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Hainhölzer Naturbad bleibt 2016 dicht

Pannenserie Hainhölzer Naturbad bleibt 2016 dicht

Erneut hat die Landeshauptstadt erhebliche Probleme mit einem ihrer Bäder. Das Naturbad Hainholz muss in dieser Saison komplett geschlossen bleiben. Damit ist es schon das zweite brachliegende städtische Bad - wegen Einsturzgefahr ist auch das Misburger gesperrt.

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Von wegen Badespaß: Das Naturbad in Hainholz bleibt dicht. 

Quelle: Behrens (Archiv)

Hannover. Im Hainhölzer Bad gibt es erhebliche technische Probleme, daher sei ein Betrieb in diesem Sommer nicht mehr möglich, sagt Stadtsprecher Udo Möller. Die Eröffnung des Naturbads war eigentlich für den 13. Juni geplant. Kurz zuvor sei es jedoch zu einem technischen Schaden im Bereich der Umwälzpumpen gekommen, erläutert Möller. Durch den Ausfall der Pumpen sei der biologische Wasseraufbereitungsprozess gestoppt worden. Nach der Reparatur der Pumpen musste die biologische Wasseraufbereitung neu gestartet werden. Bis das Wasser durch den natürlichen Filterprozess ein biologisches Gleichgewicht erreicht hat, dauerte es rund vier bis sechs Wochen. Inzwischen war der geplante Eröffnungstermin verstrichen. Kurz bevor das Bad eröffnet werden konnte, kam es durch einen Wassereinbruch in einem Technikschacht erneut zu einem Ausfall der Umwälzpumpen. Diese wurden schon wieder beschädigt und müssen nun das zweite Mal in dieser Saison repariert werden.

Nach der Reparatur dauert es erneut bis zu sechs Wochen, bis die erforderliche Wasserqualität erreicht ist. Eine Öffnung wäre dann erst Anfang bis Mitte September möglich. Trotzdem will die Stadt die Pumpen möglichst schnell reparieren. „Wir bedauern die Schließung sehr“, sagte Möller. Derzeit gebe es aber keine andere Möglichkeit.

Das Misburger Bad war wegen wegen gravierender Schäden an der tragenden Deckenkonstruktion geschlossen worden. In dem von einem Privatunternehmen betriebenem Hallenbad waren Balken durchbohrt worden. An machen Stellen waren die Stützen regelrecht perforiert. Das neben dem Hallenbad gelegene Freibad ist von der Schließung nicht betroffen. Auch das Fössebad bereitet Probleme, es ist so marode, dass es voraussichtlich neu gebaut werden muss.

Immer Ärger mit dem Hainhölzer Bad

In den Jahren 2006 bis 2008 hatte die Stadt das sanierungsbedürftige Hainhölzer Bad für 1,5 Millionen Euro zum Naturbad umbauen lassen. Ein Sprungfelsen wurde aufgetürmt, eine Biofilteranlage installiert, sodass das Wasser nun nicht mehr gechlort werden muss.

Damals war es das Ziel des Umbaus, das Bad einem privaten Betreiber zu übergeben. Zunächst übernahm ein Konsortium aus Bezirksratsherren das Bad. Diese aber warfen nach der desaströsen Saison 2010 das Handtuch, die Stadt musste einspringen. 2010 musste das Bad nahezu den gesamten Sommer schließen. Damals hatten Kolibakterien das Wasser verseucht. Im Jahr zuvor waren bereits Kiosk und Gastwirtschaft abgebrannt. Im Jahr 2011 machte dann ein verregneter Sommer dem Bad zu schaffen, nur 6800 Badegäste kamen. Aber es ging wieder aufwärts: Im Jahr 2013 war die Durststrecke vorerst beendet: 25 000 Besucher kamen in das beliebte Bad.

Der derzeitige Schaden wird Bestandteil einer Klage gegen das Architekturbüro, das das Bad umgebaut hatte. Die Stadt hatte bereits 2011 eine Klage eingereicht. Die mündliche Gerichtsverhandlung ist für den November terminiert.

Abgesehen vom Hainhölzer Bad verläuft die diesjährige Freibadsaison relativ gut, meint Stadtsprecher Udo Möller. Im vergangenen Jahr war der Sommer „extrem schlecht losgegangen“, berichtet er. Deshalb seien die Besucherzahlen in diesem Jahr im direkten Vergleich gestiegen. Im Lister Bad zählten die Mitarbeiter in diesem Mai mehr als 12 000 Besucher, im Mai vergangenen Jahres waren es dagegen lediglich etwa 4000 Badegäste. Im Juni kamen rund 25 000 Besucher, im gleichen Monat des Vorjahres dagegen nur etwa 20 000.

Im Annabad ärgert sich derweil Horst Schröder, beim Polizeisportverein zuständig für den Betrieb des Bades, vor allem über den Wetterbericht. „Jeden Tag wird im Radio und im Fernsehen Regen angesagt, in Wirklichkeit fällt kein Tropfen“, sagt er. Wegen der schlechten Wetterberichte machten sich die Leute erst gar nicht auf den Weg. Normalerweise sei der Juli der besucherstärkste Monat. Nach knapp der Hälfte des Monats habe das Annabad gerade erst 10 000 Euro eingenommen, üblich seien in diesem Monat allerdings etwa 50 000 Euro. Schröder bleibt aber optimistisch und erwartet noch Tage mit deutlich besserem Badewetter. „Der Sommer ist noch nicht zu Ende“, sagt er.

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