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Bekommt Hannover doch kein Konzerthaus in der City?

Bewerbung Kulturhauptstadt Bekommt Hannover doch kein Konzerthaus in der City?

Die Idee von Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD), ein Konzerthaus am Hohen Ufer in Hannover zu bauen, steht vor dem Aus. Die Ratspolitik hat andere Pläne, um die Kulturhauptstadtbewerbung voranzubringen.

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Hier will Oberbürgermeister Stefan Schostok das neue Konzert- und Kreativhaus entstehen lassen: Am Leineufer gegenüber der Brücke Schlossstraße auf dem Flohmarktparkplatz. Architektonisch allerdings wird das Gebäude anders aussehen.
 

Quelle: KSW

Hannover.   Die Idee von Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD), einen neuen Konzertsaal am Hohen Ufer zu bauen, steht vor dem Aus. Die Ratspolitik verfolgt andere Pläne als der OB, um Hannovers Bewerbung um den Titel Kulturhauptstadt voranzubringen. Am Freitag werden SPD, CDU, Grüne, Linke/Piraten, FDP und die Satirepartei „Die Partei“ im Kulturausschuss einen gemeinsamen Antrag vorlegen. Nach Informationen der HAZ ist darin von einem neuen Konzerthaus nicht mehr die Rede. „So etwas hätten wir niemals unterstützt“, heißt es aus der Kulturpolitik.  Auch in anderen Punkten weichen die Forderungen der Ratspolitik von den Ideen aus dem OB-Büro ab. 

Die Änderungswünsche, die am Freitag vorgelegt werden, sind nach Informationen der HAZ die Kurzversion eines deutlich umfangreicheren Papiers. Ein rund 20-seitiger Entwurf geht dem OB direkt zu. Offenbar soll der Eindruck eines Gegenentwurfs zum OB-Konzept vermieden werden. „Im Einvernehmen zwischen Politik und Verwaltung“ soll die Bewerbung zum Erfolg geführt werden, heißt es in einer offiziellen Stellungnahme der Parteien am Mittwoch. Schostok erklärt sich in einem Brief an die Fraktionen, der der HAZ vorliegt, einverstanden mit den Änderungswünschen.

Kommentar

Eine Strafe für den Alleingang Schostoks? Zum Kommentar unseres Redakteur Andreas Schinkel kommen Sie hier.

Vor einigen Wochen hatte das OB-Büro die Bewerbung um den Titel Kulturhauptstadt überraschend an sich gezogen und ein eigenes Konzept vorgelegt. Ein zentraler Punkt der Überlegungen war der Bau eines mittleren Konzerthauses für 400 bis 800 Besucher. Schostok schlug im Nachgang bereits ein Baugrundstück vor – den Parkplatz am Hohen Ufer. Die Kulturszene reagierte skeptisch. Einen Saal dieser Größe brauche man nicht, hieß es. Kritik kam auch aus der Ratspolitik. 

Auch vom Motto der Bewerbung haben die Kommunalpolitiker eine andere Vorstellung als der Oberbürgermeister. Der wollte Hannovers Kulturbemühungen unter der Überschrift „In aller Bescheidenheit“ zusammenbinden. In der Politik hat das vielfach Kopfschütteln ausgelöst. Jetzt soll „Nachbarschaft“ das Leitthema sein. Getreu dem neuen Motto soll die Bewerbung mit einer Bürgerbeteiligung starten. „Mit dem Leitthema Nachbarschaft wollen wir möglichst viele Menschen, insbesondere auch die vielen Kulturschaffenden Hannovers, für den Gedanken der Kulturhauptstadt begeistern“, heißt es in einer Stellungnahme der Fraktionen.

Inwieweit Hannovers angeschlagener Kulturdezernent Harald Härke noch mit der Bewerbung zu tun haben wird, ist unklar. Manche Ratspolitiker meinen: nichts. Klar ist, dass das eigens gegründete Kulturhauptstadtbüro wieder die Fäden in die Hand nimmt. Zudem soll ein künstlerischer Leiter für das Bewerbungsverfahren eingestellt werden. Gegen Härke läuft ein Disziplinarverfahren.

Doch so weit entfernt voneinander liegen die Vorstellungen Härkes und der Politik nicht. In einem Interview mit der HAZ meinte Härke kürzlich: „Nachbarschaft, Wärme, Beteiligung, Vernetzung – das könnten wichtige Themen für die Bewerbung werden.“

Von Andreas Schinkel

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