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Roboterfabrik will expandieren

Zukunftstechnologie Roboterfabrik will expandieren

Die im vergangenen Herbst an der Leibniz-Universität eröffnete Roboterfabrik will ihre Aktivitäten auf ganz Deutschland ausweiten. Dazu ist das Projekt „Robonatives“ ins Leben gerufen worden.

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Schüler beschäftigen sich in der Roboterfabrik mit der Zukunftstechnologie.

Quelle: Katrin Kutter

Hannover.  Der Name „Digital Natives“ hat sich als Bezeichnung für Menschen eingebürgert, die mit dem Internet aufgewachsen sind und für die es zu einem der zentralen Lebensinhalte gehört. Geht es nach Spitzenforscher Prof. Sami Haddadin von der Leibniz-Universität, wird man demnächst von „Robonatives“ sprechen. So heißt sein Projekt, mit dem er Schüler, Auszubildende und Studenten für die Zukunftstechnologie begeistern will. „Es geht um Robotik für Jedermann“, sagte er am Mittwoch bei einem Vortrag vor dem Wirtschaftsausschuss der Regionsversammlung.

Haddadin ist Spiritus Rector der Roboterfabrik, die Region und Leibniz-Universität im vergangenen Oktober an der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik der Hochschule eröffnet haben. „Die Automatisierungstechnik kommt in ein neues Zeitalter“, erklärte der Wissenschaftler. Roboter der neuen Generation verfügten über menschliche Beweglichkeit, sichere Reflexe und Feinfühligkeit. Dadurch könnten künftig Menschen und Maschinen im Team zusammenarbeiten und auch bisher nicht oder nur gering erschlossenen Tätigkeitsfelder erschließen. Als Beispiele nannte er Gesundheitswesen oder Serviceroboter. „Das Bildungssystem muss sich dieser Entwicklung anpassen“, forderte Haddadin.

Das treibt der Träger des Deutschen Zukunftspreises selbst voran. Die Roboterfabrik ist keine reine Produktionsstätte, sondern in erster Linie ein Lernort für das Programmieren, Bedienen und Anleiten zum Handeln für Roboter. Mit seiner Stiftung „Robonatives“ will Haddadin neuartige und effiziente Ausbildungs-, Lehr- und Weiterbildungskonzepte entwickeln. Der hannoverschen Roboterfabrik sollen weitere folgen, zunächst in Niedersachsen und später im gesamten Bundesgebiet. „Alle technischen Universitäten und auch Schulen haben schon Interesse signalisiert“, berichtet er.

Der Schwerpunkt bleibt in der Region Hannover. Als Standort der Stiftung ist der Maschinenbaucampus in Garbsen vorgesehen. Dort will sie im Mai Räume für Büro-, Versuchs- und Demonstrationsflächen beziehen und einen Monat später mit der operativen Arbeit beginnen. Die Region verspricht sich viel davon. Sie fördert das Projekt in diesem Jahr mit 500.000 Euro. Der Wirtschaftsausschuss hat das ohne Gegenstimme befürwortet.

Von Bernd Haase

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