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Aus der Stadt Jugendliche erinnern an Kriegsende
Hannover Aus der Stadt Jugendliche erinnern an Kriegsende
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00:32 11.05.2018
Getragene Lieder: Der Chor der russischen Gemeinde. Quelle: Foto: Katrin Kutter
Hannover

 Sie tanzten buchstäblich an den Gräbern, dann legten sie symbolisch Friedenstauben auf dem Ehrenfriedhof am Maschsee nieder. In einer Feierstunde zum 8. Mai haben russische und deutsche Jugendliche an den 73. Jahrestag des Kriegsendes erinnert. „Es muss uns darum gehen, die Erinnerungwach zu halten“, sagte Alexej Tereschenko, Priester der russisch-orthodoxen Gemeinde Mariä Verkündigung in Hainholz. Der Chor der Gemeindeschule intonierte getragene Lieder, dann hielten die Kinder im Rahmen einer Tanzchoreografie Fotos von Verwandten in die Höhe, die im Krieg gefallen waren. 

So war die Gedenkfeier am Maschsee-Nordufer

Bürgermeister Thomas Hermann erinnerte daran, dass die junge Bundesrepublik erst lernen musste, den 8. Mai als Tag der Befreiung zu sehen. Dirk Schulze von der IG Metall kritisierte die Erhöhung der Verteidigungsausgaben: „Krieg löst keine Konflikte – Krieg löst Konflikte aus“, sagte er. Karl-Heinz Mönkemeyer vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sprach sich dagegen aus, die Erinnerungskultur zu revidieren: „Diese ist zu einem Markenzeichen Deutschlands geworden“, sagte er bei der Feier, an der auch die Holocaust-Überlebenden Salomon Finkelstein und Henry Korman teilnahmen. Am Ende verteilten Schüler der St.-Ursula-Schule Friedenstauben, die Schüler der IGS Südstadt gebastelt hatten. Die rund 200 Besucher legten diese auf den Gräbern nieder – als stille Mahnung für die Zukunft.

Am Mittwoch um 16 Uhr gibt es auf dem Ehrenfriedhof eine weitere Gedenkstunde der russisch-orthodoxen Gemeinde.

Von Simon Benne

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