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Schülerticket auf Ticketautomaten nur schwer zu finden

Neues Angebot Schülerticket auf Ticketautomaten nur schwer zu finden

Die ersten Schüler nutzen bereits die neue Karte für Busse und Bahnen. Allerdings gibt es Kritik an der Namensnennung. Außerdem gibt es Unmut über den Ausschluss von manchen Gruppen von Jugendlichen.

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Die neue Karte für Schüler ist an den Fahrkartenautomaten nicht so leicht zu finden.

Quelle: (Alexander Körner)

Hannover. Seit dem Jahreswechsel gilt das neu eingeführte Jugend-Monatsticket zum Sparpreis von 15 Euro im Monat – doch das lässt sich an den Fahrkartenautomaten nur schwer finden. „Ich habe immer nach dem Begriff Jugendnetzkarte gesucht“, sagt eine Gymnasiastin. Erst nach zahlreichen Klicks durch das Menü des Automaten entdeckte die Schülerin, dass sich das neue Angebot unter dem Begriff GVH-Sparcard verbirgt. Andere Schüler berichten der HAZ von ähnlichen Schwierigkeiten. Wird das hoch subventionierte Jugendticket absichtlich versteckt, um Geld zu sparen?

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Die ersten Schüler nutzen bereits die neue Karte für Busse und Bahnen. Allerdings gibt es Kritik an der Namensnennung. Außerdem gibt es Unmut über den Ausschluss von manchen Gruppen von Jugendlichen.

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Der GVH, zuständig für Tarife im öffentlichen Nahverkehr, winkt ab. „Wir wollen das Produkt jetzt intensiv bewerben“, verspricht GVH-Sprecher Tolga Otkun. Zugleich räumt er ein, dass die Namensgebung ein Dilemma sei. Als die SPD-Jugendorganisation die Idee zum Sparticket entwickelte und öffentlich diskutierte, war stets von der Jugendnetzkarte die Rede. Auch in den politischen Beschlüssen wurde das Ticket so genannt. “Der Name passt aber nicht in die Nomenklatur des GVH“, sagt Otkun. Daher habe man sich für die Bezeichnung GVH-Sparcard entschieden, in Anlehnung an den früheren Begriff Sparcard Schüler. „Das Angebot soll aber keineswegs ein Stiefkind in unserer Produktpalette sein“, sagt Otkun.

Für 15 Euro im Monat können Schüler durch alle Tarifzonen fahren – von Mellendorf bis Springe. Das Angebot gilt für alle Vollzeitschüler bis zum Alter von 22 Jahren, sowie für jene, die ein Freiwilliges Soziales Jahr ableisten. Das bedeutet unter anderem, dass Auszubildende leer ausgehen. 

Inzwischen gibt es Unmut über die Ungleichbehandlung. Zum Beispiel beklagt sich Martin J., der bei den Johannitern in Hannover einen Bundesfreiwilligendienst absolviert. In der Wache gebe es in gleicher Zahl Freiwillige, die ein Freiwilliges Soziales Jahr und den Bundesfreiwilligendienst absolvierten, berichtet er. „Beide machen genau die gleiche Arbeit und bekommen gleich viel Geld“, berichtet der Mann. Allerdings muss er selbst für eine Monatscard für vier Zonen 78 Euro zahlen, seine FSJ-Kollegen dagegen nur 15 Euro. „Warum wird der Bundesfreiwilligendienst benachteiligt?“, fragt er. 

Ähnliche Kritik gab es bereits in der Vergangenheit von den Grünen. Sowohl Regionspräsident Hauke Jagau als auch Politiker von SPD und CDU haben zugesagt, mögliche Nachbesserungen zu prüfen. 

Beim GVH glaubt man, dass die Fahrgastzahlen durch das Angebot steigen werden. „Viele Schüler werden jetzt in ihrer Freizeit häufiger mit Bus und Bahn fahren“, sagt Otkun. Er hofft, dass so eine frühe Kundenbindung zum öffentlichen Nahverkehr geknüpft werde. 

Wie stark die neue Card bisher genutzt wird, ist unterdessen noch unklar. Eine erste Übersicht werde man erst nach Ende der Weihnachtsferien erhalten, meinte Otkun. 

Von Andreas Schinkel und Mathias Klein

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