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Aus der Stadt A2-Sanierung legt Verkehr in der Region lahm
Hannover Aus der Stadt A2-Sanierung legt Verkehr in der Region lahm
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00:29 09.10.2015
Im Schneckentempo in den Feierabend: Dienstagabend staute sich der Verkehr auf der Autobahn 2 (hier Höhe Stelingen, Fahrtrichtung Dortmund) zeitweise bis zu zehn Kilometer. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Zwei größere Baustellen auf der A 2 haben den Verkehr am Dienstagvormittag nicht nur auf der Autobahn zeitweise zum Erliegen gebracht. Auch die Schnellwege in Hannover waren während der Stoßzeiten völlig überlastet, weil viele Pendler über die B 3, die B 6 und die B 65 auswichen. Auch am kommenden Wochenende rechnen die Experten der Verkehrsmanagementzentrale der Region Hannover (VMZ) mit langen Staus, da die Fahrbahn der A 7 zwischen Altwarmbüchen und Berkhof auf einer Strecke von fast 20 Kilometern saniert werden muss. „Vor allem am Freitag könnte sich der Verkehr dann über die A 352 bis ins Stadtgebiet zurückstauen“, sagt Holger Heuer von der VMZ.

Dienstag bereitete aber vor allem die seit Montag eingerichtete Dauerbaustelle auf dem Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Wunstorf-Kolenfeld und Herrenhausen den Verkehrsplanern Kopfzerbrechen. Dort wird die Fahrbahndecke des Hauptfahrstreifens Richtung Berlin erneuert. Daher stehen den Autofahrern bis zum voraussichtlichen Bauende am 31. Oktober in beide Richtungen jeweils nur zwei der drei Spuren zur Verfügung. „Als es dort im Berufsverkehr voll wurde, staute sich der Verkehr in beide Richtungen zeitweise auf bis zu zehn Kilometern“, sagt Heuer.

Das wiederum hatte auch Auswirkungen auf die Verkehrslage im Stadtgebiet. Denn viele der 330.000 Verkehrsteilnehmer, die täglich auf einer der Autobahnen die Region Hannover durchqueren, wichen auf Nebenstrecken aus, um die Verkehrsbehinderungen zu umfahren. So verließen viele Autofahrer, die auf dem Weg in Richtung Braunschweig waren, in Bad Nenndorf die A 2, um über die B 65, den Süd- und Messeschnellweg beziehungsweise die A 7 wieder auf die A 2 zu gelangen. In der Gegenrichtung wichen die Autofahrer über die A37 ebenfalls auf die Schnellwege aus, um bis Bad Nenndorf zu kommen. „Das hatte zur Folge, dass quasi alle am Ricklinger Kreisel aufeinander stießen“, sagt Heuer. „Und bei so einer Menge Autos hilft dann selbst die beste Ampelschaltung nicht mehr.“ Als es dann noch zu einem Unfall auf dem Südschnellweg zwischen Hildesheimer Straße und Landwehrkreisel kam, brauchten alle Autofahrer starke Nerven. Erst gegen 10.30 Uhr entspannte sich die Lage.

Eine weitere Ursache für die hohe Verkehrsdichte vor allem auf dem Messeschnellweg war die Sanierung der Fahrbahndecke der A 2 zwischen dem Kreuz Hannover-Ost und dem Kreuz Buchholz. Noch bis zum voraussichtlichen Bauende am 15. Oktober sind dort die Fahrstreifen auf eine Breite von 2,10 Metern verengt. Der komplette Schwerlastverkehr, der aus Richtung Berlin in den Westen rollt, wird daher über die A 7 und A 37 umgeleitet. Alle Lastwagen, die auf der A 7 aus Richtung Süden kommen, werden über die B 6 und die B 3 zum Kreuz Buchholz geleitet.

Tempo 80 auf der A7

Die Situation könnte sich zum Wochenende verschärfen. Denn auf der A 7 zwischen Altwarmbüchen und Berkhof hat die Landesbehörde für Straßenbau in Richtung Norden ein Tempolimit von 80 Stundenkilometern eingerichtet. „Auf dem Abschnitt sind an mehreren Betonplatten die Ecken abgeplatzt“, sagt Fabian Schulze aus den Fachbereich Bauen der Behörde. „Dadurch kam es schon zu Schäden an mehreren Autos.“ Daher habe man sich bis zur Sanierung, die in der kommenden Woche beginnen soll, für diese Sicherheitsmaßnahme entschieden. „Wenn am Freitag viele Menschen mit dem Auto in Richtung Norden wollen, dann könnte es durch die Einschränkungen auf der A 7 vor allem auf der A 352 zu Staus kommen“, befürchtet Verkehrsexperte Heuer.

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