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Projekt gegen Elterntaxis soll ausgeweitet werden

Kampagne vor Albert-Schweitzer-Schule Projekt gegen Elterntaxis soll ausgeweitet werden

Polizei und Stadt wollen sogenannte Elterntaxis vor Schulen verbannen. Die Kinder sollen nicht mehr direkt bis vor den Eingang gefahren werden, das mache den Schulweg sicherer. Nach zwei Monaten gibt es nun eine erste Bilanz: Die Kampagne ist ein Erfolg und könnte ausgeweitet werden.

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Die Stadt wirbt ab sofort mit Plakaten gegen Elterntaxis. Das Risiko von Verkehrsunfällen vor Schulen soll so reduziert werden.

Quelle: von Ditfurth

Hannover. Die Albert-Schweitzer-Schule in Limmer ist die erste Schule in Hannover, an der ein Verbot für Elterntaxis eingeführt wurde. Seit Anfang August überwachen Polizei und Stadt, ob sich alle daran halten. Der Nachwuchs darf vor Schulbeginn und zum Unterrichtsschluss weder bis vor die Tür noch direkt davor abgeholt werden. "Beim Projekt verläuft alles positiv", sagt Polizeisprecher Philipp Hasse nun nach zwei Monaten. "Keiner fährt in das Sperrgebiet."

Stattdessen dürfen die Eltern nur noch bis etwa 200 Meter vor die Schule fahren, dort hat die Stadt extra Parkverbotszonen in den Morgen- und Abendstunden eingerichtet - damit ausreichend Platz für die Elterntaxis besteht. „Die Verkehrssituation ist seither wesentlich entspannter“, sagt Stadtsprecher Udo Möller. Zum Start des neuen Schuljahres drängten sich die Autos noch durch die schmale Liepmannstraße. Gerade für Kinder sei die Situation oft unübersichtlich gewesen. „Jetzt gibt es dort keine Wendemanöver von Elterntaxis mehr“, sagt Möller. Die Gefahr für die Schüler habe sich reduziert.

Ignorieren der Elterntaxi-Verbotszone kostet jetzt Geld

Das Pilotprojekt startete sanft. Im August informierten Polizei und Stadt die Eltern zunächst über das neue Verbot, seit Anfang September kostet das Ignorieren der Elterntaxiverbotszone Geld. „Wir mussten bislang aber keine Verwarngelder ausstellen“, sagt Polizeisprecher Hasse. Die Beamten kontrollieren den Bereich vor der Schule in unregelmäßigen Abständen, mal offen, mal verdeckt. Das gute Ergebnis spreche für das Pilotprojekt. Auch die Stadt ist mit dem Projektverlauf zufrieden. Laut Möller hat sich die Verkehrssicherheit deutlich verbessert.

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Aus diesem Grund überlegen beide Seiten nun, die elterntaxifreien Zonen auszuweiten. „Das bisherige Ergebnis spricht dafür“, sagt Polizeisprecher Hasse. „Wir warten aber noch ab, wie sich die Situation vor der Albert-Schweitzer-Schule nach den Herbstferien entwickelt.“ Die Stadt steht der Ausweitung ebenfalls positiv gegenüber. Allerdings mache die Verwaltung weitere Zonen von den örtlichen Gegebenheiten abhängig. „Insbesondere die Einrichtung möglicher Elternhaltestellen im Umfeld muss auch verkehrstechnisch vertretbar sein“, sagt Möller.

Parallel zum Pilotprojekt in Limmer hat die Stadt zudem eine Plakatkampagne gestartet. Bis Ende Oktober kleben drei Motive des Plakats „Sicher zur Schule – ohne Auto“ an Litfaßsäulen, rund 100 Standorte gibt es im ganzen Stadtgebiet. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Polizei 187 Kinder bei Verkehrsunfällen in Hannover verletzt.

Von Peer Hellerling

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