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Aus der Stadt Fuchsberger-Ausstellung im Theatermuseum
Hannover Aus der Stadt Fuchsberger-Ausstellung im Theatermuseum
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01:13 04.03.2018
Gundula  Fuchsberger besichtigt mit ihren enkeln Julien und Jennifer die Ausstellung über ihren Mann Joachim  im Theatermusem Quelle: Uwe Janssen
Hannover

 „Der Frosch mit der Maske“, „Das Gasthaus an der Themse“, „Das fliegende Klassenzimmer“ – ein Name: Joachim Fuchsberger. Schauspieler, Entertainer, Sänger, Talkmaster, Showmaster, Stadionsprecher, Pfeifenraucher, Frauenschwarm, Liedtexter, Radiosprecher, Reisejournalist, Werbestar, kritischer Geist, Familienmensch – es ist schwer, alles unter einen Hut zu bringen, was der 1927 nahe Stuttgart geborene Schriftsetzersohn war. Die Ausstellung, die am Donnerstag im Beisein von seiner Ehefrau Gundula und den Enkeln Julien und Jennifer sowie als Moderatorin Nina Ruge im Theatermuseum eröffnet wurde, versucht immerhin, dem Phänomen Fuchsberger näherzukommen.

Viele Fotos und Devotionalien hat Museumsleiter Carsten Niemann aus dem Privatbesitz von Gundula Fuchsberger zur Verfügung gestellt bekommen, nur einen Spazierstock und „die halbe Brille“ nicht. Weil sie so zerbrechlich ist, sagt die 87-Jährige frühere Schauspielerin, die sechs Jahrzehnte mit „Blacky“ verheiratet und viele Jahre seine Managerin und Produzentin war.

Dafür gibt es private Fotos von und mit Sohn Thomas, Szenen von Dreharbeiten und berühmten Schauspielkollegen wie Gert Fröbe, Klaus Kinski oder Karin Dor, Filmplakate, Jacken, Pfeifen, Schallplatten, einen goldenen Bambi, dazu Filmausschnitte und Interviews aus seiner Fernsehsendung „Heut‘ Abend“.

Ein Lieblingsstück hat Gundula Fuchsberger in der Ausstellung nicht: „Wir haben lauter Sachen rausgesucht, hinter denen wirklich eine Geschichte steckt.“ Dabei geht es nicht nur um die gemeinsame Zeit am Filmset: „Unsere Zeit in Australien war besonders schön, davon möchte ich keine Sekunde missen. Wir haben wirklich viel von den Menschen dort gelernt.“ Wie charakterisiert sie ihren Mann, ihren öffentlichen Mann, heute? „Er hat sich nie verstellt und sich auch nie was gefallen lassen. Er hat immer seine Meinung gesagt. Wenn ihm irgendwas nicht mehr gepasst hat, hat er eben was anderes gemacht.“ und aus vollem Herzen sagt sie: „Er war einfach ein Typ!“

Die sehenswerte Schau ist bis zum 13. Mai im Theatermuseum im Schauspielhaus zu sehen, täglich außer montags und sonnabends von 14 bis 19.30 Uhr. 

Von Uwe Janssen

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