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Mittellandkanalroute  Diese Fahrradstrecke können Sie neu entdecken

Lust auf eine Radtour am Wochenende? Mit Beginn der Radsaison hat die Region den Mittellandkanal als sogenannte Themenroute für Freizeitradler entwickelt. Die Strecke am Wasser ist insgesamt 60 Kilometer lang. Man soll aber auch abschweifen.

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Eine Fahrradtour garantiert ohne störenden Autoverkehr: Die Strecke führt am Mittellandkanal entlang.

Quelle: (Alexander Körner)

 Hannover.  „Es ist keine Überraschung, dass es den Mittellandkanal gibt“, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann. Das kann man so stehen lassen, denn der Abschnitt im Raum Hannover wurde 1929 fertiggestellt. Dass sich die Uferwege zum Radeln und Spazierengehen eignen, hat sich seitdem ebenfalls herumgesprochen. Mehrere ausgeschilderte Radrouten überqueren die Wasserstraße oder führen in Teilabschnitten an ihr entlang. Jetzt hat die Region das Ganze gebündelt – „als 60 Kilometer langes, wasserbezogenes Erholungsgebiet mit zahlreichen interessanten Anlaufpunkten, Ausflugszielen und Freizeitmöglichkeiten“, wie sie erklärt.

Also los, wobei sich die Frage nach der Richtung stellt. Dabei spielt der Wind eine wesentliche Rolle. Der kann am Kanal recht heftig wehen und man hat ihn beim Radeln lieber im Rücken als im Gesicht. Weil meistens Westwind herrscht, starten wir in Haste, das mit der S-Bahn erreichbar ist, und gelangen von dort zum kleinen Yachthafen von Wunstorf-Idensen. Durch den Haster Wald und durch Felder geht es schnurgerade Richtung Osten, die Fahrt hat etwas Meditatives.

Die Szenerie wechselt

Die Region hat ein buntes Logo mit stilisiertem Schiff- und Fahrradsymbol entwickelt, mit dem die Route in den nächsten Wochen komplett ausgeschildert wird. Eigentlich sollte man sich ohnehin nicht verfahren können – das Wasser weist den Weg. „Manchmal weicht die Strecke etwas vom Kanal ab, außerdem muss man zwischendurch die Uferseite wechseln. Das Logo bietet die optimale Wegführung an“, sagt Regionsdezernent Axel Priebs. Am sogenannten Lohnder Meer etwa müssen wir aufpassen, dass wir auf der nördlichen Seite bleiben, weil dort der Stichkanal Richtung Linden abzweigt.

Am Wasserstraßenkreuz in Seelze sehen wir unter uns die Leine und vor uns schon die Türme vom Kraftwerk Stöcken. Die Szenerie ändert sich, es geht nun durch das Industrierevier am Nordhafen mit dem VW-Werk als Mittelpunkt und dem Kinderwald Marienwerder als Kontrast. Hinter dem Mecklenheider Forst zeigt der Fahrradcomputer 30 Kilometer an. Halbzeit.

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Als sogenannte Themenroute ist die Fahrradstrecke am Mittellandkanal ausgeschildert. Das gibt es dabei zu entdecken.

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„Beim Ausbau des Mittellandkanals in den Neunzigerjahren war es das Ziel, auch angrenzende Brachflächen und ehemalige Gewerbegelände zu entwickeln und den Kanal als linearen Park zu gestalten“, sagt Hannovers Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette. Im Abschnitt zwischen Vahrenheide und Anderten lässt sich entdecken, dass das ganz gut funktioniert hat. Obwohl die Wasserstraße durch die großstädtische Wohnbebauung verläuft, finden sich immer wieder kleine Grünflächen, Parks oder Rastplätze, an denen man ausruhen und sehen kann, wie es ist, wenn ein Schiff vorüberfährt. An der Hindenburgschleuse in Anderten sieht man es dann wieder.

Insgesamt 20 Kilometer des Kanals liegen auf dem Gebiet der Landeshauptstadt. Wir verlassen es im Grünen, nämlich im Waldstück Gaim. Die Sehnder Kalihalde markiert unser nächstes Ziel. Gleich gegenüber liegt die Schleuse Bolzum, oder besser gesagt, die Schleusen. Am Stichkanal Richtung Hildesheim haben die Ingenieure ein neues Bauwerk errichten lassen und das alte als technisches Denkmal erhalten. Bleibt der Weg nach Haimar, dann ist die Regionsgrenze erreicht und die Tour am blauen Band zu Ende.

Informationen: Die Region hat für die Mittellandkanalroute zwei kostenlose Faltblätter mit Karten und Hinweisen zu Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen herausgegeben – je eine für den West- und Ostabschnitt. Erhältlich sind sie in der Touristinfo in Hannover am Ernst-August-Platz, im Bürgerbüro der Region an der Hildesheimer Straße sowie im Internet unter www.hannover.de als Download.

Die Strecke ist 60 Kilometer lang und lässt sich bei günstigem Wind in einem Tag fahren. Allerdings liegen nicht alle der fast 50 angegebenen Ausflugsziele und Einkehrmöglichkeiten direkt am Kanal – etwa die romanische Idenser Sigwardskirche, das Kloster Marienwerder, die Misburger Mergelgrube oder das Straßenbahnmuseum Wehmingen. Wer Abstecher macht, muss entsprechend mehr Zeit und Fahrkilometer einplanen.

Nahverkehrsanbindungen bestehen im Westen am Bahnhof Haste (S-Bahn) und im Osten an den Bahnhöfen Sehnde (S-Bahn) und Hämelerwald (Regionalzug). Auch im Streckenverlauf liegen regelmäßig S-Bahn-Stationen, so dass abgekürzt werden kann.

Von Bernd Haase

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