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Aus der Stadt Sanierungsstau in der IGS Linden
Hannover Aus der Stadt Sanierungsstau in der IGS Linden
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22:52 25.02.2018
Die Toiletten der IGS Linden stinken und sollen erneuert werden. Quelle: (Alexander Kšrner)
Hannover

 Die Integrierte Gesamtschule Linden steckt tief im Sanierungsstau fest. Toiletten stinken, obwohl die Stadtverwaltung die Wände mit geruchsbindender Farbe angepinselt und eine technische Anlage (Ionisierungsgeräte) installiert hat. Mehrere Unterrichtsräume sind deutlich kleiner, als es die Normgröße von 64 Quadratmetern vorschreibt. Zudem fehlen Therapie- und Pflegeräume für Inklusionskinder. Das teilt die Stadtverwaltung am Donnerstag in der Ratssitzung auf Anfrage der CDU mit. „Wir werden das Gebäude sukzessive sanieren“, sagt Bildungsdezernentin Rita Maria Rzyski und nennt einen Zeitraum von vier bis fünf Jahren. Nach den Osterferien werde man einen genauen Zeitplan vorlegen.

Das ist der CDU im Rat zu wenig. Sie wirft der Stadt vor, dass sie seit Jahren die Augen vor den Zuständen in der Gesamtschule verschließe. „Seit zwei Jahren müssen in der Eingangshalle der Schule bei Regenfällen zehn Eimer aufgestellt werden, um die Tropfen von der Decke aufzufangen“, berichtet CDU-Wirtschaftsexperte Jens-Michael Emmelmann. Die Deckenplatten seien sehr feucht und ein unangenehmer Geruch entstehe, manche Schüler rutschten auf dem feuchten Boden aus. Bildungsdezernentin Rzyski räumt ein, dass ihr der Zustand der Eingangshalle nicht bekannt sei und betont zugleich, dass die Decke saniert werde.

Die CDU weist auf weitere Mängel in der Schule hin. So gebe es einen fensterlosen Computerraum in der Schule, der eigentlich unzumutbar sei. Ein Fluchtweg führe durch ein Klassenzimmer, das infolgedessen nicht abgeschlossen werden darf. Das bedeute für die Schüler, dass sie stets alle Wertsachen mitnehmen müssten. 

1400 Schüler besuchen die Gesamtschule in Linden. Unterrichtet werden die Kinder und Jugendlichen in vier verschiedenen Gebäuden. Trotz der Enge mancher Räume seien alle Unterrichtszimmer nutzbar, meint Rzyski. In Klassenzimmern unter 60 Quadratmetern könnten aber nur kleine Gruppen von 26 Schülern unterrichtet werden. Eine Erweiterung der Schule sei schwierig. „Das Umfeld ist sehr eng. Als die Schule vor 40 Jahren errichtet wurde, gab es noch andere Anforderungen an das Lernen“, sagt Rzyski. 

Von Andreas Schinkel

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