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Aus der Stadt Friedenskundgebung zu Newroz auf dem Waterlooplatz
Hannover Aus der Stadt Friedenskundgebung zu Newroz auf dem Waterlooplatz
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13:54 14.03.2018
Die Versammlungsbehörde hat eine Friedenskundgebung zahlreicher Prominenter auf dem Waterlooplatz anlässlich des kurdischen Newroz-Festes genehmigt. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

 Die Friedenskundgebung am Sonnabend um den Linken-Bundestagsabgeordneten Dieter Dehm, Schauspieler Dieter Hallervorden und Musiker Konstantin Wecker ist genehmigt worden. Die Kulturschaffenden sehen die Veranstaltung als Solidaritätsaktion zum kurdischen Neujahrsfest Newroz am Sonnabend. „Im Namen der Initiative Kulturschaffende für den Frieden möchte ich meinen Dank an die Versammlungsbehörde für die schnelle und unbürokratische Zustimmung ausdrücken“, sagt Dehm. Als Redner werden am Sonnabend auch Hannovers Ex-Bürgermeister Herbert Schmalstieg und dessen Frau Heidi Merk erwartet.

Die Kundgebung findet am Sonnabend von 13 bis 17 Uhr auf dem Waterlooplatz statt. Anlass ist das angekündigte Verbot der Polizeidirektion Hannover als Versammlungsbehörde der Stadt, das eigentliche Newroz-Fest zu verbieten. Der kurdische Dachverband NAV-DEM hatte die Veranstaltung daraufhin abgesagt. „Das Verbot ist ein riesengroßer Fehler der Administration“, sagt Dehm, „vermutlich wollten sie deeskalierend wirken, erreichten aber das Gegenteil.“ Seit Wochen gibt es in Deutschland Spannungen zwischen Kurden und Türken wegen der Kampfhandlungen im nordsyrischen Afrin.

Sollte allerdings das eigentliche Newroz-Fest gefeiert werden können, wird die Friedenskundgebung auf dem Waterlooplatz wohl ausfallen. „Wir wollen keine Konkurrenzveranstaltung“, sagt Linken-Politiker Dehm. Der Verein NAV-DEM und die Stadt sind derzeit in Gesprächen, das Newroz-Fest auf der Expo-Plaza auszurichten. „Am Donnerstag soll es eine Entscheidung geben“, kündigt Stadtsprecher Udo Möller an. Das erste Fest war als Kundgebung angemeldet worden, weshalb die Versammlungsbehörde zuständig war. Jetzt werde laut Möller ein Straßenfest geplant, weshalb die Entscheidungshoheit bei der Stadtverwaltung liege.

Von Peer Hellerling

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