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Aus der Stadt Königstraße wird für 19 Monate gesperrt
Hannover Aus der Stadt Königstraße wird für 19 Monate gesperrt
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00:16 10.02.2018
Die Eisenbahnbrücke über der Königstraße wird abgerissen und neu aufgebaut. Eineinhalb Jahr muss die Druchfahrt versperrt bleiben. Quelle: Andreas Körlin
Hannover

 Eines der größten Bauprojekte in Hannovers City beginnt in wenigen Wochen. Die Deutsche Bahn (DB) lässt die historische Eisenbahnbrücke über der Königstraße abreißen und neu errichten. Das bedeutet, dass die Durchfahrt zur Einkaufsmeile für eineinhalb Jahre komplett gesperrt wird. Nicht wenige Geschäftsleute sehen das Vorhaben kritisch und befürchten einen Rückgang der Laufkundschaft. Autofahrer müssen sich auf Umwege einstellen. „Der Schiffgraben wird zum Knackpunkt“, sagt Verkehrsexperte Matthias Grote vom Ingenieurbüro SHP. Dort werde es zu „längeren Wartezeiten“ kommen.

18 Millionen Euro lässt sich die Bahn das Bauvorhaben kosten. Die 140 Jahre alte, denkmalgeschützte Brücke muss erneuert werden, weil die Bausubstanz durch den zunehmenden Bahnverkehr gelitten hat und Feuchtigkeit in das Material eingedrungen ist. Erste Bauarbeiten beginnen schon am 3. April, die Hochphase startet Mitte des Jahres. Vom 1. Juni 2018 bis voraussichtlich 31. Dezember 2019 werden die Unterführung sowie Bereiche des Thielenplatzes komplett gesperrt. 

In mehreren Phasen wird die Brücke abgerissen und durch  insgesamt 16 Hilfsbrücken ersetzt. Dabei kommt es immer wieder zu mehrtätigen Sperrpausen für den Bahnverkehr. Ein Gleis für Regionalzüge soll jedoch ständig befahrbar bleiben. „Es wird Einschränkungen für den Bahnverkehr geben“, sagt DB-Projektmanager Matthias Michaelis. Der Hauptbahnhof werde aber weiterhin aus östlicher Richtung angefahren.

Die Brücke an der Königsstraße soll abgerissen und komplett neu gebaut werden. 

Die Bahn betont, dass die Königstraße nicht zur Sackgasse wird. Wer von der Berliner Allee in die Einkaufgsstraße einbiegt, kann kurz vor der Eisenbahnbrücke in die Augustenstraße Richtung Norden weiterfahren. „Wir kehren die Einbahnstraßenregelung in der Augustenstraße um“, sagt SHP-Ingenieur Grote. Jedoch werden keine Busse mehr durch diesen Teil der Königstraße fahren. Vier barrierefreie Ersatzhaltestelle werden in der Fernroder Straße sowie am Schiffgraben und in der Berliner Allee errichtet. 

Zwei Wochen  vor der Brückensperrung sollen Leuchttafeln auf die bevorstehende Verkehrsumleitung aufmerksam machen. Vor allem über den Schiffgraben und die Fernroder Straße soll der Autoverkehr geleitet werden. „An verschiedenen Knotenpunkten werden die Ampeln umprogrammiert, um den Verkehr zu entlasten“, sagt Grote. Da mehr Radler die Fernroder Straße nutzen werden, soll der Autoverkehr auf Tempo 30 gedrosselt werden.

Bleiben die Bauarbeiten im Zeitplan, wird die Durchfahrt zur Königstraße Ende 2019 wieder möglich sein. In der Unterführung wird sich einiges ändern. LED-Lichtbänder sollen Fahrbahn und Gehweg besser ausleuchten. Das Klinker-Gewölbe wird durch Sichtbeton ersetzt. Die Sandsteine an der Brückfassade Richtung Thielenplatz werden wieder eingesetzt, auch der Fliesenspiegel bleibt erhalten. „Die Fassade werden wir mit indirektem LED-Licht in Szene setzen“, sagt DB-Projektleiter Michaelis. Das passe dann gut zum Thielenplatz, der in einigen Jahren neu gestaltet werden soll. 

Von Andreas Schinkel

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