert an den 23-Jährigen, der dort am Dienstagabend erstochen worden war.

Quelle: Christian Elsner

Hannover. Einen Tag nach der Bluttat in Kleefeld gibt der Fall den Ermittlern Rätsel auf. Am Dienstag soll ein 25-Jähriger um kurz vor 20 Uhr auf einen zwei Jahre jüngeren Mann eingestochen und ihn dabei tödlich verletzt haben. Der mutmaßliche Täter wurde noch am Abend gefasst. „Er gibt zu, durchaus zugestochen zu haben“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Allerdings sei das Ganze aus Sicht des 25-Jährigen eher aus Notwehr geschehen – „und er sei nicht schuld“, so Klinge weiter.

Seit Mittwoch sitzt der Mann wegen des Verdachts des Totschlags in Untersuchungshaft. Der 25-Jährige ist Syrer und als Student an der Universität eingeschrieben. Der Getötete war ein Landsmann von ihm. „Beide kannten sich offenbar seit längerer Zeit“, sagt Oberstaatsanwalt Klinge. Und genau das mache es für die Ermittler kompliziert. Zwischen beiden habe es nach jetzigen Erkenntnissen im Vorfeld keine ernsthaften Streitigkeiten gegeben, der 25-Jährige sei zudem nicht vorbestraft.

Bei einer Auseinandersetzung in Kleefeld ist ein 23-Jähriger niedergestochen worden. Er starb kurze Zeit später im Krankenhaus.

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Der tödliche Zwischenfall ereignete sich in einer Parkanlage zwischen der Lathusen- und Helstorfer Straße. Auch gestern waren die Blutspuren noch gut zu erkennen, sie erstreckten sich nahezu durch den kompletten Park auf rund 250 Metern Länge. Ein Fahrradfahrer war am Dienstagabend auf die streitenden Männer aufmerksam geworden. Als einer der beiden ein Messer zog, habe der Zeuge die Polizei alarmiert.

Mehrere Streifenwagen und der Rettungsdienst rasten in die Helstorfer Straße, konnten dem 23-Jährigen aber nicht mehr helfen. Der Mann erlag kurze Zeit später seinen tödlichen Verletzungen. Der 25-jährige Tatverdächtige war in der Zwischenzeit bereits geflohen, doch eine weitere Person führte die Polizei zu dessen Wohnung in Kleefeld. „Der Zeuge saß im Park und kannte beide Beteiligten“, sagt Oberstaatsanwalt Klinge. „So konnte er die Beamten schnell zur Adresse des Verdächtigen führen.“

Warum der syrische Student offenbar mit einem Messer auf seinen Bekannten losging, müssen nun die weiteren Ermittlungen ergeben. „Zusätzlich werden wir ein ärztliches Gutachten über den 25-Jährigen in Auftrag geben“, sagt Thomas Klinge. Womöglich könne die psychiatrische Analyse Aufschluss darüber geben, warum es zu der Bluttat kam.

Von Peer Hellerling

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