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Aus der Stadt Hanebuth will sich aus Steintorviertel zurückziehen
Hannover Aus der Stadt Hanebuth will sich aus Steintorviertel zurückziehen
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17:14 14.11.2011
Der Anführer der hannoverschen Hells Angels, Frank Hanebuth (r.), beim Steintorfest. Quelle: Steiner (Archiv)
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Hannover

"Nach intensiven Beratungen mit meinem Anwalt habe ich mich entschieden, meine Tätigkeit als Sicherheitskoordinator nach zwölf Jahren am Steintor zu beenden. Auch meine Sicherheitsfirma Bodyguard Security wird dort nicht mehr länger tätig sein", ließ der Rocker über seinen Anwalt Götz-Werner von Fromberg mitteilen. Grund für seinen Rückzug sei eine "beispiellose, ungerechtfertigte Hetzkampagne", die "ahnungslose Journalisten und zahlreiche Politiker" gegen ihn, seine Firma und die Geschäftsinhaber am Steintor geführt hätten. Sein Verantwortungsbewusstsein lasse es nicht zu, dass alle anderen Gastwirte und Geschäftsinhaber des Steintors dadurch beschädigt würden, wenn seinetwegen das ganze Viertel kriminalisiert werde.

Die Polizei begrüßte diese Entwicklung. Man werde sofort auf die Wirte im Rotlichtviertel zugehen. Ziel sei es, so Hannovers Vize-Polizeipräsident Thomas Rochell, "dass alle wesentlichen Informationen bei uns landen, gebündelt und bewertet werden."

Wegen eines privaten Besuchs im Steintorviertel hatte jüngst der Präsident der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen, Christian Grahl, seinen Posten räumen müssen. Er war im August Gast in der „Sansibar“, die unter dem Einfluss der Hells Angels gestanden haben soll.

tm/r.

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