Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Ernst August lebt jetzt im Fürstenhaus in Herrenhausen
Hannover Aus der Stadt Ernst August lebt jetzt im Fürstenhaus in Herrenhausen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 12.02.2018
Große Pläne: Ralph Jarrett und Ernst August von Hannover präsentieren die historische Schenkungsurkunde für die Marienburg. Quelle: Benne
Anzeige
Hannover

 Der Mann wirkt entspannt: Im Januar ist Ernst August Prinz von  Hannover mit seiner Frau nach Hannover gezogen, sie leben jetzt im Fürstenhaus Herrenhausen. Voraussichtlich wird im März ihr erstes Kind geboren. Und auch auf Schloss Marienburg läuft das Geschäft: „Wir haben ein recht erfolgreiches Jahr hinter uns“, sagt der 34-Jährige zufrieden. Rund 190.000 Besucher zählte das Schloss 2017, allein die jetzt zu Ende gegangene Ausstellung „Der Weg zur Krone“ sahen binnen vier Jahren rund 100.000 Besucher.

„Das große Interesse war für uns Bestätigung und Ansporn zugleich“, sagte Ernst August jetzt bei der Vorstellung des Jahresprogramms für Schloss Marienburg. Highlight wird dort die Eröffnung einer Ausstellung über Hannovers letzte Königin Marie sein. Pünktlich zu deren 200. Geburtstag am 14. April soll diese im Königinnenflügel des Schlosses eröffnen. 

„Viele Exponate stammen aus dem Privatbesitz der Welfen, teils werden sie zum ersten Mal zu sehen sein“, sagt Organisatorin Katrina Bläsig. „Wir erzählen damit tragische und amüsante Geschichten.“ Unter anderem sollen Briefe und Kinderspielzeuge zu sehen sein – und die prächtige Urkunde, mit der König Georg V. seine Frau die Marienburg 1857 schenkte.

„Ich freue mich sehr auf diese Ausstellung – sie gewährt intime Einblicke in das Leben von Königin Marie und König Georg V.“, verspricht Ernst August von Hannover. Seine Urururgroßmutter Marie sei eine bemerkenswerte Frau gewesen: „Sie hat mehr Zeit mit ihren Kindern verbracht, als bei Herrscherfamilien damals üblich war“, sagt er: „Sie hat ihre Kinder auch selbst gestillt, was damals am Hof als peinlich empfunden wurde.“ Die tief gläubige Protestantin lebte sehr bescheiden, förderte Musiker und begründete unter anderem das Henriettenstift.

Neben der Ausstellung setzt das Schlossprogramm auf Bewährtes: Wie in den Vorjahren wird es ein „Schloss Marienburg Tattoo“ (6. und 7. Juli) geben. Bei Hörspielabenden präsentiert die Gruppe Lauscherlounge im Schlosshof diesmal „Der Hexer“ (24. August) sowie „Die Legende von Sleepy Hollow“ (25. August), und beim Open-Air-Kindertheater steht am 26. August „Der gestiefelte Kater“ auf dem Programm. „Im vergangenen Jahr waren alle Veranstaltungen ausverkauft, und der Vorverkauf läuft bereits jetzt hervorragend“, sagt Ralph Jarrett, Marketingchef auf der Marienburg.

Allerdings hat das Schloss auch mit Problemen zu kämpfen: „Leider sind die vergangenen 150 Jahre nicht spurlos an der Marienburg vorübergegangen“, sagt Ernst August. Hinter der glanzvollen Fassade gebe es viele Risse und Schäden. Der Erhalt des Baudenkmals gilt als äußerst kostspielig für die Welfenfamilie. Er sei in „vertraulichen Gesprächen“ mit dem Land, um die Zukunft der Burg auch für die künftigen 150 Jahre zu sichern.

Die Besuchersaison auf Schloss Marienburg wird am 3. März eröffnet. Tickets und Informationen unter Telefon (0 50 69) 34 80 00.

Von Simon Benne

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nicht im Kino an der Limmerstraße, sondern im Theater am Aegi hat Desimo die Publikumslieblinge aus seiner Show „Desimos Spezial Club“ gekürt.

12.02.2018

Ermittler sollen gegen Üstra-Aufsichtsrätin Silke Gardlo wegen Vorteilsnahme und Amtsmissbrauch ermitteln, fordert Jens Pielawa. Der Vorsitzende der Initiative Pro-D-Tunnel hat Anzeige gegen die SPD-Politikerin erstattet.

12.02.2018

In einer Woche hat Stadtjäger Heinz Pyka im südlichen  Hannover zwei Füchse, zwei Dachse und zwei Waschbären wegen Staupe erschossen. Hundehalter sollten ihre Tiere dringend impfen lassen.

11.02.2018
Anzeige