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Aus der Stadt Eltern suchen Hilfe beim Thema Internet
Hannover Aus der Stadt Eltern suchen Hilfe beim Thema Internet
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00:17 17.11.2013
Von Felix Harbart
Wenn das Kind im internetfähigen Alter ist, brauchen viele Eltern Hilfe. Quelle: dpa (Symbolfoto)
Hannover

„In zwei Dritteln der Beratungsgespräche mit Zehn- bis 17-Jährigen kommt das Thema vor, und die Zahlen steigen ständig“, sagte Matthias Möller, Leiter der Familien- und Erziehungsberatungsstellen der Region, gestern zum Start der Fachtagung „Familie 2.0 – Wie gemeinsam aufwachsen in der digitalen Welt?“. Genaue Zahlen würden nicht erfasst, sagte Möller. Sicher ist aber, dass in Hannover und im Umland Jahr für Jahr mehrere Tausend Familien in den Beratungsstellen erscheinen, weil die Eltern den Umgang ihrer Kinder mit Smartphone und Computer für problematisch halten.

150 Mitarbeiter aus Beratungsstellen in ganz Niedersachsen informieren sich noch bis heute im Regionshaus in Vorträgen und Workshops darüber, wie betroffenen Jugendlichen und ihren Eltern geholfen werden kann. „Um junge Familien vernünftig beraten zu können, müssen Pädagogen und Therapeuten natürlich wissen, welche Kommunikationsformen und -wege Jugendliche heute nutzen“, sagte Regionssozialdezernent Erwin Jordan (Grüne).

Die Tagung beleuchtet das Thema vom alltäglichen Umgang mit Medien bis hin zur Onlinesucht. „Eltern haben ja oft keine Ahnung von vielen Medien, und wir zunächst auch nicht“, sagte Möller. Mittlerweile sei es normal, dass jede achte Klasse eine gemeinsame Facebook-Seite habe oder eine Gruppe in einem anderen Netzwerk bilde, sagte Jöran Muuß-Merholz, Experte für Bildung und neue Medien aus Hamburg. In diesen Netzwerken würden häufig die Hausaufgaben gemeinsam erledigt – „und es wird keineswegs dauernd abgeschrieben“. Frank Fischer von der Suchtklinik „Teen Spirit Island“ des Kinderkrankenhauses Auf der Bult hat zum Handy auf dem Schulgelände eine klare Meinung: „In der Schule hat das Handy nichts zu suchen.“

Tipps zur Mediennutzung

  • Vorbild sein: Kinder lernen vor allem in den ersten Lebensjahren durch Eltern und Erzieher. Deshalb sollte der sinnvolle Umgang mit Medien früh geübt werden.
  • Kinder nicht von Medien fernhalten: Medien bieten Unterhaltung, Kommunikation und neue Informationen. Eltern sollten sich daher für die Mediennutzung ihrer Kinder interessieren - und zwar früh. Dann werden sie auch von Jugendlichen ernst genommen, wenn Probleme und Gefahren zum Thema angesprochen werden.
  • Wochenbudget vereinbaren: Besonders wichtig ist es darauf zu achten, wie lange Kinder Medien nutzen und mit welchen Inhalten sie konfrontiert werden. Werden die Kleinen älter, brauchen sie mehr Freiraum. Die Medien-Zeiten sollten mit zunehmendem Alter schrittweise erhöht werden. Dabei sollte eine einheitliche Tageshöchstgrenze vermieden werden. Besser ist ein Wochenbudget, so dass der Nachwuchs lernt, die Mediennutzung mit Schule und Freizeit gut zu vereinbaren.
  • Wachsam sein: Eltern sollten ihre Kinder gut beobachten. Ändert sich das Verhalten, werden die schulischen Leistungen schlechter oder zieht sich der Jugendliche zurück, kann das ein Hinweis auf Probleme oder Abhängigkeit sein. Bei Abhängigkeiten ist ein komplettes Verbot nicht sinnvoll. In diesem Fall sollten Eltern Beratungsstellen aufsuchen.
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