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Aus der Stadt 1600 Kurden demonstrieren in der Innenstadt
Hannover Aus der Stadt 1600 Kurden demonstrieren in der Innenstadt
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16:46 04.02.2018
Kurden demonstrieren am Ernst-August-Platz. Quelle: Christian Behrens
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Hannover

 Seit zwei Wochen greift das türkische Militär die nordsyrische Stadt Afrin an. Die Offensive in der von Kurden bewohnten Region hatte in den vergangenen Wochen mehrfach zu Proteskundgebungen in der Stadt geführt.  Mit etwa 1500 Teilnehmern fand am Sonnabendnachmittag unter dem Motto „Raise Up for Afrin“ die bisher größte Demonstration am Opernplatz statt. Eine ander Kundgebung mit etwa 100 Teilnehmern, die sich später anschloss, startete am Ernst-August-Platz. Mehrere kurdische und syrische Organisationen sowie Frauenverbände hatten sich für die Kundgebungen zusammengetan. Redner warfen dem türkischen Präsidenten Erdogen „terroristischen Massenmord“ vor. 

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Hunderte Kurden demonstrieren am Hauptbahnhof gegen den Angriff auf die kurdische Stadt Afrin.

Mit Flaggen und unter „Terrorist Erdogan“-Rufen forderten die Teilnehmer lautstark das Ende der Luft- und Artillerieangriffe und den Lieferungsstopp von deutschen „Leopard“-Panzern an die türkische Regierung. „Verbietet die Lieferung von Waffen und nicht das Zeigen von Bildern der Opfer“, sagte ein Redner. Bei einer vorigen Demonstration durften Fotos von getöteten Kindern aus Afrin nicht gezeigt werden.

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Vertreter der pro-türkischen Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD) haben am Mittwoch an der Christuskirche in Hannover demonstriert.

Nach einer ersten Kundgebung vor der Oper zogen die Teilnehmer über den Platz der Weltaustellung über das Steintorviertel. Schlusspunkt der Kundgebung war erneut der Opernplatz. Laut Polizei verlief der Protest friedlich. Bereits am Freitagabend hatten in der Stadt 320 Kurden demonstriert. Und auch für den Sonntag ist ab 18 Uhr eine Kundgebung auf dem Ernst-August-Platz am Hauptbahnof geplant.

Karte zur türkischen Militäroffensive gegen kurdische Milizen im Nordwesten Syriens; Hochformat 90 x 100 mm, Grafik: S. Scheffer, Redaktion: I. Hendrich Militäroperation Afrin Quelle: dpa-Grafik

Weitere Demonstrationen hatte es am Sonnabend in vielen niedersächsischen Städten gegeben. In Salzgitter war es am Freitag zu einem Zwischenfall gekommen, als ein Autofahrer die Demonstranten provoziert hatte. Daraufhin griff eine größere Gruppe von Versammlungsteilnehmern das Fahrzeug mit Fahnenstangen an und beschädigte es. Es wurde niemand verletzt. Am 22. Januar war es am Flughafen Hannover zu einer Massenschlägerei zwischen Kurden und Türken gekommen. 

Von Manuel Behrens

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