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Aus der Stadt Hunderte besuchen Familienaktion im Museum
Hannover Aus der Stadt Hunderte besuchen Familienaktion im Museum
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00:17 07.02.2018
Mumien und mehr: Ägyptologe Volker Semmler führt als altägyptischer Priester durchs Museum. Quelle: Benne
Hannover

 Sie wissen schon eine ganze Menge. „In Ägypten ist es heiß“, sagt ein Junge. „Da gab’s früher Pharaonen“, ruft ein Mädchen. „Und da steht die Sphinx“, sagt ein drittes Kind. Ein Dutzend Jungen und Mädchen hat sich zu den Füßen von Volker Semmler niedergelassen. Der Ägyptologe hat sich mit Gewand und Brustschmuck als altägyptischer Priester kostümiert und führt durchs Museum August Kestner. „Klasse“, sagt er, „nur dass es nicht ,die Sphinx’ heißt, sondern ,der Sphinx’, weil das eigentlich ein Junge ist.“ Da heben auch die Eltern erstaunt die Augenbrauen.

Mehrere Hundert Besucher sind zur „Reise ins alte Ägypten“ ins Museum August Kestner am Trammplatz gekommen. Bei der Veranstaltung im Rahmen  der Reihe Familienglück stehen Workshops und kindgerechte Führungen zu Totenkult und Pharaonen auf dem Programm. „Unser Museum ist auch ein Erlebnisort für Kinder“, sagt Museumspädagogin Carmen Vey. Und gerade das geheimnisumwehte Ägypten ist bei Kindern beliebt – Mumien sind eben keine trockene Materie.

Reise ins alte Ägypten: Familientag im Museum August Kestner

An einer Station schreibt der siebenjährige Bastian seinen Namen in Hieroglyphen auf Papyrus, an einer anderen formt Nick einen Skarabäus aus Fimo. „Das waren Glückskäfer für die Ägypter“, sagt der Sechsjährige. Nebenan hat Lea ein ganz ähnliches Krabbeltier aus Gips geformt: „Ein heiliger Mistkäfer – das waren früher Grabbeigaben“, sagt die Zehnjährige. 

In seinem Priestergewand erklärt Volker Semmler unterdessen, dass es noch viel mehr Pyramiden gab, dass diese aber leider aus Nilschlammziegeln bestanden, die von den Ägyptern wieder kleingerieben und als Düngemittel recycelt wurden. „Sag mal ,Hallo!’ auf Ägyptisch!“, fordern ihn die Kinder schließlich auf. „Hotep!“, sagt er spontan. Im Kestner-Museum bleiben an diesem Tag eben keine Fragen offen.

Um Hieroglyphen und mehr geht es im Museum August Kestner auch beim Kinderfest am 18. Februar, 11 bis 17 Uhr.

Von Simon Benne

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