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Gibt es bald wieder Erdöl-Bohrungen am Kronsberg?

Umweltstreit Gibt es bald wieder Erdöl-Bohrungen am Kronsberg?

Das hannoversche Unternehmen 5P Energy hat sich Rechte gesichert und hofft auf 150.000 Tonnen schwarzen Goldes. Doch nun gibt es Widerstand.

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Erdölförderung in Sehnde-Höver direkt neben der Stadtgrenze: Dort wird mit sogenannten Pferdekopfpumpen gearbeitet. Am Kronsberg soll eine weniger sichtbare Technik zum Einsatz kommen. 

Quelle: Christian Behrens

Hannover. Gibt es bald wieder Erdöl-Bohrungen am Kronsberg? Von 1953 bis 1996 waren dort etwa 500. 000 Tonnen Erdöl gefördert worden, jetzt hat sich die hannoversche Firma 5P Energy die Rechte für weitere 150.000 Tonnen gesichert. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat bereits eine Bohrgenehmigung erteilt, allerdings noch keine konkrete Betriebserlaubnis. Dafür müssen Gutachten angefertigt werden. 

Bei Hannovers Grünen ist Ratsherr Patrick Drenske trotzdem alarmiert. Er hat eine Anfrage zur nächsten Ratssitzung formuliert. „Wir wollen wissen, welche Möglichkeiten wir haben, dagegen vorzugehen“, sagt Drenske. Zudem interessiere ihn, ob möglicherweise auch das umstrittene Fracking angewandt werden könne. 

5P Energy hatte eigentlich alte Bohrlöcher aus den Neunzigerjahren wieder nutzen wollen. Weil nun aber ein Wohngebiet für voraussichtlich 7000 Menschen südlich der Expo-Siedlung entsteht, steuert man bei dem mittelständischen Unternehmen um. Statt der weithin sichtbaren sogenannten Pferdekopfpumpen, die den schwarzen Rohstoff aus der Erde holen, will man von entfernteren Standorten aus horizontal und schräg bohren, um die Erdöllagerungsstätten zu erreichen. 

Drenske ist skeptisch, weil die Felder eigentlich als ausgebeutet galten und nun nur mit erhöhtem Aufwand genutzt werden können. „Das Ganze dürfte sich doch nur rentieren, wenn der Ölpreis weiter steigt.“ Er hält Ölbohrungen für eine „dreckige Industrie“, die „am Kronsberg nichts zu suchen“ habe. Die Grünen wollten das Projekt „auf jeden Fall verhindern“, sagt der Ratsherr. 

Von Conrad von Meding

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