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Aus der Stadt Esengül Türk sucht weiter nach einem neuen Kiosk
Hannover Aus der Stadt Esengül Türk sucht weiter nach einem neuen Kiosk
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08:36 07.02.2018
Kiosk von Esengül Türk. Quelle: Nancy Heusel
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Hannover

  Mehrfach gab es Demonstrationen für den Verbleib des Kiosks von Esengül Türk in der Limmerstraße. Geholfen hat es nicht: Ende Oktober vorigen Jahres musste Türk ihr Geschäft schließen. 

Seitdem sucht sie nach einer neuen Ladenfläche. „Ich habe etwas in Aussicht“, verrät Türk. Sie suche nach einem Objekt an der Limmerstraße. 

Die Fläche des früheren Kiosks gehört jetzt genau wie die Fläche einer früheren Rossmann-Filiale zum vergrößerten Supermarkt Rewe, der in der letzten Woche nach zweiwöchiger Schließung wiedergeöffnet hat. 

Rewe hatte Türk einen Job oder Hilfe bei der Suche nach einem neuen Standort angeboten. Das kam für Türk nicht in Frage. 

 Der Vermieter des Gebäudes in der Limmerstraße hatte laut einer Rewe-Sprecherin ausdrücklich gewünscht, dass Rewe nicht nur die 300 Quadratmeter große frühere Rossmann-Fläche anmietet, sondern auch den Kiosk. Laut Anwältin des Vermieters haben vor allem Beschwerden über Lärm durch den Kiosk den Ausschlag für die Kündigung des Vertrages gegeben.

Scheiben von Supermarkt eingeschlagen

Nun haben nur fünf Tage nach der Neueröffnung des Supermarkts an der Limmerstraße Unbekannte in der Nacht zu Dienstag die Außenfassade zerstört. Die Fensterfront der vergrößerten Filiale wies über die gesamte Länge Beschädigungen auf, teils waren die Scheiben eingeschlagen worden – vermutlich mit einem Werkzeug. Schon am folgenden Vormittag wurden die Scherben beseitigt und die Front ausgetauscht. Die Filiale hatte am Dienstag regulär geöffnet.

Gerade erst umgebaut und schon beschädigt: Die Scheiben von dem erweiterten Rewe in der Limmerstraße wurden eingeworfen. 

Die Polizei geht von einer politisch motivierten Tat aus. In den vergangenen Jahren war es immer wieder zu Angriffen auf neu eröffnete Geschäfte an der Limmerstraße gekommen. Diese gingen mit Protesten linker Gruppen gegen die angebliche Gentrifizierung des Stadtteils einher.

Von man/ewo

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