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Aus der Stadt Bundeswehr: Anklage gegen Munitionsdieb erhoben
Hannover Aus der Stadt Bundeswehr: Anklage gegen Munitionsdieb erhoben
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11:05 07.03.2018
Der 30-jährige Soldat war Teil des Unterstützungspersonals in der sogenannten Raumschießanlage der Emmich-Cambrai-Kaserne. Quelle: Tobias Kleinschmidt
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Hannover

 Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den 30-jährigen Soldaten aus der Emmich-Cambrai-Kaserne erhoben, der mehr als 2000 Schuss Gefechtsmunition gestohlen haben soll. „Er wird beschuldigt, gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen zu haben“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Nach Auffassung der Ermittler soll der Oberstabsgefreite insgesamt sieben verschiedene Munitionsarten aus den Beständen der Bundeswehr entwendet und im Spind gelagert haben. „Darunter waren unter anderem Patronen für Gewehre und Maschinenpistolen“, sagt Klinge. Daraus resultiere auch der Vorwurf des gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.

Darüber hinaus soll der 30-Jährige 630 Schuss Übungsmunition und fünf Übungsgranaten gestohlen haben. Der Fall kam im Juli vergangenen Jahres an die Öffentlichkeit, der Soldat war damals in der Emmich-Cambrai-Kaserne Teil des Unterstützungspersonals in der sogenannten Raumschießanlage – umgangssprachlich Schießkino genannt. Der Diebstahl fiel erst auf, als der Oberstabsgefreite die Munition einer Kameradin angeboten haben soll, um damit zu schießen. Doch die Soldatin meldete den Vorfall umgehend ihren Vorgesetzten. Weshalb der 30-Jährige die Munition hortete, ist weiterhin unklar. „Er selbst hat sich bislang nicht zu den Vorfürfe geäußert“, sagt Oberstaatsanwalt Klinge.

Die Bundeswehr versetzte den Beschuldigten unmittelbar nach dem Vorfall, damit keine Spuren verwischt werden können. Der 30-Jährige ist nach Angaben des übergeordneten Kommandos Streitkräftebasis in Bonn aber weiterhin im Dienst. Auch innerhalb der Truppe wird nach wie vor gegen den Oberstabsgefreiten ermittelt, doch auf HAZ-Anfrage hält sich die Bundeswehr weiterhin bedeckt. „Die Untersuchungen dauern an“, sagt ein Sprecher. Darüber hinaus warte die Bundeswehr nun den Prozess in Hannover gegen den 30-Jährigen ab. Wann der Fall am Amtsgericht verhandelt wird, ist allerdings noch offen.

Von Peer Hellerling

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