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Aus der Stadt Hannover-Lexikon: Katz, Iwan
Hannover Aus der Stadt Hannover-Lexikon: Katz, Iwan
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18:16 08.10.2009

Kaufmannssohn. Studium der Volkswirtschaft u. Statistik in Berlin u. Hannover. Seit 1906 in der Arbeiterbewegung engagiert. 1911 wiss. Hilfsarbeiter im Statist. Amt der Stadt Hannover. Im Nov. 1918 Geschäftsführer des Demobilmachungsausschusses in Hannover. 1919 Bürgervorsteher für die SPD, kam dann über die USPD zur KPD. 1921–1924 für die KPD im Preuß. Landtag. Innerhalb der KPD-Zentrale seit 1922 für Kommunalpolitik zuständig. 1923 Mitgl. des Politbüros. 1924–28 Mitglied des Reichstags. 1924/1925 zeitw. bei der Komintern in Moskau tätig. Auf dem X. Parteitag der KPD am 12. 7. 1925 mit anderen „Ultralinken“ nicht mehr in das ZK gewählt. Parteiausschluss, nachdem Katz mit seinen Anhängern am 11. 1. 1926 die Redaktionsräume der KP-Zeitung am Klagesmarkt in Hannover gestürmt hatte. Bildete im Bürgervorsteherkollegium mit 4 weiteren Ausgeschlossenen eine eigene „Kommunistische Fraktion (Linke)“. Der von Katz 1926 gegründete „Spartakusbund der linkskommunist. Opposition“ schon im Frühjahr 1927 aufgelöst. Nach Verlust des Reichstagsmandats war Katz im Berliner Sozialamt anleitender Stelle tätig. 1933 in „Schutzhaft“ genommen, 1936 u. 1941 erneut verhaftet, bis 1944 untergetaucht, dann nach Auschwitz deportiert. Nach 1945 kurzzeitig in KPD u. SED, seit 1954 im Tessin.

In unserer Serie stellen wir Auszüge aus dem jetzt von Klaus Mlynek und Waldemar R. Röhrbein herausgegebenen „Stadtlexikon Hannover“ vor.

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