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Aus der Stadt Historisches Museum zeigt Playmobil-Ausstellung
Hannover Aus der Stadt Historisches Museum zeigt Playmobil-Ausstellung
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00:16 11.01.2018
Im Historischen Museum gibt es auch Playmobil zu sehen.  Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Er war noch ein Kind, als er im Jahr 1975 seine erste Playmobil-Figur bekam. Damals überkam ihn eine Sammelleidenschaft, die ihn bis heute nicht wieder loslassen sollte: Mittlerweile besitzt Robert Packeiser rund 20 000 Figuren, das genaue Zählen hat er selbst irgendwann aufgegeben. In einer eigens hergerichteten Halle hat er mehrere Dioramen hergerichtet. Unter anderem hat er ein Barockschloss und einen mittelalterlichen Dom selbst kreiert. „Ich habe schon den Anspruch, alles möglichst historisch authentisch darzustellen“, sagt Packeiser, der als Lehrer an der Wilhelm-Raabe-Schule unterrichtet.

Einige seiner großflächigen Playmobil-Installationen werden vom kommenden August an in der Ausstellung „Geschichte spielen“ im Historischen Museum zu sehen sein – darunter Dioramen zu mittelalterlichen Burgen und Städten sowie zur Stadt des 20. Jahrhunderts.  „Wir wollen dabei der Vielfalt historischer Spielwelten auf den Grund gehen“, sagte Kurator Jan Willem Huntebrinker jetzt bei der Vorstellung des Museumsprogramms für 2018. Besucher könnten in der familiengerechten Playmobil-Schau auch Architekten ihrer eigenen Welt werden: „Sie dürfen dort spielen und selbst Dioramen gestalten.“

Reif fürs Museum: Highlights aus dem Jahresprogramm 2018

Die Dauerausstellung des Historischen Museums wird derzeit zwar im großen Stil umgebaut, doch gleichwohl das Haus tritt 2018 mit einem ambitionierten Programm an. Bereits vom 25. Mai an ist dort die Ausstellung „Katholisch in Hannover – Menschen, Geschichten, Lebenswelten“ zu sehen, die anlässlich des 300-jährigen Baujubiläums der Basilika St. Clemens Einblicke in das katholische Leben Hannovers bietet. 

„Für uns ist dasJubiläum ein Anlass, uns unserer Geschichte zu stellen“, sagt Hannovers oberster Katholik, Propst Martin Tenge. Unter anderem wird in der Ausstellung ein Holzmodell der Basilika zu sehen sein, das Baumeister Tommaso Giusti vor gut 300 Jahren geschaffen hat. Die Schau stellt jedoch auch katholische Einrichtungen der Gegenwart vor.

Ende Oktober eröffnet dann die Ausstellung „Herrenhausen und Europa“, die anhand von historischen Druckgrafiken die Entstehung der Herrenhäuser Gärten skizziert. Im Mittelpunkt steht die Sammlung des Architekten Karl Albrecht Haupt (1852-1932), der bei ausgedehnten Reisen durch ganz Europa einst Tausende Zeichnungen und Druckgrafiken zu Architektur und Gartenkunst zusammentrug – darunter Werke von Dürer, Michelangelo und Piranesi.

Ende der Zwanziger Jahre übergab Haupt seine Schätze der damaligen Bibliothek der Technischen Hochschule. Derzeit werden die Dokumente erschlossen und teils restauriert. Sie belegen, dass die Anlage des Großen Gartens ohne ein internationales Netzwerk des Wissens kaum vorstellbar gewesen wäre: „Versailles, Italien, die Niederlande – damals florierte der Gartenbau überall in Europa“, sagt Kuratorin Annika Wellmann-Stühring: „Wir wollen zeigen, woher die Impulse für Herrenhausen kamen.“

Zudem lockt das Museum mit einer Vielzahl an Vorträgen und Diskussionen. Am 16. Januar etwa spricht die versierte Historikerin Anna Berlit-Schwigon dort um 18 Uhr unter dem Titel „Ein Hauch von Anarchie in Hannover?“ über die Rote-Punkt-Aktion vom Sommer 1969.

„Wir bleiben mit einer großen Zahl an Veranstaltunge präsent“, sagt Museumsdirektor Thomas Schwark. Zur Entwicklung der Besucherzahlen wollte Schwark sich noch nicht detailliert äußern. Angesichts des Umbaus im Haupthaus sei die Zahl der Besucher im vergangenen Jahr jedoch nicht überragend gewesen. Im Museum im Schloss Herrenhausen habe das schlechte Wetter den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung gemacht: „Da ist noch Luft nach oben.“ 

Von Simon Benne

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