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Trotz Beschwerden: Frauentag im Vahrenwalder Bad bleibt

Stadtrat Hannover Trotz Beschwerden: Frauentag im Vahrenwalder Bad bleibt

Mitarbeiter des Vahrenwalder Bads hatten im Dezember Alarm geschlagen: Besucherinnen stiegen mit Jeans ins Wasser, andere picknickten am Beckenrand. Der Frauenbadetag soll dennoch erhalten bleiben. Im April will die Stadtverwaltung ein Maßnahmenpaket vorlegen.

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Freitags ist Frauenbadezeit im Vahrenwalder Bad. Ende vergangenen Jahres hatte es dort Probleme gegeben, weil sich Besucherinnen nicht an Baderegeln hielten und Badmitarbeiter bedrohten.

Quelle: Foto: Katrin Kutter

Hannover.  Die Frauenbadezeit am Freitag im Vahrenwalder Bad bleibt bestehen,  trotz der Probleme, die im Dezember publik wurden. „Frauen sollten weiterhin einen Rückzugsraum haben“, sagte Grünen-Sportpolitiker Mark Bindert am Montag im Sportausschuss. Das Gremium erteilte dem Antrag der AfD, den Frauenbadetag zu streichen, eine klare Absage.

Mitarbeiter des Bads hatten im Dezember bei der Bäderverwaltung Alarm geschlagen. Sie berichteten, dass nicht wenige Besucherinnen häufig gegen Bade- und Hygienevorschriften verstießen. Manche stiegen mit Jeans ins Wasser und picknickten am Beckenrand. Hinweise der Badmitarbeiter wurden ignoriert, einige Badegäste sprachen Drohungen aus. Die Vorfälle lösten eine politische Debatte aus. Die Stadt kündigte an, sich um die Probleme zu kümmern.

„Die Frauenbadezeiten stellen wird nicht infrage“, sagt Sportdezernentin Konstanze Beckedorf im Ausschuss. Nach den Berichten und Diskussionen über die Probleme sei die Zahl der Besucherinnen stark zurückgegangen, man hoffe aber, dass sie wieder steigen werde. Im April will die Stadt ein Maßnahmenpaket für den Frauenbadetag vorstellen. Damit solle das „Gleichgewicht“ wiederhergestellt werden, sagt Beckedorf. 

Die FDP mahnt, dass die Stadt eine Fürsorgepflicht gegenüber ihren Mitarbeitern habe. „Die Badeordnung muss selbstverständlich durchgesetzt werden“, sagt FDP-Sportpolitiker Andreas Bingemer. Dem stimmt auch die SPD grundsätzlich zu. „Es gibt aber keine einfach Lösung“, sagt SPD-Sportpolitiker Angelo Alter und kritisiert den Vorstoß der AfD, die Frauenbadezeiten ganz abzuschaffen. Der Frauenbadetag sei eine Erfolgsgeschichte, meint Alter.

Schon jetzt zeigt ein Sicherheitsdienst im Kassenbereich Präsenz. Zudem soll das Vahrenwalder Bad ein neues Kassensystem bekommen, das in der Lage ist, Besucherzahlen genau zu erfassen. Eine Ursache für die Probleme im Bad liegt auch darin, dass an manchen Frauenbadetagen deutlich mehr Menschen in die Schwimmhalle strömen, als Garderobenschränke vorhanden sind.

Ab April wird der Frauenbadetag ohnehin für Monate ausfallen, weil das Vahrenwalder Bad bis zu den Sommerferien wegen Sanierungsarbeiten schließt. Im Stöckener Bad werden ebenfalls Frauenbadezeiten angeboten. Von Verstößen gegen Bade- und Hygieneregeln ist dort nichts bekannt.

Von Andreas Schinkel

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