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Aus der Stadt Stadtverwaltung bleibt Mieter im Ihme-Zentrum
Hannover Aus der Stadt Stadtverwaltung bleibt Mieter im Ihme-Zentrum
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00:26 06.04.2018
Viele Bereiche des Ihme-Zentrums sind reparaturbedürftig. Eigentümer Intown verpflichtet sich im neuen Mietvertrag mit der Stadt Hannover, die Sanierung voranzutreiben. Quelle: Frank Wilde
Hannover

 Für das Ihme-Zentrum, Hannovers prominenteste Bauruine, werden die Weichen in Richtung Sanierung gestellt. Die Stadtverwaltung schließt mit dem Eigentümer, dem Unternehmen Intown, einen neuen Mietvertrag über 20 Jahre und knüpft diesen an Bedingungen. So verpflichtet sich der Eigentümer, nicht nur die angemieteten Räume zu sanieren, sondern auch die Fassade neu zu gestalten und die Einzelhandelsflächen im Ihmezentrum zu beleben. Die Stadt droht mit außerordentlicher Kündigung des Mietvertrags und mit Strafzahlungen, sollten die Bedingungen nicht erfüllt werden.

Die Stadt hat rund 23.700 Quadratmeter im Ihme-Zentrum gemietet und bezahlt dafür jährlich gut 2,7 Millionen Euro. Knapp 350 Beschäftigte des Fachbereichs Jugend und Familie sowie des Kulturhauptstadtbüros arbeiten in den Räumen am Ihmeplatz 5. Der neue Mietvertrag sieht vor, dass die Büroräume neue Fenster bekommen und besser gedämmt werden. Auch die Sanitäranlagen werden erneuert. Während der Bauarbeiten werden die Mitarbeiter in ein Gebäude in der Joachimstraße einquartiert, in dem derzeit noch die Deutsche Bahn residiert. Zudem verpflichtet sich Intown, die Außenfront an der Blumenauer Straße sowie der Spinnereistraße neu zu gestalten. Der Bauantrag ist bereits eingereicht und genehmigt. Bis Ende 2021 muss Intown Mietverträge für mindestens 9000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche vorweisen.

Intown-Geschäftsführer Sascha Hettrich begrüßt den neuen Mietvertrag. „Das Projekt nimmt Züge an, die uns gut gefallen“, sagt er. Jedoch sei er ein bisschen wehmütig, weil der Mietpreis so niedrig ist. Die Stadt zahlt für die Büroflächen 9 Euro pro Quadratmeter. „Dafür haben wir die Sicherheit eines langfristigen Mietvertrags“, sagt Hettrich. Für die Gewerbeflächen im Ihmezentrum gebe es bereits mehrere Interessenten. 

Eine Verlängerung des Mietvertrags ist seit Langem im Gespräch. Stadt und Ratspolitik wollten aber sicherstellen, dass der Eigentümer nicht nur Miete kassiert, sondern den maroden Gebäudekomplex auch modernisiert. Bewohner von Intown-Häusern in anderen Städten hatten kürzlich bei einer Versammlung berichtet, dass das Unternehmen seine Immobilien vernachlässige. Intown weist die Vorwürfe zurück.

Die Ratspolitik wertet den Abschluss des Mietvertrags als positives Signal. „Das Ihmezentrum ist auf einem guten Weg“, sagt SPD-Baupolitiker Lars Kelich. Das sehen CDU, Grüne und FDP ähnlich. „Dennoch bleibt eine Restunsicherheit“, meint CDU-Fraktonschef Jens Seidel. Sein Kollege von der FDP, Wilfried Engelke, glaubt erst an eine Erneuerung des Ihmezentrums, wenn die Bagger anrücken. Für Torsten Jaskulski, Verwalter der Wohnungseigentümer im Ihmezentrum, ist der neue Mietvertrag ein „Start in die Zukunft“.

Von Andreas Schinkel

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