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Hundehalter schlägt Familienvater ins Gesicht

Zwischenfall am Kronsberg Hundehalter schlägt Familienvater ins Gesicht

Auseinandersetzung beim Sonntagsspaziergang: Am Kronsberg war eine nicht angeleinte französische Bulldogge mehrfach am Kinderwagen einer Familie hochgesprungen und verängstigte das darin sitzende Kind. Als der Vater eingriff, schlug ihn der Hundehalter ins Gesicht.

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Am Kronsberg dürfen Hunde frei laufen.

Quelle: Alexander Körner

Hannover.  Das Verhältnis zwischen Mensch und Hund kann kompliziert sein. Diese Erfahrung mussten Julian S. und seine Familie beim Sonntagsspaziergang über den Kronsberg machen.  Mit seinen Schwiegereltern, der Schwägerin, seiner Frau und den beiden Kindern (2 und 4 Jahre) war er auf einem Feldweg unterwegs, als ihnen ein Pärchen mit einer Französischen Bulldogge entgegenkam. Das Tier lief unangeleint und fand Interesse am Kinderwagen von Familie S., in dem sich gerade der vierjährige Sohn ausruhte. „Die kleine Dogge sprang am Wagen hoch und versuchte, näher an mein Kind zu kommen“, sagt der 40-jährige Vater der HAZ. 

Der Hund wirkte friedlich und verspielt – das Kind bekam trotzdem Angst, begann zu schreien und sich im Kinderwagen zu winden. „Vorsicht, wenn der jetzt springt“, soll die Halterin zuvor gerufen haben. Anstalten, den Hund an die Leine zu nehmen, habe das Paar nicht gemacht. S. griff ein: „Ich nahm den unangeleinten Hund am Halsband und hob ihn hinter mich, so dass ich zwischen Hund und Kinderwagen stand.“ Das rief wiederum den Halter auf den Plan: „Wer meinen Hund anfasst, dem haue ich in die Fresse“, soll der Mann gerufen haben. Und er ließ seinen Worten ansatzlos Taten folgen: Mit der Faust schlug er dem Vater ins Gesicht. Nach einer kurzen verbalen Auseinandersetzung mit der Familie nahm das Pärchen die Französische Bulldogge auf den Arm und lief zum am Feldweg geparkten Auto.

Polizei ermittelt gegen Hundehalter

S. verfolgte mit seiner Schwägerin das Pärchen und alarmierte mit blutender Lippe und Nase die Polizei. Ein Streifenwagen traf nach kürzester Zeit ein und stoppte das Halterpärchen samt Dogge kurz vor der Abfahrt. Polizeisprecherin Martina Stern bestätigte den Einsatz am Montag: „Gegen den 52-jährigen Halter wird nun wegen Körperverletzung ermittelt.“

„Ich bin kein Hundehasser“, sagt der 40-jährige S. gegenüber der HAZ. „Ich wollte nur mein Kind schützen.“

Dass Hunde zu Streitigkeiten zwischen ihren Besitzern und Fußgängern, Joggern oder Radfahrern führen, ist nicht neu. Ilka Schumacher von der Hundeschule SyMeHu kennt den Konflikt und rät: „Man sollte ruhig bleiben, wenn sich ein nicht angeleinter Hund nähert. Durch lautes Rufen und hektische Bewegungen könnte sich das Tier proviziert fühlen.“ Aber auch die Halter sieht die 38-Jährige in der Pflicht: „Den Hund einfach machen zu lassen, geht auch nicht. Besitzer und Passanten müssen gegenseitig Rücksicht nehmen.“ Denn auch das Verhältnis zwischen Mensch und Hundehalter ist kompliziert.

 

Von Manuel Behrens

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