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Aus der Stadt Kommt eine App für Weihnachtsbäume?
Hannover Aus der Stadt Kommt eine App für Weihnachtsbäume?
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00:16 09.02.2018
Diese Straßenecke in Linden sieht aus wie eine offizielle Weihnachtsbaumsammelstelle, ist aber keine. Quelle: Droese
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Hannover

 Die Unsitte, ausgediente Weihnachtsbäume statt auf den vorgesehenen Sammelplätzen einfach irgendwo im Stadtgebiet zu deponieren, hat jetzt die Politiker im Umweltausschuss des Rates umgetrieben. Anlass war ein CDU-Antrag mit dem Inhalt, die offiziellen Sammelplätze besser auszuschildern. Das Mehrheitsbündnis aus SPD, Grünen und FDP fand das gut, hat sich aber noch Weiterungen ausgedacht: Der für das Weihnachtsbaumeinsammeln zuständige Abfallzweckverband Aha soll auf ordnungsgemäße Entsorgung und die dafür vorgesehenen Stellen in seiner App sowie im städtischen Geoinformationssystem GIS hinweisen.

Dabei bestehen unterschiedliche Auffassungen darüber, wie umfangreich das Problem überhaupt ist. Aha selbst spricht von jährlich wiederkehrenden 30 „wilden Weihnachtsbaum-Ablageplätzen“, verteilt über das gesamte Stadtgebiet. „Ich glaube das nicht. Wenn man durch die Straßen geht, denkt man, es müssten mehr sein“, sagt der umweltpolitische Sprecher der CDU, Maximilian Oppelt. Liege irgendwo ein Weihnachtsbaum, folgten in der Regel schnell weitere.

Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette hat so ihre Zweifel, ob künftig jeder Weihnachtsbaum nach Ende der Zeit als Stubendiva dort landet, wo er sollte. „Wer sich bisher nicht aus der Zeitung oder im Internet über Sammelplätze informiert hat, wird auch künftig nicht durch die Stadt laufen, um Schilder zu suchen“, sagte sie.

Aha schätzt, dass im Stadtgebiet in diesem Jahr 170.000 Weihnachtsbäume in Wohnzimmern geglänzt haben. Nach dem Einsammeln werden sie auf der Deponie in Lahe geschreddert – was man riechen kann, wenn man zu dem Zeitpunkt dort unterwegs ist – und dann zu Kompost verarbeitet.

Von Bernd Haase

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