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Aus der Stadt Ärger um Prüfungszeiten ist beigelegt
Hannover Aus der Stadt Ärger um Prüfungszeiten ist beigelegt
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00:18 04.02.2018
Leibniz-Uni und Studenten haben einen Kompromiss über die Termine für Prüfungszeiten im Semester gefunden. Quelle: Michael Wallmüller
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Hannover

 Der studentische Protest gegen zentrale Prüfungstermine war erfolgreich: Leibniz-Universität und Studenten haben einen Kompromiss gefunden. Künftig wählt jeder Studiengang und jedes Fach im Lehramt zwischen zwei Varianten. Sie können eine Meldephase und einen Zeitraum für Prüfungen pro Semester anbieten oder zwei Anmelde- und Prüfungsphasen. Die Uni nimmt damit die Kritik der Studenten auf. Gleichzeitig erreicht sie ihr Ziel, die Termine stärker als bisher zu vereinheitlichen. „Ich freue mich sehr, dass wir nun einvernehmlich eine gute Lösung gefunden haben“, sagt Prof. Elfriede Billmann-Mahecha, Vizepräsidentin für Lehre und Studium an der Leibniz-Universität. Der Senat hat das neue Modell einstimmig beschlossen.

Die Studenten zahlreicher Fachbereiche hatten in einem fächerübergreifenden Bündnis gegen die ursprünglichen Pläne mobilisiert. „Die Vereinheitlichung auf einen einzigen Prüfungszeitraum für alle Studiengänge hätte viele Studenten erheblich benachteiligt“, betonen die Sprecher der Initiative Christian Kretzschmar und Johann Janssen. In vielen Studiengängen gibt bisher es einen zweiten Prüfungstermin in der vorlesungsfreien Zeit für Studenten, die zur regulären Prüfung krank sind oder nicht bestehen. Der sollte nach den ersten Planungen wegfallen. Die Studenten befürchteten deutlich längere Studienzeiten, als Folge in manchen Fällen auch den Verlust des Bafög-Anspruchs. 

Das Prüfungsamt der Uni bekam aber zunehmend Probleme mit der Vielzahl von unterschiedlichen Prüfungsterminen. Jeder ihrer 28.000 Studenten legt pro Semester drei bis fünf Prüfungen ab, deren Ergebnisse alle in bestimmten Fristen bis zum Semesterende dokumentiert werden müssen. „Dafür brauchen die Mitarbeiter einfach Zeit“, betont Billmann-Mahecha.

Die neue Regelung gilt ab Wintersemester 2018/19. Studiengänge mit nur einem Prüfungszeitraum lassen ihre Studenten im Wintersemester Hausarbeiten und Klausuren dann vom 15. Dezember bis 14. April ablegen. Die Anmeldefrist reicht vom 15. November bis 1. Dezember. „Wenn Studenten nicht bestehen, können sie erst zu Beginn des nächsten Semesters wiederholen“, erläutert die Vizepräsidentin. Die andere Variante sieht Prüfungen vom 15. Dezember bis 28. Februar vor sowie noch einmal vom 24. März bis 14. April. Für die Nachholer-Prüfungen müssen Studenten sich neu anmelden. 

Von Bärbel Hilbig

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