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Zeitraffer-Video: Das ist Hannovers neuer Image-Film

Kampagne der Stadt Zeitraffer-Video: Das ist Hannovers neuer Image-Film

Hannovers Zeitrafferprojekt Timelapse war im Internet ein Riesenerfolg. Mit Initiator Stefan Knaak legt die Marketinggesellschaft jetzt eine Bilderkampagne auf: In zwölf Zeitrafferbildern präsentiert sich Hannover in zahlreichen Städten auf Plakatwänden. Exklusiv auf HAZ.de: Der spektakuläre Zeitraffer-Film im Zusammenschnitt.

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Zeitraffer auf Plakat: Marketingchef Hans Nolte (li.) und Time-Labs-Fotograf Stefan Knaak zeigen die Montage des Herrenhausen-Motivs. Dahinter der Zoo (links), Linden, der Maschpark und das Steinhuder Meer.

Quelle: Conrad von Meding

Hannover. "Man sieht, was man in Hannover erleben kann, wenn man sich etwas Zeit nimmt", sagt Marketingchef Hans Nolte. Mit zwölf großformatigen Plakatmotiven auf 700 Plakatwänden in ganz Norddeutschland wirbt seine HMTG ab Ende Oktober für die schönen Seiten Hannovers. "Zeitsprung" heißt die Kampagne. Das Besondere: Die Bilder sind Zusammenschnitte aus jeweils Tausenden Einzelmotiven, die der hannoversche Fotograf Stefan Knaak in tagelanger Arbeit mit Zeitraffertechnik gefertigt hat. Und so kommt es, dass man auf den fotoähnlichen Bildern sowohl Tag wie auch Nacht sieht. "Diese Stadt schläft nie", sagt Nolte - der Marketingprofi beherrscht solche Sätze perfekt.

Zu jedem Plakatmotiv gibt es einen Filmzusammenschnitt, der die Zeitrafferaufnahmen im Internet präsentiert - wer vor einer Plakatwand steht, kann mittels aufgedrucktem QR-Code über sein Handy den Film abrufen. Das erste Plakat hängt schon in der U-Bahnstation Werderstraße vor dem HMTG-Domizil. Bei der Präsentation am Donnerstag zeigten Nolte und Knaak auch einen Zusammenschnitt aus allen Filmen. Exklusiv zeigt HAZ.de hier diesen Film.

Warum überhaupt diese Kampagne? Einerseits will die HMTG bei zunehmend schlechtem Wetter Lust darauf machen, für das nächste Jahr einen Hannover-Besuch einzuplanen. Doch es gibt auch einen kleinen Nebengedanken. "Aus anderen Städten bekommen Touristen derzeit das Signal, dass sie nicht wirklich erwünscht seien", stichelt Nolte und spielt auf den Ärger um feiernde Berlin-Touristen und die Hamburger Ablehnung der Olympia-Bewerbung an: "Wir in Hannover wollen gerne zeigen, dass Gäste bei uns immer willkommen sind." Deshalb richte sich die Kampagne auch an Hannoveraner: "Damit gar nicht erst ein ablehnendes Gefühl entsteht, wollen wir den Hannoveranern zeigen, was für tolle Seiten ihre Stadt bei genauer Betrachtung hat."

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Zeitraffer auf Plakat: Marketingchef Hans Nolte (li.) und Time-Labs-Fotograf Stefan Knaak zeigen die Montage des Herrenhausen-Motivs. Dahinter der Zoo (links), Linden, der Maschpark und das Steinhuder Meer.

Quelle: Meding

Fotograf Knaak hatte 2014 beim Fotowettbewerb von HAZ.de einen Preis gewonnen, dabei war die HAZ auf auch sein Zeitrafferprojekt Timelapse (Zeitexperiment) aufmerksam geworden, das damals in den Anfängen steckte. "Weil es starke Reaktionen aus der Redaktion gab, habe ich das Projekt ausgebaut", sagt Knaak - sein Video Timelabs Hannover 2.0 wurde kurz darauf zum Hunderttausendfach geklickten Erfolg im Internet. Und nicht nur dort. "Wir zeigen Timelapse auf internationalen Reisemessen in den USA, Russland, Belgien oder der Türkei", sagt Nolte. Auch bei der Eröffnung der Hannovermesse in China wurde der Film gezeigt - und jetzt läuft er auch bei der Präsentation im Hannover-Tower in der chinesischen Stadt Changde.

Für die neue Kampagne hat Knaak im Auftrag der HMTG etwa vom Bredero-Hochhaus aus die Stadt zeitrafferfotografiert, vom Rathaus aus den Maschteich belichtet, als gerade Maschseefest war (man erkennt den SkyTower, und im nachtdunklen Bildbereich sieht man, wie der Schützenplatz leuchtet, weil er als Parkplatz diente). Es gibt Bilder von Calenberger Neustadt und Linden mit den warmen Brüdern, vom Mittellandkanal, vom Steinhuder Meer, auf dem tagsüber Freizeitkapitäne schippern und nachts das Wasser spiegelglatt ruht. Bis zu 3500 Einzelbilder hat Knaak für ein Motiv verwendet, oft Menschen und Häuser einzeln für das jeweilige Plakat zusammenkopiert. Nur bei dem Herrenhausen-Motiv wurde in der Optik geschummelt: Aufgabe war, das neue Schloss und das Feuerwerk auf ein Bild zu bekommen, was technisch nicht möglich ist. Der Betrachter erkennt die kreative Schummelei schon allein daran, dass der Glockenbrunnen illuminiert ist - das aber gibt es sonst nicht, während das Feuerwerk abgebrannt wird.

Gut 200.000 Euro kostet die Kampagne. 700 Plakatwände lässt die HMTG ab nächster Woche in ganz Norddeutschland bekleben, 100 Citylightboards drehen sich mit den Motiven. Dazu gibt es ab dem 26. Oktober einen Kalender (12,90 Euro in der Tourist-Info am Hauptbahnhof).

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