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Wohncontainer unter der Waterloosäule

30 neue Standorte zur Unterbringung von Flüchtlingen Wohncontainer unter der Waterloosäule

Die Stadt Hannover will im kommenden Jahr an 29 Orten neue Unterkünfte für Flüchtlinge einrichten – unter anderem auf dem citynahen Waterlooplatz. Dort können 2016 auf einem Areal südlich der Waterloosäule Wohncontainer aufgestellt werden. Das hat der vertraulich tagende Verwaltungsausschuss gestern gegen die Stimmen der CDU beschlossen.

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Auch auf dem Waterlooplatz werden Flüchtlinge untergebracht.

Quelle: Katrin Kutter

Hannover. Die Stadt betont, dass die Liste der künftigen Flüchtlingsquartiere nicht in Stein gemeißelt sei. „Aber gerade in Zeiten wie diesen ist es enorm wichtig, dass wir frühzeitig Potenziale abklopfen und Projekte so schnell wie möglich auf den Weg bringen“, sagt Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD).

Stadtteilpolitiker können sich mit einem Containerdorf auf dem Waterlooplatz durchaus anfreunden. „Das ist besser, als Turnhallen zu belegen“, sagt CDU-Bezirksratsherr Joachim Albrecht. Um nicht auf Sporthallen zurückgreifen zu müssen, schlägt er vor, Wohncontainer auf den Weißekreuzplatz zu stellen, sobald die sudanesischen Flüchtlinge dort ihr Protestcamp geräumt haben. Vertreter von SPD und Grünen im Bezirksrat halten den Vorschlag für diskussionswürdig. FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke befüchtet, dass die Flüchtlinge auf dem Waterlooplatz von Fußballfans belästigt werden könnten und hält den Standort daher für ungeeignet.

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Die Stadt Hannover sucht händeringend nach neuen Kapazitäten. Derzeit leben rund 2900 Flüchtlinge in städtischen Einrichtungen, bis zum Ende des Jahres rechnet die Stadt mit weiteren 2400 Asylsuchenden, die das Land ihr zuweist. Um die neuen Unterkünfte finanzieren zu können, plant die Stadt eine Investition von 81 Millionen Euro ein. Nicht nur Containerdörfer will die Verwaltung aufstellen, sondern auch Wohnheime und Wohnungen errichten.

Kritik kommt aus der CDU-Fraktion

Grundsätzliche Kritik kommt aus der CDU-Ratsfraktion. „Wir stellen uns nicht gegen die Unterbringung von Flüchtlingen, aber es kann nicht sein, dass über die Standorte in einer Sondersitzung auf die Schnelle abgestimmt wird“, sagt CDU-Fraktionschef Jens Seidel. Tatsächlich hatten die Bezirksräte nur zwei Wochen Zeit, um über die Standorte in ihrem Beritt zu diskutieren. Dass die Stadtverwaltung aber mit sich reden lässt, zeigt sich daran, dass ein Grundstück von der Liste gestrichen wurde. Ursprünglich sollte auf dem Kirchröder Schützenplatz Am Sandberge eine Unterkunft errichtet werden, doch die Stadtteilpolitiker intervenierten. Ein Leben nahe dem Schießstand sei traumatisierten Kriegsflüchtlingen nicht zuzumuten, hieß es zur Begründung.

Einstimmig beschlossen hat der Verwaltungsausschuss drei weitere Standorte. Die Stadt wird das Hotel Kronsberger Hof kaufen, das Altenpflegeheim Wichernstift mieten und einen leer stehenden Baumarkt an der Badenstedter Straße herrichten. Im Gespräch ist nach Informationen der HAZ auch der aufgegebene Max Bahr-Baumarkt an der Vahrenwalder Straße.

Liste der Unterkünfte

Erythropelstr (Wülfel)
Ohestraße (Calenberger Neustadt)
Waterlooplatz (Calenberger Neustadt)
Podbielskistr 115 (List)
Karl-Imhoff-Weg (Vahrenwald)
Große Heide (Sportplatz/Isernhagen-S.)
Rendsburger Straße (Lahe)
Osterfelddamm/Baumschulenallee (G.-B.)
Nussriede (Groß-Buchholz)
Dorfmarkhof (Heideviertel)
Nikolaas-Tinbergen-Weg (G.–B.)
Lathusenstr (Kleefeld)
Podbielskistr/Corinthstr (G.-Buchholz)
Ludwig-Jahn-Straße (Misburg-Nord)
Am Forstkamp 22 (Misburg-Nord)
Am Heisterholze (Kirchrode)
Kronsberg/Lehmbuschfeld (Bemerode)
Lange-Feld-Straße(Kirchrode)
Spittastraße (Mittelfeld)
Thaerstraße (Mittelfeld)
Am Annastift (Bemerode)
Karl-Nasemann-Weg (Wettbergen)
Fellgiebelstraße (Wettbergen)
Deveser Straße (Wettbergen)
Albrecht-Schäffer-Weg 107 (Badenstedt)
Kreuzriede (Ledeburg)
Alt Vinnhorst (2. Containersiedlung)
Karl-König-Platz 1 (Hainholz)
Heimatweg (Leinhausen)
Hotel Kronsberger Hof (Bemerode)
Leerer Baumarkt, Badenstedter Straße
Pflegeheim Wichernstift (Waldhausen)

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